**Meine letzte Quest**
Mitglied-49018.04.2003, 20:58 Uhr
Bitte lasst mich noch das eine mal einen extra Thread dafür machen ich erwähne auch nicht den Shardnamen. Es ist nur so, dass ich nach fast 5 Jahren Adminarbeit, meine letzte große Quest die ich mit den Spielern gemacht habe, einmal zum lesen in ein öffentliches Forum stellen wollte.Der Text ist eine Gemeinschaftsproduktion geworden von mehreren die dran teilgenommen haben. Von daher bitte ich die stilistischen Änderungen des Testes zu entschuldigen.
Jegliche Hoffnung schien begraben. Die Finsternis hatte Radek fest in ihren Griff genommen. Monster mit unzähligen glühenden Augen in einem etwas das man kaum Gesicht nennen konnte säumten die Gassen und Straßen der einst so prächtigen Stadt. Wahr gewordene Alpträume der Menschheit, Geisel jeglicher Zivilisation, wie man sich sie schlimmer nicht vorstellen konnte, gingen in der Stadt ein und aus. Die Bevölkerung Radeks war ihnen und ihrem Befehlshaber, gnadenlos ausgesetzt. Jeder Einwohner hatte nach dem Willen Danislavs zu funktionieren, wie eine willenlose Marionette in einem Puppentheater. Wer das nicht tat, sich nicht nach seinem unmenschlichen Regeln verhielt dessen Tage waren gezählt, wie die einer Primel in der Trockenperiode. Jedem Verräter – wenn man es Verrat nennen konnte- jedem Menschen der sich ein Hauch von Menschlichkeit bewahrt hatte und sich gegen die Willkühr des Despoten auflehnte, ob still und heimlich oder lautstark in der Öffentlichkeit, dem blühte ein langer schmerzhafter Tod, wenn er als solches entlarvt wurde.
Es waren dunkle Tage, die dunkelsten die jemals über dieser Stadt, über diesem Land einher gegangen waren.
Doch es gab noch Hoffnung. Sie war klein und unscheinbar, aber gerade das war es, was ihr das Wort Hoffnung verlieh. Eine kleine Gruppe mutiger Bürger, hatte sich zusammengetan und geschworen dem Despoten ein Ende zu bereiten, ein Ziel an dem schon unzählige große Namen schon vor ihnen gescheitert waren. Selbst große Orden wie der, der schwarzen Sonne oder die Tempelritter des Lichtes hatten es trotz ihrer zahlreichen Anhänger nicht geschafft die Armeen Danislavs zurück zu schlagen. Vielleicht hätten sie Erfolg gehabt, hätten sie sich zusammengetan, doch die beiden großen Orden waren selber tief zerstritten und so schusterte jeder an seinem eigenen Plan.
Es war der 6 Tag in der Woche, als sich die wenigen Verschwörer wieder einmal vor dem Haus von Talus Arvalle zusammenfanden um dort zu beraten wie man das Leben in Radek wenigstens ein wenig erträglicher gestalten könnte, ohne dass man gleich im Kerker ohne Wiederkehr landete. Kerker ohne Wiederkehr, so nannte man das Stadtgefängnis, denn seit Jahren, war von dort kein Gefangener mehr lebendig zurückgekehrt. Danislav war sehr gründlich was die Zerschlagung seiner Feinde anging und lieber tötete er 10 unschuldige zu viel als einen Schuldigen zu wenig.
Talus sass zusammen mit Alina auf der Bank, während die anderen im Halbkreis um ihn herum standen und leise miteinander tuschelten. Immer wieder drehte sich einer von ihnen unauffällig in Richtung des Palastes ob einer der Schergen Danislavs den Palast in ihre Richtung verliess.
Doch an jenem Tag war es auffällig ruhig um den Palast herum. Keiner verliess oder betrat die Festung des Grauens. Eine Tatsache die alle recht stutzig machte und für unruhige Gemüter sorgte. Denn immer wenn es zu viel Stille um den Palast herum gegeben hatte, entwickelte sich dies zu einer Tragödie für die Bevölkerung von Radek. Wer konnte schon wissen welch dunkle Pläne in jenen Augenblicken wieder im Kellergewölbe des Hauptsitzes von Danislav geschmiedet wurden. Ein jeder wusste von den wahnsinnigen Gedanken die der Herzog hegte und er hatte sich schon oft genug vor der Bevölkerung geäussert, dass er anstrebte die Welt zu beherrschen. Wer ihn kannte, der wusste, dass er dieses wahnsinnige Geschwätz wirklich gedachte wahr werden zu lassen
Mitglied-49018.04.2003, 20:59 Uhr
„ Seid mal still“ rief Talus plötzlich in die Runde und beendete somit eine gerade heftig geführte Diskussion unter den Aufständigen „ ich glaube ich höre Hufgetrappel. Sie dürfen das unter keinen Umständen als eine verbotene Versammlung ansehen“.Blankes entsetzen spiegelte sich in den Gesichtern der beteiligten wieder.Jeder dachte an die Konsequenzen die es haben würde, wenn Danislav von ihren Absichten erfuhr. Manche von ihnen verfielen in nervöses Augenzwinkern andere widerum verloren völlig ihre Gesichtsfarbe und glichen mehr einem Marmorblock als einem lebendigem Wesen. Das Hufgetrappel wurde lauter und endete schliesslich direkt am Treppenaufgang zu Talus Haus. „ Brrrrrrr“ hörte man eine melodische Stimme den Haltebefehl an ein Pferd geben. Der Reiter selbst wurde noch durch die hohe Treppe von Talus Haus verdeckt, aber sie alle würden sicher bald erfahren ob sich der Grund für die allgemeine Panik bestätigte.
