Rassenfrage
Mitglied-76927.10.2003, 12:30 Uhr
Grundsätzlich findet man auf vielen Shards folgende Rassen: Menschen, Elfen, Zwerge. Diese beruhen meist auf Tolkin-Bücher oder anderen Fantasygenres wie DSA (Das schwarze Auge). Natürlich kann man noch viel mehr Rassen erfinden und Sie in ein entsprechendes RP Verhalten einordnen.
1.) Wieviel Rassen sollte ich einführen?
Gerade am Anfang werden wenig Spieler auf eurem Shard sein. Deswegen ist zu empfehlen, nur sehr wenig Rassen zuzulassen. Zwar wächst die Vielfalt mit jeder neuen Rassen, doch dadurch werden die Spieler voneinander getrennt.
Nehmen wir 2 extreme Beispiele an:
a.) Ein Shard besitzt 10 verschiedene Rassen, die sich auf durchschnittlich 20 Spieler verteilen. Das bedeutet pro Rasse 2 Spieler. Jeder kann sich nun denken, dass die Spieler sich dann ziemlich allein fühlen werden und jede Rasse um neue Spieler buhlt. Fallen Beispielsweise 1-2 Spieler einer Rasse aus RL-Gründen aus, so ist die Rasse ausgestorben. Besonders bei konkurrierenden Rassen wie Beispielweise \"gute Elben\", \"böse Elben\" kann dies schnell zu langeweile bei den anderen Partei führen. Da alle Rassen überwacht werden müssen, ist der Aufwand bei der Staffkontrolle höher.
b.) Ein Shard besitzt 4 verschiedene Rassen, die sich auf durchschnittlich 20 Spieler verteilen. Das bedeutet pro Rasse 5 Spieler. Jetzt wird es natürlich wesentlich interessanter. Durch die Hohe Anzahl der Mitglieder pro Rasse, bildet sich eine eingeständige Organisation unter den Spielern. Aufgaben werden geteilt und eine gewisse Struktur bildet sich. Sollten 1-2 Spieler mal ausfallen, gibt es immer noch 3-4 die die Rasse vertreten. Somit gibt es viel mehr Standbeine innerhalb der Rasse. Zudem fühlt sich auch niemand \"allein\". Die konkurrierenden Rassen bleiben halbwegs im Gleichgewicht. Das Gemeinschaftsgefühl der gesamten Community wird gestärkt. Auch der Staffaufwand ist geringer, da man weniger Rassen kontrollieren muss.
Grundsätzlich ist es ratsam, flexibel mit der Anzahl der Spieler Rassen zuzulassen oder zu sperren. Ihr könnt es wie eine Art Waage sehen. Links Rassenanzahl (Schwere Steine) Rechtes Spieleranzahl (leichte Steine) ... mal ein Bildliches Beispiel :rolleyes: .
2.) Welche Rassen sollte ich einführen?
Als erstes sollte man natürlich die Menschen einführen, da sich jeder Spieler mit dieser Rasse identifizieren kann. Allgemein wird diese Rasse immer dominant sein, da ihre spielweise menschlich ist und das sind wir ja nun alle mal.
Bei zusätzlichen Rassen sind dem Erschaffer keine Grenzen gesetzt. Doch sollte man daran denken, dass Ultima Online dem Spiel nicht alle Möglichkeiten bieten kann. So sind humanoide Wesen die Beste Lösung, da die Engine sie durch Paperdoll (Waffen, Kleidung, Animationen) am besten unterstützt.
Bei der Wahl/Erschaffung einer Rasse solltet ihr folgende Dinge berücksichtigen:
a.) Wie einfach lässt sich die Rasse spielen?
Ob Enginge oder RP: Macht ihr es dem Spieler schwer, werden diese Rasse nur wenige spielen.
b.) Inwiefern unterstütze ich diese Rasse?
Bekommt die Rasse eigene Städte? Spezielle Waffen (Engine-Vorteile) und einen extra Staff-Support?
c.) Welche Neigungen wird diese Rasse haben?
Um ein Gleichgewicht auf eurem Shard zu erhalten, solltet ihr bös und gut orientierte Rassen in Einklang bringen.
Wie so oft deute ich hier auf die Waage: Ihr habt zum Beispiel 2 konkurrierende Rassen: gute und böse Elben. Im ersten Blick eigentlich im Gleichgewicht doch darüberhinaus solltet ihr darauf achten, dass sie vom RP her gleich einfach/schwer spielbar sind und die Engine beiden Rassen entsprechende Vorteile/Nachteile bietet. Erst dann wird die Waage ihr Gleichgewicht finden.
