Das Märchen vom schlechten Gastgeber
Mitglied-68007.11.2004, 13:59 Uhr
Die Ähnlichkeit zwischen dem Verhalten mancher Spieler und dem gestresstem Staff eines Ultima Online Freeshard sind durchaus gewollt.
Es war einmal ein junger Mann, nennen wir ihn der Einfachheit halber Gottlieb. Gottlieb und seine Freunde luden sich eines Tages auf eine Feier in der Nachbarschaft ein. Das Haus der Gastgeber war gross und einladend, der Tisch reich gedeckt, die Eigentümer offen und freundlich, und es war allgemein bekannt, dass sie sich über Besuch freuten. Auch Gottlieb wurde mit offenen Armen aufgenommen, machte er doch einen intelligenten, anständigen und verantwortungsbewußten Eindruck.
Um so mehr überraschte es die Gastgeber, als Gottlieb nach einiger Zeit sich auf das beste Ledersofa lümmelte und verlangte, man möge nun gefälligst dafür sorgen, daß er den besten Wein und ein 5-Sterne-Menü erhielte, denn das sei ja das mindeste und er würde sich nicht eher von dem Ledersofa erheben, bis man seinen Wünschen nachgekommen sei. Die Chips und die Cola sollten die Gastgeber seiner Meinung nach selbst essen oder wegwerfen, ihm sei dies nicht genug.
Einer der Gastgeber sprach ihn darauf höflich an, er möge doch die Füsse vom Tisch nehmen und seine Ansprüche ein wenig zurückschrauben, doch unser Gottlieb war der Meinung, dass er im Recht sei und die Gastgeber ihm die Erfüllung seiner Wünsche schuldig. Da man seinen Wünschen jedoch nicht nachkam, stellte er die Musikanlage aus und rief in die entstandene Stille: \"Hey, Leute, das Essen hier könnte besser sein, findet ihr nicht?\" Ein Stirnrunzeln und Gemurmel hub unter den Gästen an und so manch einer, der leicht zu beeinflussen oder über wenig Lebenserfahrung verfügte oder aus anderen Gründen nicht völlig zufrieden war, dachte bei sich: \"Bisher habe ich mich hier zwar recht wohl gefühlt und es hat mir an nichts gemangelt, aber vielleicht hat dieser Gottlieb ja wirklich Recht und unsere Gastgeber enthalten uns absichtlich etwas vor.\"
Erneut versuchte einer der Gastgeber in ruhigem, gleichwohl bestimmten Tonfall, Gottlieb auf seinen Irrtum hinzuweisen und ermahnte ihn, doch bitte leise zu sein und die Feier nicht vorsätzlich zu stören - doch vergeblich. Gottlieb war so von sich selbst überzeugt, daß er darauf hin in den Saal rief: \"Da! Da seht ihrs! Sie versuchen, mich mundtot zu machen. Nichtmal seine Meinung äußern darf man hier!\"
Die Herrin des Hauses wurde auf ihn aufmerksam, und auch sie versuchte nochmals, ihm ins Gewissen zu reden, denn ansich hatte sie zu Beginn eine recht hohe Meinung von Gottlieb gehabt und sich schon mehrfach für ihn verwendet und ihre Hand über ihn gehalten. Doch nun mußte sie betrübt erkennen, wie er starrsinnig versuchte, um jeden Preis seinen Kopf durchzusetzen, koste es, was es auch wolle. Er war in keiner Weise bereit, einzugestehen, dass seine Forderungen zu weit gingen. Noch immer war er der Meinung, es sei sein Recht, als Gast Ansprüche zu stellen, die die Gastgeber ohne Widerrede zu erfüllen hätten und es sei weiterhin sein Recht, andere Gäste auf seine Seite ziehen zu dürfen, um seinen Forderungen noch mehr Nachdruck verleihen zu können. Ja, er kam sich sogar noch ungerecht behandelt vor. Die Herrin des Hauses schüttelte nur traurig seufzend den Kopf und ging ihrer Wege.