Dann folgte das Geräusch eines leichtfüssigen Sprunges. Der Reiter war wohl nun vom Pferd abgestiegen. Talus rann der Schweis in schmalen Rinnsalen über die einzelnen Furchen seiner plötzlich völlig erschlafften Gesichtzüge. Nun war alles aus. Sie würden keine Chance mehr bekommen ihre kleine Versammlung als etwas anderes zu tarnen. Talus sprach noch ein letztes Stossgebet. Als sich ein dunkler Schatten zwischen ihn und die sonne stellte. Talus blickte angsterfüllt auf um dem behenden Reiter ins Gesicht zu blicken. Doch zu seinem erstaunen stand keine Wache des Herzogs vor ihm. Talus wusste nicht einmal ob es sich bei diesem Reiter um einen Menschen handelte, denn er trug eine überlange Kutte, deren Kapuzenteil jegliche Gesichtsmerkmale, mit Ausnahme zweier heller grüner Augen, hinter einer dunklen Schattenwand verschwinden liess . „W....wer seid ihr“ stammelte Talus, kaum fähig seine Gedanken in Worte zu fassen, daher.
Zu seiner Überraschung wurde seine Frage mit einer Gegenfrage beantwortet. Sagt ist euch schlimmes Widerfahren, oder warum schaut ihr so eingeschüchtert? Ich spüre, dass hier bedrückte Stimmung herrscht, liegt das etwa an mir?“ „......N...Nein“ kam die Antwort zögerlich „ oder doch , ja meine ich natürlich ehmmm nein, also ich meine“ „ lasst euch ruhig Zeit“ antwortete die Stimme in einem ungewohnt klingendem samtenen Ton. „ Ihr braucht euch vor mir nicht zu fürchten“ Der Fremde tat nun das womit jeder der beteiligten am wenigsten gerechnet hatte. In einer schnellen fast kaum wahrnehmbaren Handbewegung zog er sich die Kapuze der Kutte von seinem Haupt.Zum Vorschein kam ein überaus glattes Gesicht ohne jegliche Narben und anderer Makel die das Alter normalerweise mit sich brachte. Es war weis wie Marmor und erinnerte von seiner Beschaffenheit an ein edeles Porzellan. Und doch war dieses Gesicht nicht ausdruckslos sondern strahlte eine unglaubliche Güte aus. „ Damit hätte ich wahrlich am wenigsten gerechnet“ lies Talus leise verlauten. „ Ihr seid .......ihr seid ein Elb“. „ Ja das bin ich“ erwiderte sein gegenüber in einem äusserst ruhigen Ton „ und ich bin gekommen um euch allen Hilfe zukommen zu lassen. Doch sagt kennt ihr nicht einen geeigneteren Ort als diesen um das alles zu besprechen? Ich meine, der nächste Reiter könnte vielleicht wirklich einer der Stadtwachen sein.“ Talus nickte und zeigte dann auf sein Haus. „ Gehen wir dort hinein, ich denke dort sind wir einigermassen sicher“
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Mitglied-49018.04.2003, 21:01 Uhr
Mit einer raschen Handbewegung hatte er die Türe zu seinem Haus geöffnet, er fuhr sich mit dem Handrücken über seine Stirn, und verschwichte so die letzten Zeichen seiner Aufregung.
Die Tage, die er nun schon in Radek verbrachte, waren hart gewesen, kein Tag der Ruhe war ihm gegönnt und seine Gesundheit hatte gelitten, manchmal saß er schlaflos im Bett, spürte ein Ziehen und Stechen in seinem Herzen, doch wollte er es nicht hören...
\"Setzt euch, tut mir leid, dass ich euch etwas, nun, dass ich euch nicht mit dem nötigen Respekt begrüsst hatte zuvor. Doch meine Nerven spielen ein gemeines Spiel mit mir...\"
\"Ihr braucht euch nicht zu entschuldigen.... euer Haus also?\", der Elb hatte eine ruhige, sanfte Stimme, die den Raum überflutete als wäre es eine Melodie.
\"Ja, ein Glücksgriff\", lächelnd deutete Talus auf einen Sessel neben dem Tisch, schließlich ließ er sich neben dem Elben nieder, streckte seine Beine aus und wandte sich zum Elben um.
\"Nun oder auch nicht\", erwiderte der Elb, \" wenn man bedenkt, dass ihr unter einem Tyrannen leben müsst\"
\"Natürlich, wenn ihr es so seht, habt ihr Recht, doch Probleme sind hier, um aus ihnen zu lernen und sie zu bewältigen...\"
\"Bewältigen, ich will euch helfen...\", der Elb began seine Rede, seine Ausführungen waren zwar mager, aber er gab ihnen neue Hoffnung, und die Augen von Talus waren von der Leere der vergangenen Tage wieder lebendig, Hoffnung zeigte sich in ihnen, Hoffnung und Tatendrang.
Folgendes teilte ihm der Elb mit....
\"... ihr müsst dem lebenden Baum sein Herz zurück geben, es besteht aus einem Kristall der 7 Unzen wiegt, es ist ein Kristall des Geistes. Danislav hatte es ihm gestohlen, er wird euch helfen...\"
\"...ihr habt von den Gerüchten gehört? Ein Drache hat den Dienst für Danislav verweigert,nun sie haben den Drachen in Richtung des Labyrinthes geschickt, und eingesperrt. Drachen sind neutrale Geschöpfe, doch vielleicht könnt ihr ihn für euch gewinnen...\"
Zwei Versuche, und wenn nur einer gelingen würde, so hätten sie wichtige Verbündete gefunden.