Umso mehr eine Spielweise vom Verhalten des Menschen abweicht, umso schwieriger wird sie zu spielen sein.
3.) Welche Eigenheiten verlange ich von der Rasse?
Eine eigene Sprache kostet dem Spieler viel Zeit, sie zu lernen und schreckt ab. Verpasst ihr einer Rasse die Eigenschaft \"Lebt zurückgezogen\" verlangt ihr vom Spieler, dass er sich von der Community zurückzieht und zum Eigenbrödler degradiert wird.
\"Dieses Volk ist sehr neugierig und gastfreundlich\". Dadurch ist der Kontakt zu andern Rassen schon vorprogrammiert.
Wie ihr seht, könnt ihr am Verhalten der Rassen und damit am Verhalten der Spieler sehr viel lenken. Deshalb seid immer sehr vorsichtig, welche Eigentschaften ihr den Rassen zur Verfügung stellt.
Mitglied-56828.10.2003, 08:39 Uhr
Bei Charakterrassen kann ich nur jedem raten, sich auf möglichst wenige Rassen zu beschränken. Viele Rassen sehen zwar meist nach einer interessanten Welt aus, sorgen aber zu dem von Alandriel beschriebenen Mechanismus der Vereinsamung, der letztlich dazu führt, daß diese Rassen aussterben, denn die Spieler wollen ja miteinander interagieren, sonst würden sie nicht UO spielen.
Weiterhin kann ich auch unterstreichen, daß man Monsterrassen vermeiden sollte. Meist sind diese sehr einseitig und besitzen wenig Entwicklungsmöglichkeiten, so daß sie auch aus diesem Grunde wenig Interesse hervorrufen, daß über eine anfängliches Euphorie wie "cool, hier kann ich einen Drachen spielen" hinaus geht. Zu bedenken ist auch, daß der PO immer ein Menschen ist. Insofern schlägt das Experiment sehr exotische Rassen wie z. B. Pflanzenwesen einzubauen fast immer fehl. Sie werden im RP meist nur wie Menschen mit einem andeen Xbody dargestellt, was eigentlich die Intention der Erfinder sein dürfte.
Man sollte sich auf bekannte Charakterrassen wie Elfen, Menschen und Zwerge begrenzen und diese höchsten noch variieren, wie es z. B. bei DSA der Fall ist. Die meisten der bei DSA 3 spielbaren Rassen sind unterschiedliche Menschenvölker, die durch ihre detailliert ausgearbeiteten Hintergründe so interessant sind, daß sie gerne gespielt werden. Es besteht also nicht unbedingt die Notwendigkeit, einen Shard mit lauter exoptischen Wesen zu bevölkern, sofern man wie oben ausgeführt den menschenlichen Völkern entsprechende Hintergründe gibt, wie es beispielsweise bei Midgard gut gelungen ist.
Auch würde ich im Grunde vermeiden Rassen zu integrieren, denen schon allein von ihrer Rassenbeschreibung her eine böse Gesinnung auferlegt wird. Dadurch schafft man ebenfalls isolierte Rassengruppen, die wiederrum eine bestimmte Spielerart anziehen, wie man es auf vielen Shards anhand der dort vorkommenden PK-Dunkelelfen sieht.
Zusammenfassung: Wenige, eher humanoide Rassen, die untereinander nicht von Anfang an in unversönlicher Feindschaft gegenüberstehen, um Interaktionsmöglichkeiten breiten Raum zu lassen, sind in meinen Augen das Optimum für die Gestaltung eines Freeshards.
Mitglied-76928.10.2003, 10:13 Uhr
Ja, sehe ich insgesamt auch so. Am Besten legen wir am Ende (Wenn das Projekt in ein Dokument verfasst wird) diese beiden Texte zusammen. Damit müssten wir zu Rassenfrage eigentlich alles geklärt haben... Falls jemanden noch Ergänzungen oder Anregungen einfallen, einfach drunterposten :)
Mitglied-46728.10.2003, 14:16 Uhr
Ich sags mal so, wenn man ein Konzeptteam und gute Rassebetreuer hat, die wissen was sie tun (müssen), dann gehn auch exotische Rassen ;)
Aber beides ist extrem schwer zu finden :)
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Ich bin dein Vater , Luke!