Da unser Gottlieb aber immer noch nicht durchgesetzt hatte, was er gern wollte, machte er sich nun noch ein Schild, das er fortwährend hochhielt und auf dem in großen Lettern zu lesen war: \"Ich werde unschuldig von unseren Gastgebern verfolgt, bloss, weil ich meine Meinung sage! Meinungsfreiheit und Menschenrechte werden hier mit Füssen getreten! Wollen wir uns das gefallen lassen?\" Da platzte den Gastgebern der Kragen und sie nahmen ihm das Schreibzeug ab.
Ob Gottlieb dadurch zur Vernunft gekommen ist?
Wenn er nicht gestorben ist, könnte es sein, dass er noch weiter den Märtyrer spielt und versucht, andere Gäste dazu zu bringen, schlecht von den Gastgebern zu denken und die Feier zu verlassen.
Mitglied-56807.11.2004, 17:29 Uhr
Da sprichst du etwas wahres aus. Die Gottliebs dieser Welt kennt eigentlich jeder, der sich ernsthaft mit Staffarbeit beschäftigt hat und besonders Kopfschütteln lösen bei mir immer diese Anwandlung hinsichtlich der Schlagworte \"Meinungsfreiheit\" und \"Menschenrechte\" aus, die zwar bombastisch klingen, aber wohl kaum auf den Bereich der Uo-Shard passen, denn Menschenrechte kann man keinem in einer vituellen welt nehmen oder beschneiden und die Meinungsfreiheit gilt primär für den öffentlichen Bereich und nicht auf privaten UO-Shards, zudem endet sie dort, wo sie die Freiheit anderer beschränkt. Meine Erfahrung ist, daß man sich von diesen ach so weinerlichen Märtyrertypen sehr schnell trennen sollte, wenn man nicht will, daß sie das Klima auf einem Shard vergiften, denn es geht ihnen primär um Selbstdarstellung und gar nicht darum, irgendetwas wirklich auf dem Shard für die Allgemeinheit der Spieler zu verändern. Wer solche Spieler duldet wird schnell erleben, daß sich in gut zehnfacher Anzahl andere Spieler vergraueln, die einfach nur entspannt spielen und keine Streitereien und/oder ständige Selbstdarstellungen miterleben wollen.
Mitglied-158107.11.2004, 19:29 Uhr
Roleplayer?
Stimmt aber auffallend. Man hat es jeden Tag mit sooo vielen heulsusen zu tun das ist unglaublich:
[18:03] <Virus> later u fucking queer ass faggots no wonder this shard has a suck palyer base
[18:03] <Virus> it fucking sux
[18:06] <Virus> a total of 5 player on at a time
[18:06] <Virus> ppl taking all the rares forthemselfs
[18:07] <Virus> the most action here is macroing
[18:07] <Virus> maybe a 5 sec quest here and there
[18:07] <Virus> fuck it
[18:07] <Virus> its to fucking gay for words
[18:15] <Rydaro> You should end your emote misery then
[18:15] <Virus> yea
[18:15] <Virus> dont worry
[18:15] <Virus> i am
[18:15] <Virus> but
[18:15] <Virus> what make me the most pissed off
[18:15] <Virus> its fucking 2 year old backstabbers
[18:16] * Virus has quit IRC (Quit: )
Das ist nur mal ein ausschnitt =)
Mitglied-6107.11.2004, 19:45 Uhr
@ 1. Beitrag: Das ist die eine Seite. Wo ist die andere?
Mitglied-72007.11.2004, 21:26 Uhr
Es gibt nur eine Seite denn der Gastgeber lädt ein und wer sich nicht an die Hausordnung hält fliegt.
Kannst auch nicht im Parlament reinplatzen und in eine Ecke pinkeln und sagen ist mir wurscht ich bin der Gast.