\"Ich danke euch, ich hoffe, unsere Völker werden sich bald einmal vereint sehen\", verabschiedete Talus den Elb, der sich mit einer eleganten Bewegung abwendete, ein weiches Lächeln auf seinem Gesicht zierend.
\"Hoffentlich...\", dann war er verschwunden...
Als Talus wieder vor die Leute trat, schweifte sein Blick über sie, musterte jeden einzelnen, und schien in ihre Herzen schauen zu wollen... sie wären alles was diese Stadt hatte, alles was sie gegen den Herzog aufbringen würden... alles was das Dunkle besiegen sollten, doch sie würden es schaffen... ganz bestimmt.
Es waren 6 Leute, 6 Leute, die so wenig sie sich doch kannten, sofort zu einer Einheit verschmolzen, 6 Leute, die alles riskieren wollten ,um dem Tyrannen ein Ende zu setzen, 6 Leute, die den Mut, die Kraft und das Wissen hatten die Zukunft bereits heute zu verändern...
Es waren
Derrin der Schmied,
Alina Shantay die Schneiderin,
Khadgar van Winter der Krieger,
Philippe Carlonn der Krieger,
Dunayah son Amun der Magus,
und er selbst, Talus Arvalle der alte Mann.
Sie beschlossen sich zuerst um den Drachen zukümmern, bevor die Wachen des Herzogs ihn töten würden. Ein Mädchen gab ihnen noch einen Hinweis, denn sie hatte gesehen, wohin die Wachen mit dem Drachen verschwunden waren, so zogen sie los, zusammen, unaufhaltsam, ihrem Tod oder ihrer Freiheit entgegen, eines von beiden würden sie heute erreichen.
Am Stadttor trafen sie auf einen kleinen Jungen, er war verstört, schwer verschwundet, Talus schrie den Magus förmlich an, ob er nicht etwas tun konnte, und wahrhaftig, auch wenn Talus sonst die Magie verachtete, denn sie konnte zuviel Böses verursachen und soviel Gutes zerstören, der Magus konnte dem Kind helfen.
Er musste einer der Jungen gewesen sein, der dem Drachen gefolgt war, er wusste genau, wo sie hin mussten, doch wollte er nichts sagen, er hatte Angst, Angst zu sterben.
„Egal was dem Jungen widerfahren sein mag, ich wünsche es niemanden, nicht einmal dem Herzog…“, leise murmelte Talus und ließ Alina sowie Philippe den Vortritt, sie sollten den Jungen beruhigen.
Es dauerte… die Zeit verrann, und wollte nicht stehen bleiben, wie feine Sandkörner, die man durch seine Finger gleiten sah, unfähig sie zu stoppen.
„Ich weiß es! Gehen wir!“, schrie Philippe auf und sie machten sich von dannen, zuvor hatte Derrin noch den Kristall des Geistes geholt, um bereit zu sein, falls sie noch Zeit besäßen, sich um den Baum zu kümmern…
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Mitglied-49018.04.2003, 21:01 Uhr
Als Derrin atemlos wieder zu der Gruppe aufschloss, den benötigten Kristall gut im Rucksack verstaut, noch dabei ein aus dem Lager genommenes Kettenhemd zurechtzurücken, dauerte es nicht lang bis Phillipe herausfand wo der Drache wohl gefangengehalten würde, und alle richtung Westen aufbrachen.
Der Weg war recht lang, und die gut trainierten Krieger legten ein forsches Tempo vor, so dass die Dame Alina in ihrem Kleid, und der nicht mehr junge Herr Talus nur mit Mühe folgen konnten.
Schliesslich trafen sie bei dem alten Anwesen ein, von dem Phillipe vermutete, dass es das richtige sei. Alles war still, keiner von ihnen konnte irgendetwas entdecken, also gingen sie durch den Hof bis zum Hauptgebäude hin.
Die dort stehende Wache liess sich nicht überreden sie einzulassen, so dass die Krieger sie niederstrecken mussten. Doch die Türe war verschlossen, und die Wache hatte keinen Schlüssel bei sich gehabt. Auch Derrin's Versuche sie mit einem Dietrich zu öffnen schlugen fehl. Ein wenig ratlos sahen sie sich um, bis schliesslich der Magier mit seinen geschärften Sinnen und guter Kombinationsgabe den Schlüssel in einer Vertiefung zwischen einigen Steinbrocken fand.
Vorsichtig betraten sie das Haus, und gleich hinter der zweiten Tür fanden sie den Drachen, bewacht von mehreren Monstern der Art wie sie der Herzog in seinen Diensten hatte. Bevor er wusste wie ihm geschah, er erhielt wohl einen Hieb auf den Hinterkopf, oder wurde Opfer eines Zaubers, wurde es Derrin schwarz vor Augen, und er sank bewusstlos zu Boden...
Doch der Kampf war noch längst nicht ausgestanden, auch wenn sie soeben den agressiveren der beiden Wächter vernichtet hatten, so war der vermeintlich gefährlichere noch am Leben. Er schien überlegter vorgehen zu wollen als sein Zuvor. Im Gegensatz zum ersten, konzentrierte sich dieser Wächter nicht steif auf nur ein Ziel sondern öffnete alle seine Augen gleichzeitig als plane er die gesamte Gruppe mit einem konzentrierten Schlag zu vernichten. „ Mir ahnt schreckliches“ stiess Khadgar in gehetztem Ton aus. „ Los schnell alle hinter die Wand“
Jeder der Gefährten rannte nun um sein eigenes Leben ohne dabei noch auf den anderen zu achten. In jenen Augenblicken zeigte es sich dass der eigene Überlebenstrieb stärker als jedes Band der Freundschaft war. Sechs Augen färbten sich zu rot glühenden Sonnen, die jeweils 6 gleisende Strahlen abgeben sollten von denen jeder so heiss wie das innere eines Vulkans war. Die Augen zielten 5 bewegliche Ziele an, welche sich gegenseitig dabei behinderten in die sichere Deckung zu gelangen, und ein unbewegliches das inmitten des Eingangs lag. Wie rasende Feuerwalzen, die alles in ihrem flammenden Inferno versenkten und begruben traten die Strahlen aus dem Auge des Angreifers aus. Jegliche Hoffnung schien begraben, es gab keine Möglichkeit des Entkommens mehr.
