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Belle Star's Diary, Kapitel 6

Verbündete

Meine letzten Erlebnisse hatten mich der Hoffnung beraubt, auf Dauer ein ruhiges Leben als Bogenmacherin in Trinsic zu führen. Vielmehr schien es mir angeraten, nun mein Schwert richtig gebrauchen zu lernen. So traf ich mich bei nächster Gelegenheit mit meiner Angel-Bekanntschaft, dem Noblen Gerrick Templer. Er hatte versprochen, mir eine der berüchtigten Troll-Burgen von innen zu zeigen. Wir verließen Trinsic durch eine Moongate, die er aus einer geheimnisvollen Schriftrolle beschwor. Am Ankunftsort stellte Gerrick mich seinem Kampfgefährten Surion vor, der alsbald aus einer verwitterten Rune eine zweite Moongate erschuf. Beide Edlen waren erstaunt, daß ich von solchem Hexenwerk keine Kenntnis hatte. Ich protestierte allerdings nicht, als Gerrick mich nun in einige Schutzzauber hüllte. Das leuchtend blaue Portal brachte uns direkt vors Tor der finsteren Feste von Wrong, wo uns bereits weitere Helden erwarteten. Im Pulk betraten wir die Halle und machten unsere Waffen bereit. Hinunter ging es in ein Höhlenlabyrinth unter der Burg. Einige Kohlebecken spendeten nur wenig Licht. Durch finstere Gänge erreichten wir eine dunkle Kammer, in der ich vage ein großes Fallbeil erkennen konnte.

 

Troll-Schock

Hier war der Kampf bereits im Gange, und wir stürzten uns ohne Zögern hinein. Nach kurzer Zeit lagen drei oder vier Trolle tot am Boden. Der Aufenthaltsort der großen Unholde mußte sich inzwischen herumgesprochen haben, so daß immer mehr Kämpfer und Abenteurer in die Höhle strömten, bis sie den kleinen Raum um Hackblock und Guillotine fast ausfüllten. Das ging so weit, daß ich kaum noch zum Schuß, geschweige denn Hieb kam, wenn ein Troll auftauchte: Der Riese wurde mit Gejohle und Hallo begrüßt und sofort von allen Seiten in Stücke gehauen. Nachdem wir auf diese Art eine kleine Armee für alle Zeit davon abgehalten hatten, die Oberwelt Britannias unsicher zu machen, beschlossen einige aus unserer Gruppe, sich zähere und lohnendere Beute zu suchen.

Wieder oben angekommen, wurden wir getrennt. Die anderen waren schon aus der Burg, ich wollte gerade durch die Tür treten, als eine Gruppe lärmender, roher Gesellen mich zurück in den Raum drängte. Dort fingen sie auch sofort an, auf jeden in Sichtweite einzustechen, zu -schlagen und zu -schießen. Eh ich noch begriff, was hier geschah, wurde die Welt um mich wieder einmal farblos...

Den Beweis, daß in UO nicht nur Belle Star tausend Tode stirbt, liefert im Internet übrigens regelmäßig Tryon's »ImaNewbie« -- witzige Cartoons, trostreich speziell für UO-Anfänger.

Inhalt

Vorwort
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25


© 1999 IDG Entertainment Verlag GmbH, Autor: Charles Glimm

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