Mitglied-158107.11.2004, 23:41 Uhr
Mitglied-720 hat geschrieben:
Es gibt nur eine Seite denn der Gastgeber lädt ein und wer sich nicht an die Hausordnung hält fliegt.
Kannst auch nicht im Parlament reinplatzen und in eine Ecke pinkeln und sagen ist mir wurscht ich bin der Gast.
Und wie das geht :)
Mitglied-6108.11.2004, 01:36 Uhr
Mitglied-720 hat geschrieben:
Es gibt nur eine Seite denn der Gastgeber lädt ein und wer sich nicht an die Hausordnung hält fliegt.
Ein Grund, warum ich niemals Dein Haus, Deinen Server oder sonst etwas von Dir als Gast betreten würde.
Du solltest noch einmal recht genau über Deine Aussage nachdenken und nebenbei eine Parallele zu meiner Frage herstellen, denn eine zweite Seite gibt es IMMER.
Mitglied-56808.11.2004, 08:04 Uhr
Sicherlich gibt es immer zwei Seiten. Wer das vergessen hat, sollte sich einmal von seiner Stafflertätigkeit wegbewegen und einfach mal auf irgendeinem anderen Shard einloggen und dort ein wenig spielen. Manchmal ist das recht hilfreich, um die Probleme und Schwierigkeiten der eigenen Spieler zu erkennen. Jeder, der eine Sache längere Zeit macht, neigt nämlich dazu, mehr oder minder betriebsblind zu werden.
Neben dem oben genannten Spielerextrem gibt es jedoch auch ein Stafflerextrem. Eine Diskussion zu dieser Thematik ist hier jedoch nicht unbedingt notwendig, da es dazu einen Thread gibt, den Menion damals eröffnet hatte und in dem man, sofern es irgendjemand wünscht, die Diskussion weiterführen könnte.
Finde kann man diesen Thread hier: http://www.uoworld.de/apboard/thread.php?id=2861
PS: Allerdings gebe ich Stormcrow insofern Recht, daß man sich als Besucher an die Regeln desjenigen zu halten hat, der den Ort geschaffen hat. Wer gegen diese Regelungen in eklatanterweise verstößt, der hat dort nichts verloren und von solchen Spielern sollte man sich ganz schnell trennen, weil sie durchaus anderen den Spaß nehmen können. Wie gesagt ist meine Erfahrung diejenige, daß ein in dieser Hinsicht wankelmütiger Staff gerade die Spieler verliert, die er halten möchte, nämlich die regelkonform gehenden Spieler, die zufrieden mit dem Shard sind. Am Ende bleiben dann nämlich weder diese über und auch nicht die Unruhestifter, weil man sich irgendwann dieser entledigen muß. Insofern macht es Sinn, den entsprechenden Zeitraum nicht in weite Ferne zu schieben. Mit einer entsprechenden Anzahl von Unruhestiftern und einigen Mitläufern kann man fast jeden Shard mit noch so guten Features, Möglichkeiten, Hintergrund usw. zerstören, wenn man es darauf anlegt und letztlich ist das eine der Hauptursachen, warum Shards zerbrechen.
Mitglied-227508.11.2004, 08:24 Uhr
Gute Anmerkung Azhrarn, das Gleiche kann auch auf Foren zutreffen.
Mitglied-72008.11.2004, 08:25 Uhr
Gebe ich dir recht Azhram das es auch Staffler gibt die sich aufführen als wären sie die Götter die jenige Welt erschufen. Solche Staffler haben leider keine Überlebenchance auf einen gut funktionierenden Shard, genauso wenig haben Spieler die glauben sie können sich alles erlauben keine Überlebenchance auf dem Shard.
Ich sage deshalb es gibt nur eine Seite weil bei mir solche Staffler gar nicht die Chance bekommen auf dem Spieleserver Unfug zu treiben. Ich selektiere schon vorher aus wer für den Spielbetrieb geeignet ist oder nicht.