Doch wie das Schicksal so spielt, gab es einen Faktor, den das Wesen nicht eingeplant hatte. Die rasende Wut und eine neu aufgekeimte Hoffnung auf Freiheit, hatten sämtliche Kräfte im Körper des Drachen mobilisiert und er hatte es tatsächlich geschafft mit seinem s****** die schweren Ketten die ihn fesselten zum bersten zu bringen . Gerade in jenem moment als das Inferno auf die Gruppe zuraste wurde der Wächte von einem mächtigen s******hieb des Drachen zur Seite geworfen so dass die eigentlich gezielten Strahlen in Richtung Himmel die Augen verliessen und in der Decke einschlugen. Die Decke begann zu glühen und erste Gesteinsbrocken lösten sich von ihr, bis eine riesige Steinlawine auf dem Gegner niederging und ihn unter Schutt und Asche begrub. Mit viel Glück und etwas hilfe hatten die Gefährten auch diese Hürde zur Befreiung Radeks überwunden, doch nun kam es darauf an wie der Drache sich entscheiden würde.
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Mitglied-92618.04.2003, 21:12 Uhr
Talus wog den Kopf in den Nacken und versuchte die anmutige Gestalt in seiner vollkommenen Gestalt zu überblicken, mit einem Lächeln auf seinem Gesicht ließ er sein Schwert zurück in die Halterung fahren und trat einen vorsichtigen Schritt nach vorne, genügend Platz zwischen ihm und dem Drachen.
\"Ich werde nicht mehr für Danislav kämpfen, so geht wieder!\", bevor Talus noch etwas sagen konnte, obwohl er nicht gewusst hätte, wie er beginnen sollte, denn wie sprach man mit einem Drachen?, stellte sich der Drache vor ihm und gleißend weißer Dampf drang aus seinen Nüstern hervor.
\"Wir gehören nicht zu den Schergen des Herzogs! Wir sind hier um euch zu befreien, und es gelang uns wie ihr, oder du, sehen kannst.\", unsicher stand Talus vor dem Drachen, sein Körper bebte innerlich vor Anspannung, die Ehrfurcht vor solch Wesen war gewaltig.
\"Habt ihr einen Beweis, dass ihr nicht zum Herzog gehört?\"....
Einen Beweis?
\"Hätten wir unser Leben aufs Spiel gesetzt und wären hier her gekommen?Oder hätten uns die Wachen angegriffen , wenn wir dem Herzog dienen würden?\", aus den hinteren Reihen vernahm Talus bereits eine Stimme, die ihm zu Hilfe eilte und Talus setzte ohne zu zögern fort:
\"Wir wollen den Herzog entgültig von seinem Throne stürzen, doch sind wir noch zu wenige, wir hörten, dass ....du.... den Dienst verweigert hattest beim Herzog und wollen dich bitten sich mit uns zu verbünden um die Plage aus der Stadt zu schaffen\"
Ein Schnauben war zu hören, und Talus hob sachte beide Hände bereits an, um sich gegebenenfals wehren zu können, auch wenn es ihm sinnlos vorkam, sich mit den Händen gegen ein solch Wesen zu wehren.
\"Ich schließe mich euch an...\"
So machten sie sich auf den Weg, der Stadt wieder entgegen, der Drache hoch ober ihnen, in Kreisbahnen schraubte er sich immer höher und höher, seine goldenen Schuppen stachen im Scheine der blutigen Sonne hinab und Talus wusste, der Drache zeigte ihre neue Hoffnung, man würde ihn sogar bis nach Radek sehen, und Danislav würde wissen, dass er einen mächtigen Feind nun hatte.... nun waren sie zu 7t.
Ihre nächste Aufgabe wäre es dem lebenden Baum sein Herz zurückzugeben.
Derrin hatte den Kristall geholt und solch Verbündeten konnten sie nicht einfach beiseite schieben, so beschlossen sie diesen Baum aufzusuchen, auch wenn die Zeit drängte.
Schwärze breitete sich um den Baum aus, Kohle, Asche, die Bäume rund herum waren verdorrt, kein Vogel sang ein Abendlied, kein Insekt krabbelte durch die Wiese, es war der Tod über diesen Fleck Landschaft gekommen.
Talus stand im Hintergrund, wartete gespannt ab, denn solch Ereignis würde er nur einmal im Leben sehen, und wenn sie auch diesen Baum als Verbündeten gewinnen könnten, dann wären sie zu 8t. Fast musste er lachen als er sich ihre Gruppe vorstellte, sie würden wahrlich die seltsamsten Helden werden, die es wohl je in der Geschichte Illusiens und Radeks geben würde.
\"Wer wagt es mich aufzuwecken!\", donnerte es durch die Schwärze.
\"Ein sprechender Baum?\", Talus sah wie Khadgar bei seinen Worten schmunzeln musste, und wahrlich es war zum lachen, auch wenn die Situation gefährlich und ernst war.
