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ForenübersichtFreeshardsSag mir welchen Char Du hast, ich sage Dir wer Du bist

Sag mir welchen Char Du hast, ich sage Dir wer Du bist

Mitglied-6106.03.2002, 19:02 Uhr
Grüße,
wieder so ein gefürchtetes Thema von mir. Auch dieses geht mal wieder an alle, die Freude an einer guten Diskussion haben. *lächelt*

Meine Theorie: Der 1.-Char des jeweiligen Spielers spiegelt sein wahres Ich wieder!

So, bevor nun Entrüstungsstürme kommen das es ja wohl nicht alles RL-Mörder sein können die einen Verbrecher, Drow oder Meuchler spielen, lauscht einmal weiter... *g*

Es geht mir nicht darum zu behaupten, das ALLE Charakterzüge gleich sein müssen, das man sich gar perfekt identisch verhält, im RL wie im RP.

Aber die Grundzüge, die behaupte ich, die sind die selben. Bei vielen Spielern die wenig mit RP am Hut haben, ist es eindeutig. Sie spielen einfach sich selbst, ergänzt mit ein paar coolen Features wie sie gerne im RL sein würden. Sie lassen den Char reden wie sie selber reden, haben die selben Wertvorstellungen wie ihr Char und die selbe Ehrlichkeit. Sie könnten ihren Chars auch ihre Vornamen geben.

Aber auch bei RPlern denke ich, ist diese These gültig. Der Hauptcharakter liegt sehr, sehr dicht an den Charakterzügen des Spielers. Ehrlichkeit, Gerechtigkeitssinn, Egoismus, Verhalten zu anderen und all diese Punkte, lassen oft Aufschluss auf den Charakter des Spielers zu.
Damit meine ich nicht das ein Spieler auf der guten oder der bösen Seite steht, sondern wirklich Charakterzüge. Ein Böser zum Beispiel kann seinen Opfer mit Wertschätzung gegenübertreten oder als arroganter, ich-bezogener Cleanlooter. Ist der Char aufbrausend und reizbar, ist es der PO auch oft. Ist der Char schüchtern oder spielt er sich gerne in den Mittelpunkt? Ist er ein typischer Angeber? Ist er materiell ausgerichtet? Was bedeuten ihm die Chars der anderen Mitspieler? Wie steht er zum Gesetz? Zur Fairness? Zur Höflichkeit? Auch hier denke ich, spielt der PO seine eigenen Vorlieben aus.

Erst wenn man Abwechslung vom Hauptchar sucht, fängt man an sich Chars ganz bewusst zu \"formen\", ihnen Eigenarten zu geben, die man selber nicht teilt. Man will etwas anderes testen, Neuland betreten.

Also, nicht falsch verstehen: Hier ist von meiner Seite aus (erstaunlicherweise? *grinst*) KEINE Wertung vorhanden, Ich finde es weder gut noch schlecht wenn ein PO sich selbst spielt. Ich stelle nur die These zur Diskussion, DAS er sich selbst mit seinem Hauptchar verkörpert und identifiziert. Nicht in allen Handlungen, erst recht nicht mit allen im RP begangenen Straftaten, aber seine Wesenszüge sind sehr, sehr ähnlich.

Grüße, Ex-Menion
Mitglied-606.03.2002, 19:20 Uhr
du scheinst enormes Verlangen zu verspüren alles theoretisch auseinander zu pflügen.

Da stellt sich mir doch die frage ob das nicht alles ein wenig zu ernst gesehen wird - oder bin ich wirklich einer der wenigen für den das game ein kurzer zeitvertreib für zwischendurch ist?

man kann spass an uo haben ohne einen rollenspiel gefomrten character.

allerdings zerpflüg ich das thema rp jetzt nicht. UO ist und bleibt ein game und es gibt leute wie mich die eigentlich überhaupt nicht drüber nachdenken sondern einfach lust aufs spielen haben.


--
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Morgano / Team UOWorld & alter Sack des Forums
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Mitglied-6106.03.2002, 19:38 Uhr
Mhh... ich wollte mit diesem Thema nicht \"nerven\" und Dinge zerflücken, sorry wenn´s so gesehen wird. Ich dachte, es wäre einmal interessant, das ist alles. Und es stimmt auch, dass ich recht gerne mal ein Posting schreibe und das ist dann tatsächlich auch Spass für mich. *Grinst*
Also, ich sehe das Posting recht locker, es soll durchaus unterhaltsam sein und nicht bierernst. Aber ok, ich werde mich einfach mal zurückhalten und nicht im Dreitagestakt neue Themen auf den Tisch bringen. Vielleicht war ich einfach nur mal froh hier ein Forum zu haben wo solche Themen auch so gut diskutiert werden ohne die leider inzwischen üblichen 1-Zeiler und Pöbelkommentare drinnen zu haben...