Menion dies ist deine Meinung und ich respektiere sie auch nur lasse ich keinen Spieler eine lange Existenzberechtigung auf meinen Shard der die Hausordnung missachtet und nicht toleriert. Merkt er sich die Abmahnung nicht muss er mit einer Strafe rechnen. Ignoriert er jenige ebenso wird sein Account zum Trascan befördert.
Keiner lässt sich gerne eine Party verderben nur weil einer glaubt er muss rumspinnen. Und jeder wer dies nicht einsieht ist zu 90% selber so ein Querolant und Querschläger dem es Spaß macht anderen Leuten ihren Spaß zu verderben.
Mitglied-154108.11.2004, 18:42 Uhr
Ich lese sehr häufig \"mein Shard\" (ist generell so), aber ich finde den Ausdruck gänzlich Falsch. Ein Shard kann nur ein Miteinander sein. Wenn die Staffler (oder der Admin) und die Spieler (oder die Untergeordneten) zwei Fronten bilden ist das immer ein gefährlicher Herd von Unruhe. Und wenn bei einer Party die Gastgeber nicht mitfeiern, dann kommt schnell die Frage auf, was die eigentlich tun außer Leute rauswerfen.
Mitglied-58008.11.2004, 20:39 Uhr
Yoar, die Gastgeber feiern meist sicherlich sehr gern mit, wenns irgendwie geht, müssen nebenbei aber auch noch den Nachschub an Chips, Bier und Cola usw. sicherstellen und dafür sorgen, daß genügend saubere Gläser da sind, denn sonst wäre die Party rasch zuende.
Mitglied-72008.11.2004, 22:08 Uhr
Aber der gastgeber sorgt auch für Stimmung :) Er schaut auf die Gäste und betreut sie und wenn welche meinen sie müssen die anderen Gäste belästigen oder gar das Möbilar zerstören dann schaut auch der Gastgeber darrauf das jenige Trunkenbolde hinaus befördert werden :)
Mitglied-154108.11.2004, 22:26 Uhr
Damit die Gastgeber wieder Freude an der Arbeit haben und die friedlichen Gäste Freude an der Party haben. Nur Unruhestiffter gibts leider immer wieder -.-
Mitglied-158109.11.2004, 06:56 Uhr
Wenn ihr unter mitfeiern mitspielen meint ist das ne blöde idee. Irgendwer muss ja über den dingen stehen und die kontrolle behalten. Wenn die Gastgeber betrunken sind, wer holt die Polizei wenn die Party eskaliert? :p
Mitglied-72009.11.2004, 07:54 Uhr
Wenn die Gastgeber betrunken sind gibt es entweder den Rcihter oder die ganze Party artet so aus wo das Haus nicht mehr existiert oder sehr renovierungsbedürftig ist.
Fakt ist die Gastgeber laden zur Party weil sie Spaß haben wollen und die Gäste kommen auf die Party ebenfalls um sich zu Unterhalten und der Lust zu frönen. Beide haben ein Ziel. Wer dieses Ziel nicht teilt ist nur unerwünscht.
Mitglied-56809.11.2004, 07:56 Uhr
Ich halte überhaupt nichts von der Idee, daß man als Staffler keine eigenen Charaktere haben sollte, um damit als Staff eine Pseudoobjektivität vorzutäuschen. Zudem braucht man für die Erstellung eines gut gemachten RP-Shards ungefähr 2 Jahre Entwicklungsarbeit, die so gut wie niemand auf sich nimmt, um dann nicht auf dem eigenen Shard spielen zu können. Schließlich entstehen neue Shards meistens deswegen, weil die vorhandenen Shards einer Gruppe von Stafflern nicht vollständig zusagen und sie aus dem Grunde das erstellen, was sie sich wünschen. Es wäre also ziemlich merkwürdig finden, wenn man dann nicht diese, nach sehr vielen Arbeitsstunden selbst geschaffene, Welt nutzen würde. Ein Staffler, der nicht zwischen seiner Rolle im Staff und seiner Rolle als Spieler, differenzieren kann, gehört sowieso nicht in den Staff und Admins, die so vorgehen, werden ihre Shards recht schnell leer vorfinden. DZDZ bildet hierbei ein wunderschönes Beispiel, wie man insbesondere unter unseren Top 10 der Threads mit den meisten Posts nachlesen kann.