\"Wo ist der Herzog! Ich werde ihn töten und seinen Palast in kleine Einzelteile zerstückeln! Dieser Betrüger! Und ihr! Ihr wolltet mir mein Herz stellen!\"
\"Nein, nein wir haben euch euer Herz zurückgegeben, wir brauchen eure Hilfe!\"
Eine hitzige Debatte entflammte, der Baum wollte nicht von seinem Standpunkt herunterweichen, und meinte, dass die 6 sein Herz stehlen wollte und er nur geschlafen habe. Schluss endlich schafften sie es doch ihn zu überzeugen.
Nun waren sie zu 8t.
Talus blieb weiterhin im Hintergrund, auch als seine Leute bereits am Heimweg waren, er betrachtete sie von hinten als sie durch den Wald strichen. Vielleicht so dachte er sich, würde er sie nie wieder sehen...
Doch bald war es geschafft und sie schritten weiter,waren dem Ziele so nahe... sie 6, ein Drache und ein lebender Baum!
Mitglied-92618.04.2003, 21:27 Uhr
Die Gruppe fühlte sich stark wie noch nie zuvor. In jenen Momenten verbreitete sich unter ihnen das alles überwiegende Gefühl es mit der gesamten Welt gleichzeitig aufnehmen zu können. Selbst der sonst so bescheidene Talus und die an für sich in sich so eingekehrte Alina waren nicht mehr gehalten ihre eigenen Fähigkeiten in einem deutlichen Masse zu überschätzen. Sie würden mit dem noch verbliebenen Heer von Danislav in eine offen Schlacht treten, aus der sie als glorreiche Sieger und gefeierte Helden des Landes hervorgehen würden. Auch Khadgar war einer von denen die sich schon auf einer erhöhten Empore in Siegerpose sahen. Den sauber abgetrennten Kopf des Despoten Danislav zu seinen Füssen, die Jubelrufe des Volkes als aufpauschende Droge für das eigene Ego entgegennehmend.
Ja, nichts und niemand würde sie jetzt noch aufhalten können, denn sie hatten 2 mächtige Verbündete, die die Reihen der Verteidiger frühzeitig lichten, und die Überbleibsel im Anschluss zu einer peinlichen Flucht zwingen würden.
Die Gruppe m*** S****** ***ierte in einem mörderischen Tempo, das sie eigentlich nicht über die lange Distanz zum Palast des Tyrannen durchhalten konnte. Doch die Vorstellung Danislav wimmernd vor ihren Füssen um Vergebung für seine Missetaten bitten zu sehen, stimulierte ihre Gedanken und peitschte sie dazu an die kraftraubende Schrittgeschwindigkeit nicht zu drosseln sondern höchstens noch anzuziehen. Der M*** S****** *** verlief im ersten Abschnitt ohne jegliche nennenswerte Zwischenfälle. Erst als sich die Meilenzahl zum Stadtpalast minderte tauchten immer öfter Nester von Herzogstreuen auf die die ihnen auf offener Flug entgegentraten. Doch dem infernalen Odem des Drachen hatten sie nur wenig bis gar nichts zu ihrer Verteidung entgegenzusetzen, so dass die Widerständler letztendlich ohne größere Plessuren davon zu tragen den Palast erreichten. Das einst so prächtige Eingangstor zum Schlosspark schien mehr denn je, zu einem Portal der Vorhölle geworden zu sein. Dutzende der Vieläugigen Wächter Danislavs warteten hinter den verschlossenen Gittertoren, gierig und versessen darauf jeden Angreifer mit einem Strahl flüssiger Lava zu vernichten. Die Mordlust, die in ihren unzähligen Augen geschrieben stand war keinesfalls zu übersehen.
Zum erstenmal seit Antritt ihrer Reise, dämpfte sich die Allgemeine Stimmung der Gruppe merklich als ihr bewusst wurde dass das Bild und die Kräfteverhältnisse die sich in ihren Vorstellungen gebildet hatten nicht ganz der Wahrheit entsprachen. Diese Schlacht würde mit Sicherheit auch Opfer in ihren eigenen Reihen fordern, wenn sie nicht sogar ihrer aller Tot bedeuten würde. Das gigantische Herr von Danislavs Todesbringer übertraf in seiner größe jede menschliche Vorstellungskraft und konnte sogar den größten Optmisten und den best gerüsteten Gegner bei seinem blosen Anblick zur sofortigen Kapitulation überreden. Doch so niedergeschlagen die Gruppe nun auch wirkte, für sie gab es nur noch 2 mögliche Varianten. Kämpfen und siegen oder Kämpfen und mit dem Gedanken an Freiheit und dem Gefühl das einzig richtige Getan zu haben den Tod zu finden. Ein Rückzug und das umwerfen ihrer Pläne wäre für jeden von ihnen eine Schmach gewesen, mit der sie nicht hätten leben können. Dann lieber ein ehrenhafter Tod.
Die Schlacht sollte beginnen, und sie sollte Opfer auf beiden Seiten fordern.
Schwärze breitete sich vor Talus Augen aus als ihm kurz schwindelte und er zusammensackte bei einem Schlag des Monsters, er konnte gerade noch das Schwert in die Höhe ziehen, auf das es den Körper des Vieläugers aufschlitzte und es kraftlos zu Boden sank.
\"Raus hier! Wir sind zu wenige!\", schrie er und begab sich vor die Zäune, die den Garten abgrenzte, zum ersten Mal war er glücklich darüber, dass diese Zäune sehr stabil waren.
\"Herr Talus, Solkor hat einen Geheimgang in das Schloss. Wir können ihn benützen!\", Derrin sprach schnell und keuchend, auch er, ein einfacher Schmied, war sich nicht zu schade und hatte wacker mitgekämpft.