Grüße, Ex-Menion
Mitglied-4806.03.2002, 19:46 Uhr
Du entwickelst dich langsam zum dauerlieferanten brisanter aber auch interessanter topics ;-)

Deiner aussage stimme ich zu. Da gibt es kaum was zu ergänzen.
Für mich selbst gibt es gewisse charaktere, die ich mir nie zum spielen aussuchen würde - einfach, weil sie sich zu grundlegend von meinen eigenen wertvorstellungen unterscheiden.

Die anonymität in uo (das könnte man im prinzip auch auf das ganze internet ausweiten) bietet die chance, sich selbst eine andere identität zu basteln - aber nur die wenigsten können das wirklich durchhalten.

In der interaktion mit anderen offenbaren sich manche charakterliche eigenschaften sehr schnell - und so finden sich auch schnell diejenigen zusammen, die sich wohl auch im reallife symphatisch finden.

Gerade in der pen & paper-runde ist es recht spannend, einmal nach den unterschieden zwischen spielfigur und spieler zu fragen. Die anderen kennen ja beide.
Ein besserer rollenspieler kann seinen char sehr detailliert beschreiben - im spiel wird man trotzdem in vielen fällen die unterschiede zum auftreten des pos nur an details merken, die aus dem rp-background des chars resultieren.

Ich glaube, man sucht sich schon instinktiv den char, der am besten zu einem selbst passt.

Obwohl es auch schon passiert ist, dass mir beim spiel eines chars schauer über den rücken liefen, wo ich doch wusste, dass der \"eigentlich gar nicht so ist\". Aber die wenigsten können das wirklich rüberbringen - ich gehöre wahrscheinlich nicht dazu.

Gruß, MyrAelyn

--
Ich lagge so sehr, dass ich beim schleifen von 1000 ingots im sprint keine stamina verliere.
Mitglied-10106.03.2002, 19:52 Uhr
Naja als ich meinen ersten Char hatte vor über 1 Jahr da hat ich keine ahnung von dem rp was hier manche spielen
für mich hieß das nur kein ooc
und ich spielte mich ganz normal nicht wie eine figur die ich sein würde einfach nur drauf los gespielt und ich denke so spielt man am besten, ich war da kein held ich war eigentlich nur so ein noob mage der mit 55% nach 10 ansätzen ein gate geschaft hatte :) )
Mitglied-227506.03.2002, 20:15 Uhr
Mitglied-61 hat geschrieben:
Mhh... ich wollte mit diesem Thema nicht \"nerven\" und Dinge zerflücken, sorry wenn´s so gesehen wird. Ich dachte, es wäre einmal interessant, das ist alles. Und es stimmt auch, dass ich recht gerne mal ein Posting schreibe und das ist dann tatsächlich auch Spass für mich. *Grinst*
Also, ich sehe das Posting recht locker, es soll durchaus unterhaltsam sein und nicht bierernst. Aber ok, ich werde mich einfach mal zurückhalten und nicht im Dreitagestakt neue Themen auf den Tisch bringen. Vielleicht war ich einfach nur mal froh hier ein Forum zu haben wo solche Themen auch so gut diskutiert werden ohne die leider inzwischen üblichen 1-Zeiler und Pöbelkommentare drinnen zu haben...


Ich bestehe darauf, dass Du weiterhin zu solch tollen Diskussionen \"anstiftest\"! Wenn jemand sich durch ein Thema nicht angesprochen fühlt, einfach nicht mitdiskutieren, kann ja auchmal ganz nützlich sein. ;)
Nur weiter so! :p
--
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Mitglied-606.03.2002, 22:46 Uhr
*sich zurückhält*


jene threads verleitet eben gerne den ein oder anderen Schreiber hier zu etwas unsachlichen Kommentaren.

Wenn alles schön verläuft hier ist der alte Sack zufrieden, wenns zu einem der tausend bereits gestarteten Threads über \"RP pro-contra\" wird dann eben nicht :)


für alle die Ihrer Spielfigur genauso wenig Leben einhauchen wie ich das tue, erbitte ich ne schweigestunde :)
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Mitglied-15607.03.2002, 08:26 Uhr
Seid gegrüsst,

Inwieweit diese These stimmt, hängt aber nicht nur von dem Spieler als Individuum, sondern auch von der Ausrichtung und dem Rollenspielniveau des jeweiligen Freeshards ab. Sobald sich in der Community des Freeshards ein Bewusstsein für das Rollenspiel und seine Möglichkeiten entwickelt hat, findet man in der Kerngruppe deutlich weniger Sich-Selbst-Spieler.

Das merkt man gerade auch bei weiblichen Charakteren, die von männlichen Spielern dargestellt werden (übrigens auch ein interessantes Thema). Je mehr sich der Schwerpunkt eines Freeshards in Richtung Rollenspiel verschiebt, desto schwerer wird es, solche Charaktere ad hoc zu erkennen (obwohl es meistens noch möglich ist).