Mitglied-56828.10.2003, 15:03 Uhr
Was hilft dir ein entsprechend versierter Staffler, wenn die Spieler gar nicht in der Lage sind, so eine Rasse darzustellen? Extrem fremdartige Rassen schafft kaum jemand zu spielen, wie ich oft schon als Staffler miterleben mußte. Selbst bei Elfen und Zwergen haben schon viele Spieler ihre Probleme, so daß man sich am besten auf solche Rassen beschränken sollte, da es wirklich niemanden bisher gelungen ist, den durchschnittlichen UO-Spieler so zu verändern, wie man ihn als Staffler vielleicht gerne hätte. Man muß also mit diesen Unzulänglichkeiten leben und das beste daraus machen.
Mitglied-46703.11.2003, 13:54 Uhr
Dann muss das Konzeptteam eine spielbare Rasse erstellen ;)
Das ist zwar extrem schwer, aber imo machbar ;)
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Ich bin dein Vater , Luke!
Mitglied-76926.10.2006, 16:21 Uhr
Eine etwas überarbeitete Version:
1.) Wieviel Rassen sollte ich einführen?
Gerade am Anfang eines Shards tummeln sich relativ wenige Spieler auf der Welt. Deswegen ist es empfehlenswert, nur sehr wenige Rassen zuzulassen. Zwar wächst die Vielfalt mit jeder neuen Rasse, doch dadurch werden die Spieler voneinander getrennt. Es ist daher wichtig, ein geeignetes Mittelmaß zwischen Rassenzahl und Spielerzahl zu wählen. Dazu folgende Beispiele:
a.) Ein Shard besitzt 10 verschiedene Rassen, die sich auf durchschnittlich 20 Spieler verteilen. Das bedeutet das pro Rasse durchschnittlich 2 Spieler vorhanden sind, wobei es sicherlich noch Lieblingsrassen gibt und dadurch manche Rassen dauerhaft unterbesetzt sind. Fallen beispielsweise ein bis zwei Spieler einer Rasse aus RL-Gründen aus, so ist die Rasse vorerst ausgestorben. Besonders bei konkurrierenden Rassen wie Beispielweise \"gute Elben\", \"böse Elben\" kann dies schnell zu Langeweile bei den anderen Partei führen und die andere Rasse ebenfalls ins abseits ziehen. Dazu kommt der hohe Supportgrad, bedingt durch Überwachung, Quests oder Zulassungstests.
b.) Ein Shard besitzt 4 verschiedene Rassen, die sich auf durchschnittlich 20 Spieler verteilen. Das bedeutet pro Rasse 5 Spieler. Durch die Hohe Anzahl der Mitglieder pro Rasse, bildet sich eine eingeständige Organisation unter den Spielern. Aufgaben werden geteilt und eine gewisse Struktur bildet sich. Sollten 1-2 Spieler mal ausfallen, gibt es immer noch 3-4 die die Rasse vertreten. Somit gibt es viel mehr Standbeine innerhalb der Rasse. Zudem fühlt sich auch niemand \"allein\". Die konkurrierenden Rassen bleiben halbwegs im Gleichgewicht. Das Gemeinschaftsgefühl der gesamten Community wird gestärkt. Auch der Staffaufwand ist geringer, da man weniger Rassen kontrollieren muss.
2.) Welche Rassen sollte ich einführen?
Als erstes sollte man natürlich die Menschen einführen, da sich jeder Spieler mit dieser Rasse identifizieren kann. Allgemein konnte beobachtet werden, dass die menschliche Rasse am häufigsten gewählt wurde. Das liegt vor allem an die leichte Zugänglichkeit sowie der geringen Einschränkungen, die mit dem spielen der Rasse verbunden sind.
Bei zusätzlichen Rassen sind dem Erschaffer fast keine Grenzen gesetzt. Man sollte immer bedenken, dass Ultima Online ein Spiel mit begrenzten Möglichkeiten ist. So sind nur humanoide Wesen (Menschen, Elfen, Orks, etc.) uneingeschränkt durch die Engine darstellbar.
Bei der Wahl/Erschaffung einer Rasse sollte man folgende Dinge berücksichtigen:
a.) Wie einfach lässt sich die Rasse spielen?