\"Ja, Xylor wird uns Rückhalt geben... gehen wir!\"
Der Drache kämpfte weiterhin verbissen gegen die Monster, mit jedem Schnauben und jeder Feuersäule, die aus seinem Rachen schoss gingen weitere Monster zu Boden, doch waren es zu wenige. Der lebende Baum war beim Gemetzel niedergemacht worden, er hatte alle Angreifer des Herzoges abgeblockt gehabt und dafür bezahlt... doch die Zeit des Trauens würde erst nach dem entgültigen Sieg oder der entgültigen Niederlage ihren Platz finden.
Die Mauerwand bog sich mit einem lauten Schürfen am Boden auf und die Gruppe m*** S****** ***ierte hindurch, vorsichtig, Schritt für Schritt, lauschten der Gefahr und spähten durch einen kleinen Spalt der Türe, die sie in den Palast führen sollte. Der Raum war von Monstern übersäet gewesen, doch sie hatten nun keine andere Wahl als einen weiteren Sturmlauf gegen die Monster anzugehen, sie waren nun schon so weit gekommen, jetzt sollten sie auch noch diese wenigen Meter, die sie noch vom Herzog trennten bewältigen. Schritt für Schritt würden sie sich näher heranwagen, und niemand konnte sie daran hindern.
\"Lauft!\"
Klirren, Schaben, Schreie, Blut, leblose Körper.... der Kampf tobte, ohne noch zu Wissen weshalb er hier kämpfte schlug Talus auf die Monster ein, er kämpfte um sein Leben, und ihm war egal wen er vor die Klinge bekam, jeder der es wagte sich gegen die Gruppe zu stellen würde niedergemacht.
Sein Schwert färbte sich blutrot, eine Farbe, die ewig auf den Schwerten haften sollte, die sie verfolgen sollte bis sie selbst durch ein blutrotes Schwert starben.
Schweiß rann ihm glitzernd über die Stirn, brennte in seinen Augen und zog sich bis über die Wangen hinab.
\"Wir haben es geschafft! Wir müssen uns sammeln\"
Bald wären sie am Ziel ihrer Reise ... bald...
Mitglied-92618.04.2003, 21:33 Uhr
Die riesigen und ebenso grausamen Augen, die finsteren Diener des Grafen waren wahrlich überall und durch die tore schienen noch mehr zu kommen. Wärend Xylor mit alles Kräften gegen diese Meute ankämpfte, schlugen wir uns den Ausgang von dem Geheimgang frei. Und dann hinaus.
Über die Treppe hinauf in den ersten großen Saal des Palastes. Die schweren Stiefen der Krieger schlugen dumpf auf das Marmor und das Metall der Rüstungen schepperte als wir der nächsten Treppe entgegenliefen.
´
Doch...leer? Alles leer. Keine Wachen, keine Menschenseele. Waren alle tot? Das Blut hämmerte in unseren Schädeln und so verschwendeten wir keinen Gedanken an den Verbleib der Wachen außer dem einen - zumindest ein Lichtblick auf dem finsteren Weg zur Freiheit. Und schon erreichten wir auch die nächste Treppe. Der Atem rasselte und keuchend hasteten wir nach ein ander über die weißen Stufen.
Doch auch in diesem Stockwerk war niemand zu sehen. Stille. Totenstille. Außer gurgeln und zischen der Augen und dem Brüllen und Schnauben des Drachen von draußen von dem Kampf. Ein kurzer Blick in alle Richtungen und weiter die letzte Treppe hinauf. Ein langer Gang, unterteilt in zwei Zimmer an dessen Ende sich eine metallene Türe befand.
Dahinter muss er sein. Das Ziel. Von dieser Vorstellung getrieben trugen uns unsere Füße mit großen Schritten den Korridor hinunter.
\"Dahinter muss er sein!\" Keuchend standen wir uns gegenüber. Bleich von den Anstrengungen. Blut und Schweiss hatten ihre Spuren an jedem von uns hinterlassen. Von drinnen waren Schritte zu hören. Hastige, knappe Schritte. Ob er uns erwartete?
Sie waren so dicht vor ihrem Ziel. Nur noch diese Metalltür trennte sie vor der Beendigung dieser Tyrannei. Eine Tür und ein menschliches Wesen dem man nur das Leben aus dem Leibe prügeln musste. Und doch schien das so unsagbar viel zu sein.
Einige der Gruppe, versanken von einem vorher dagewesenen Halbbewusstsein in einen fast tranceartigen Zustand, aus dem heraus sie jede äussere Verbindung zur Realität unterbrachen. Gedanken, rasten in Form Milliarden kleinster Impulse durch ihre Nervenbahnen und liessen den Körper sichtbare Reaktionen ausführen, die verdeutlichten wie angespannt die Lage doch war. Kalter Schweis trat aus ihren Poren, Pupillen weiteten sich zu schwarzen perlegroßen Gebilden die Ausdruckslos ins Nichts hinein starrten.