Will sagen: Sobald man gelernt hat, eine zumindest ansatzweise Trennung zwischen Spieler und Charakter zu vollziehen, ist man in weitaus geringerem Maße dem beschriebenen Phänomen ausgesetzt. Es bleibt vor allem Unwissen als ein einschränkender Faktor, z.B. bei der angesprochenen Frauendarstellung. :D Manchmal ist es aber auch so, dass man den einen Charakter eines bestimmten Spielers sehr gut leiden kann und mit dem anderen, der bewusst über unterschiedliche Wesenszüge verfügt, nie wirklich warm wird.

auf bald

~~ Ashen ~~
Mitglied-107.03.2002, 14:51 Uhr
Also ich habe mal ne Studie gesehen aus der hervorging dass man im Rollenspiel genau das Gegenteil von dem was man ist im Rollenspiel verkörpert. Und hauptsächlich Dinge macht die man sonst nicht macht.
Wen man das tut was man sonst nicht macht dann merkt euch diesen Satz und denkt mal über das SEX in UO Thema nach *g* und wer sowas in UO macht.
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Das ist kein Bug. Das ist ein
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Mitglied-27109.03.2002, 20:11 Uhr
hm... also bin ich als ork-spieler ein grünes, stinkendes, dummes wesen, das gern pferde killt und diese auch futtert, ja?
nebenbei: das bin ich nicht (zumindest behauptet das meine freundin, und die muss es ja wissen)

es gab auch zeiten, da hab ich nen herzensguten pala oder ne abgruntief böse drow gespielt... oder nen goldgierigen zwerg.

bin ich deiner theorie nach jetzt jemand der eine gepaltene persönlichkeit hat? :D


--
alle rechtschreibfehler sind als teil meines ork-rp´s zu werten : )
Mitglied-109.03.2002, 22:58 Uhr
Braktasch dann passt meine die Studie doch. Immer das Gegenteil wie in Real. Und ne gespaltene persönlichkeit haste bestimmt net sonst könnte man das ja von allen Rollenspielern behaupten.
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Mitglied-27111.03.2002, 00:56 Uhr
aber wie erklährst du dir, das mit dem pala oder dem drow...

ich kenne auch player, die spielen nen Chaos Paladin und nen Hochelfen :D

((find die these aber gut... man kann so herrlich diskutieren))
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alle rechtschreibfehler sind als teil meines ork-rp´s zu werten : )
Mitglied-28311.03.2002, 09:44 Uhr
Ich finde deine These nicht richtig, da man viele das genaue Gegenteil spielen wie sie sich im normalen Leben aufführen.

:-p
Mitglied-12811.03.2002, 12:07 Uhr
Bei mit tirft es eher zu das ich das Gegenteil meiner Persönlichkeitspiele. UNd bei 2. Chars immer es was ganz anderes also weder Gegenteil noch Mich selbst...
Mitglied-611.03.2002, 18:45 Uhr
also ich spiel grundsätzlich mich selbst:

gut aussehend, lustig , zuvorkommend, nett, freundlich, stark, hilfsbereit, etc... :teufel:

nuja einfach mich selbst *wegrofl* ;D :) ) ;D


p.s. ich tendier ja immer noch dazu das manche leute sich absolut keinen kopf drum machen wie sie ihren char spielen sollen.
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Mitglied-32522.03.2002, 08:27 Uhr
Seid gegrüßt,

schon lustig...ich hatte vor ner Weile genau den gleichen Gedanken, allerdings gehe ich davon aus, dass Parallelen in der Persönlichkeitsstruktur und im Temperament nur bei unerfahrenen Rollenspielern und dort (wie auch hier schon bemerkt wurde) insbesondere bei Ihrem Erstcharakter in besonders augenscheinlichem Maße auftreten. Sicherlich lassen sich bei einer genaueren Analyse auch in den Figuren erfahrener Rollenspieler auf einer Metaebene Verhaltensweisen finden die bei all seinen Charakteren korrelieren doch ich würde auch die Meinung vertreten, dass sich die Übernahme anderer Rollen trainieren läßt. Ich habe mich mal länger mit einem unserer Spieler unterhalten, dessen erster Charakter ein Halbbarbare war und er erzählte mir, wie schwer es ihm fällt diese Rolle glaubhaft rüber zu bringen, weil er immer wieder dazu \"verleitet\" ist höflich und zuvorkommend zu sein, also Verhaltensweisen zu zeigen, die zwar typisch für Ihn aber kaum für den von ihm gespielten Charakter sind.
Ich möchte der These noch eine weitere Hypothese hinzufügen: Ich glaube relativ unerfahrene Rollenspieler beziehen Handlungen auf der Rollenspielwelt in die Ihre Figur involviert ist in weit höherem Maße auf Ihre eigene Person, als dies erfahrene Rollenspieler tun, die durch die Übernahme vieler Rollen bereits gelernt haben, eventuelle Angriffe auf Ihre Figut nicht auch als Angriffe auf Ihr Selbst zu werten.

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