Ob Engine oder RP: Macht man es dem Spieler schwer, werden diese Rasse nur wenige spielen. Man kann also festhalten: Umso mehr eine Spielweise vom Verhalten des Menschen abweicht, umso schwieriger wird diese zu spielen sein.
b.) Inwiefern unterstütze ich diese Rasse?
Bekommt die Rasse eigene Städte? Spezielle Waffen (Engine-Vorteile) und einen extra Staff-Support?
c.) Welche Neigungen wird diese Rasse haben?
Um ein Gleichgewicht auf eurem Shard zu erhalten, solltet ihr „böse“ und „gute“ Rassen in Einklang bringen.
d.) Sind die Rassen in Einklang?
Hat man beispielsweise zwei konkurrierende Rassen (gute/böse Elfen), so müssen diese von der Engine her (Waffen, Städte, Möglichkeiten) gleich stark/schwach sein. Auch der Schwierigkeitsgrad des RPs spielt eine Rolle. Sollten die „guten“ beispielsweise relativ einfach zu spielen sein, so kann man auf Dauer einen Überhang an „guten“ Chars erwarten, wogegen der Gegenpol eher schwach vertreten sein wird. Diese Unbalance kann dazu führen, dass die Lebendigkeit des Shards durch fehlende Konfrontation abnimmt.
3.) Welche Eigenheiten verlange ich von einer Rasse?
Eine eigens entwickelte Rassensprache kostet dem Spieler viel Zeit, der Lernaufwand schreckt ab. Andererseits soll er ja Atmosphäre vermitteln.
Verpasst man einer Rasse die Eigenschaft \"lebt zurückgezogen\" verlangt man vom Spieler, dass er sich von der Community zurückzieht und zum Eigenbrödler degradiert wird. \"Dieses Volk ist sehr neugierig und gastfreundlich\". Dadurch ist der Kontakt zu andern Rassen schon vorprogrammiert.
Diese einfachen Beispiele machen deutlich, welche Einflussmöglichkeiten man auf die Community, bzw. das Zusammenspiel hat. [...]
Mitglied-56826.10.2006, 17:06 Uhr
Ich glaube ich habe es bei UOWorld schon innerhalb von diversen Threads erwähnt, aber ich bin mittlerweile der Meinung, daß sich Rassen mit einer extremen Gesinnung nicht für UO eignen, da sie dem Sinn des Spiels nämlich einem gedeihlichen Miteinander zu widerlaufen und teilweise zu sehr eingeschränkt sind, was die Charakterentwicklung angeht. Der DSA-Waldelf, welcher nie den eigenen Wald verläßt und rassenkonform gespielt, nie mit anderen Rassen interagiert, ist genauso wenig geeignet wie der AD&D Dunkelelf, der alles und jeden - verkürzt gesagt - entweder niedermachen oder versklaven will. Natürlich vertrete ich kein "Blümchen-RP" aber es muß möglich sein, daß die Mitglieder aller angebotenen Charakterrassen miteinander interagieren können ohne sich nur aufgrund der Rassenwahl schon mit der blanken Klinge in der Hand gegenüber zu stehen. Aus solchen extremen Polarisierungen entsteht meiner Meinung nach auch OOC eine Grüppchenbildung, die für einen Shard in der Regel nicht von Vorteil ist.
Mitglied-76926.10.2006, 19:24 Uhr
Der Meinung bin ich auch... Kannst du das in den Text integrieren oder gegebenfalls einen eigenen Punkt erstellen? Wenn du etwas umschreibst (also änderst), ist das nicht schlimm... schließlich arbeiten wir gemeinsam daran und wenn einer irgendwo/wie abweicht, kann man das immer noch besprechen :)
Mitglied-185026.10.2006, 20:43 Uhr
Hmm, ich melde mich hier mal zu Wort. Rassen mit extremer Gesinnung sind prinzipiell nicht so schlimm, man muss ihnen nur die Möglichkeit geben, sich mit einer Anderen Rasse zusammenzuschliessen. Wenn diese Möglichkeit besteht, dann wird die Rasse nicht an Unterbevölkerung leiden ( Sicher ist jedoch gar nix...)
Mitglied-189426.10.2006, 21:53 Uhr
Das kommt drauf an... Du schaffst damit natürlich ein Konfliktpotential ... Wichtig ist dabei, wie extrem du sie in ihren Methoden vorstellst.. perfide Intrigen sind spielbar.. .chaotische Gewalt nicht... Ist einfach so... Sinnloses Töten ist nichts, was etwas auf nem RP-Shard zu suchen hat.