Talus wankte in seinen Gefühlen. Hatten sie wirklich das Recht ein Menschenleben zu beenden nur weil sie der Meinung war, dass dieser Mensch nicht richtig gehandelt hatte? Hatten sie überhaupt das Recht als Geschöpfe eines höheren Wesens Gesetze zu erschaffen und über andere Wesen zu richten. Und begaben sie sich mit diesem gefassten Entschluss nicht genau auf die selbe Schiene des Tyrannen. Talus zweifelte plötzlich an ihrem Vorhaben. Und doch ! Nein, Danislav war kein Mensch, den Anspruch auf diesen Status hatte er durch seine grausamen Taten verwirkt. Wie auch die anderen in der Gruppe war sein Wille nun wieder gefestigt und es war jetzt höchste Zeit zum Handeln. Der Despot hatte sie schon vernommen denn aus dem inneren der Kammer war ein lautes Gebrülle nach der Wache zu vernehmen. „ Los Gefährten , lasst uns dem endlich ein Ende bereiten“ brüllte Khadgar völlig entnervt jene an, die noch nicht richtig zu wissen schienen wie sie nun handeln sollten. „ Wir sind 6 er ist alleine, diese Gelegenheit bekommen wir nie wieder. Lasst uns den Tyrann nun endlich aus der Welt schaffen.“ Die Worte Khadagars verfehlten nicht ihre Wirkung. Mit einer Entschlossenheit wie sie keiner von ihnen je zuvor in seinem Leben an den Tag gelegt hatte stürmten sie gemeinsam die Tür und drangen als eine einige Macht in den Schlafsaal von Danislav ein. Dort stand er, der Mann der durch seine wahnsinnigen Befehle so viele Menschenleben auf dem Gewissen hatte. Dort stand das Monster, das keinerlei Gewissen und Skrupel zu kennen schien. Und doch wirkte der Mann den sie sahen wie ein ganz normaler Mensch. Er hatte nicht blutunterlaufenen Augen oder den riesigen Mund mit spitzen Eckzähnen, keine Klauen die mit messerscharfen Krallen versehen waren, er war keine Figur aus einem Alptraum sondern ein ganz gewöhnlicher Mensch, der auf den ersten Anblick vielleicht nicht einmal unsympathisch auf sie gewirkt hätte. Und doch war er das Monstrum dass sie und ihre Kinder durch seine Grausamkeiten an die Stelle gebracht hatte wo sie nun standen. „ Keine Gnade brüllte Khadgar, schneidet ihm die Kehle durch, er versucht nur Zeit zu schinden bis die Wache kommt“ Die bisher ruhig geblieben Pupillen Danislav blitzen nun gefährlich auf. „ Ihr Narren, glaubt ihr wirklich euer zahlenmässiger Vorteil würde mein Ende besiegeln? „ Danislavs Blick glitt heimtückisch runter zu seiner Gürtelschnalle, in der ein reich verzierter Dolch steckte in dessen Griff ein nachtschwarzer Stein in form eines Auges sass. „ Ihr werdet euch wundern wie schnell und präzise meine Bewegungen sind und bevor ihr einmal geschrieen habt werdet ihr in eurem eigenen Blut ersticken.“
Talus war der einzige der den heimtückischen Blick zu dem Dolch bemerkte. So plötzlich wie ein Platzregen packte ihn der eisige Schauer, und öffnete ihm die Augen für den tatsächlichen Stand der Dinge. Wie hatte er nur die Warnung des Elben vergessen können, und warum hatte er die anderen nicht frühzeitig gewarnt. Ein jeder von ihnen war nun im Irrglauben Danislav würde nichts gegen sie ausrichten können, weil er alleine war. Doch wie hatte der Elb gesagt. Das Thoralauge verleiht einem Körper die Instinkte eines reisenden Wolfes. Sie alle waren in höchster Gefahr und das schlimme war , keiner ausser ihm erkannte das...
Talus schloss die Augen, wollte weg von diesem Ort, wollte weg von dieser Zeit, sie waren am Ziel und doch war es ihm als wären sie erst ein paar Schritt weit gegangen. Die wirkliche Schlacht würde erst kommen, dass erkannte er in den Augen des Herzogs, sie waren klar und doch so voller Hass und Begierde, dass man glauben könnte, er kannte nie etwas Anderes als solch Gefühle.
Die Melodie des Elben hallte durch seinen Kopf, ließ das Blut in seinem Körper gefrieren und seinen starren Blick auf den Dolch fallen. Das war also der Dolch, der es schaffte, solch Tyrann aus dem Herzog zu machen.
So... können sie jemanden bestrafen, der in einem Bann gefangen wurde? Der nicht wusste was er tat, der vielleicht ein gütiger Mensch gewesen war?
Durften sie solch Urteil fällen?
Nein, dass durften sie nicht...
\"Gebt auf, ihr habt keinerlei Möglichkeit zu entfliehen! Wir werden euch euer Leben schenken, legt nur den Dolch weg.\"
Ein Lachen ertönte, dass Talus in Mark und Bein ging und ihn erschaudern ließ. \"Das glaubt ihr doch selber nicht, ich werde euch aufschlitzen!\"
\"So seht doch ....\", Talus stoppte in seiner Bewegung, in seinem Sprechen, wieder hallte die Stimme des Elben in seinem Kopf, und bei diesem Gedanken wurde ihm schwindlig.
\"Mag kann sich der Aura des Dolches nicht befreien, man wird immer nur ihn suchen und für ihn sein Leben verweilen...\"
Talus verspürte einen Schmerz an seiner Schwerthand, Danislav war ohne Vorwarnung auf die Gruppe los und schlug mit seinem Schwert aus.
Mit einem keuchenden Laut zog Talus die Hand zurück, warf das Schwert in seine Linke, und sah aus den Augenwinkeln bereits, dass die Anderen sich um den Herzog kümmerten, sie hatten ihm das Leben gerettet, weil er unvorsichtig war...
Talus stimmte in ihrem Kampf mit ein, sie stochen,sie schlugen, von hinten, von vorne, von der Seite, Blut spritze, Funken sprühten als Schwert auf Schwert traf, Gesichter verzerrten sich vor Schmerzen...
Sie taten das alles für die Freiheit... sie töteten für ihr eigenes Leben...
Mitglied-92618.04.2003, 21:37 Uhr
\"JA! ER IST TOT! JA!\", Philippe stimmte Freudensschreie an, und die anderen schloßen sich ihm an, auch wenn noch niemand richtig bemerkte, welch Tat sie wahrlich vollbracht hatten... Talus hockte sich neben Alina, die abseits von ihnen saß und das Kampfgeschene überblickt hatte, die Hände über ihre Augen gelegt. \"Es ist vorbei, meine Kleine\", Talus Stimme mag nicht voller Freude schwingen, eher neutral, und müde, ausgelaugt.
\"Ja, dass ist es...\"
Keiner bemerkte, dass sich der Schatten weiterpflanzte, dass er nie sterben wird, denn er findet immer wieder ein neues Opfer... sie können ihn nicht besiegen... auch nicht wenn sie Leben zerstören, oder gerade deswegen nicht...
So liegt er nun da. Der leblose Körper. In seinem eigenen Blut. Und plötzlich fiel Dunayahs Blick auf den Gürtel. Da hang er der Dolch. Er war so zierlich gearbeitet und von einer seltenen Schönheit. Der Stein, schwarz wie die Nacht doch auch ebenso prachtvoll. Das etwas so kleines, eine solche Macht haben kann. Das ist doch faszinierend. Wahrhaftig faszinierend.
Seine Gedanken gleiteten in die Vergangenheit zu seiner Kindheit und er erinnerte sich seiner beiden Träume die er so oft auf der Düne geträumt. Alleine. Mit gläsernem ausdruckslosen Blicke starrt er auf den Dolch und ohne das er es merkte machte er zaghaft einen Schritt darauf zu. Und nocheinen. Wie durch eine fremde Macht geführt streckte er seine Hand danach aus und...
Ob die anderen etwas merken würden? Nein, die Schatzkammern waren voll und einer der Krieger war gerade damit beschäftige dem Herzog seine Metallenen Handschuhe abzustreifen. Auch sie waren wahrlich meisterliche Stücke.
Er ist leicht und ein Blick in das schwarze Auge läßt Dunayah das Gefühl haben für einen Moment zu versinken und von dieser Welt zu verschwinden - eins zu werden mit dem Dolch. Und immer tiefer versank er in der fesselnden Schwärze des Thoralauges bis er mit einem Schlage wieder ins Diesseits zurückgeschleudert wurde. \"Wo ist er? Wer hat den Dolch?\" Mit einer geschwinden Handbewegung lies ihn Dunayah unter seiner Robe verschwinden. Er gehört mir. Er ist mein. Ich habe ihn gefunden.
Und plötzlich verlohr er scheinbar für einen Augenblick sein Bewußtsein. Hatte er denn schon die Macht über seinen Geist verloren? Ein kurzes Aufflackern seines Bewußtseins und haltsuchend taumelte er durch den Raum. Was war bloß mit ihm geschenen? Mit geweiteten Augen blickte er in die Gesichter der anderen. Vor Schreck konnte er keine klaren Worte sprechen - so gelähmt schien er. Und dann fiel er weider zurück. Als ob er für Momente... waren es Momente? oder waren es Minuten? Er konnte es nicht sagen. Umso mehr sich sein Geist auch gegen diese fremde Macht wehrte umso mehr wollte er diese Macht selber besitzen. Den Dolch besitzen und sich seine Macht zu Nutze machen. Doch was geschah wirklich mit ihm?
\"Wieso seht ihr mich denn so an? Ich habe mich schon gefasst? Mir war kurz schwarz vor den Augen aber jetzt ist wieder alles beim Besten.\" Er wischte sich hastig den Schweiss von der Stirne \"Wir müssen rasch ein neues Oberhaupt finden! Vielleicht ein Rat.\" Nach diesen Worten kehrte Schweigen ein. Sein Blick tastete jedes der erschöpften Gesichter ab als wollte er in die Tiefe ihrer Seele blicken. \"Ein Rat aus uns. Wir die den Herzog gestürzt haben bilden den Rat um Radeck zu regieren. Immer einer nach dem anderen. Rotierend. Ich würde die erste Regierung übernehmen. Dann könnt ihr euch um euer eigenes Leben kümmern und dies in Ordnung bringen.\" Nach diesen Worten glitt seine Hand unbewußt an die Stelle an der der Dolch unter seiner Robe versteckt lag. \"Ja ich denke ich wäre geeignet für das erste Amt. Vertraut mir! Das tut ihr doch nicht wahr?\"
Plötzlich - von einem Augenblick auf den anderen - veränderte sich sein Gesichtsausdruck und er stolperte nach hinten. \"N...Nicht. Hört nicht auf die Worte die...d..die ich sp.pp...reche! Das bin nichhhccchht ich...das ich Dolch...der Dolch er. Das ist der...er hat nicht ich...\" Das waren die einzigen Worte die er stammeln konnte bevor er abermals zusehen musste wie er als Instrument des Thoral missbraucht wurde. Aber Regent von Radeck zu sein? Diese Idee ist gar nicht schlecht. Das wäre ein Anfang. Ja ein Anfang. Und mit der Macht des Dolches....
Sein Herz schlug schneller und das Blut pochte in seinen Adern. Ihm wurde heiß und kalt zugleich bei dieser Vorstellung. Mit der Zeit würde seine Kraft wachsen und mit dem Dolch wird er unbesiegbar sein - so dachte er. Ein Gedanke der ihm nicht missfiel!
Es war ein Teufelskreis und ob sie ihn je verlassen könnten, war abzuwarten... doch eines wussten sie, sie dürften es nie wieder so weit kommen lassen, Begierde dürfte nie wieder die Überhand erhalten...