Sicherlich ist ein Miteinander von Stafflern und Spielern auf jedem Shard wichtig, aber bei dieser Tatsache sollte nicht verkannt werden, daß nun mal die Staffler entscheiden, wo die Reise hingeht, denn ein Shard ist keine Demokratie und kann genauso wenig wie eine Firma so funktionieren, auch wenn die Spieler über die Einbringung von Ideen und die Gestaltung der Welt durch z. B. Gründung von Gilden und Reichen, Spielerevents usw. teilweise weitreichende Mitgestaltungsmöglichkeiten haben.
Mitglied-158109.11.2004, 10:08 Uhr
Es ist ein Zugeständnis von Seiten der Staffler ob die Spieler was zu sagen haben oder nicht und ob deren Ideen/Wünsche erwünscht sind oder nicht. Es ist mlglicherweise auf nem RP shard anderst als auf einem PvP shard aber alle shards die ich kenne/kannte hatten alle eine Regel \"Dem Staff ist Folge zu leisten\" und \"Die Entscheidung eines Staff mitglieds ist endgültig\".
Wäre ein Shard eine Demokratie würde die ganze Sache nicht funktionieren. Wie will man jemandem einen Vergehen nachweisen, die meißten Leute im internet sind ja sowieso gekonnte Lügner, Intriganten und Schrunz-laberer. Was man als Admin Tagtäglich zu lesen bekommt ist echt unglaublich, was sich manche Menschen für Schrott ausdenken...
Also auf PvP Shards ist es denke ich von Vorteil wenn man als Staff kein Mortal hat , da ich es schon so oft erlebt hab das man unwissentlich den Mortal eines Staff Members tötet/gankt/hauslooted und diese auf Grund ihrer Jugend/Dummheit/Inkompetenz denken sie müssen einem dann die Bank und das Haus lerräumen oder einen jailen etc. Außerdem verringert es die Gefahr das ein Staff mitglied für seine \"Freunde\" cheated (oder für sich selbst/seinen char).
Auf der anderen Seite hat ein Staffler der weiß was auf dem Shard vorsichgeht bzw. was die Spieler wollen/was sie nervt natürlich eine gute Position um Ideen/Vorschläge einzubringen.
Tja es gibt halt immer 2 Seiten...
Mitglied-158010.11.2004, 13:50 Uhr
ein shard kann nur funktionieren, wenn man gegenseitig respekt und verständniss zeigt. der staff muss versuchen die spieler in die entwicklung einzubeziehn und auf ihre wünsche auch rücksicht nehmen. admins, welche selber gar nicht spielen wollen oder dürfen verlieren rasch die sichtweise eines normalen spielers. darum spiele ich zum beispiel auch aktiv...nur so weiss ich was spieler für probleme haben und wo man was machen müsste.
man kann schon von gastgeber udn gast sprechen....man kann aber auch von anbieter und kunde sprechen ... und der kunde ist nun mal könig...
Mitglied-56810.11.2004, 17:23 Uhr
Mitglied-1580 hat geschrieben:
...man kann aber auch von anbieter und kunde sprechen ... und der kunde ist nun mal könig...
Das ist nur teilweise richtig, weil es bei Shards nur eingeschränkt um Marktmechanismen geht, denn sehr viele RP-Shards dürften, wenn sie ehrlich zu sich und anderen sind, davon ausgehen, daß sie große Spieleranzahlen zu sich locken können, gerade wenn sie nicht etabliert sind. Ein neuer Shard muß schon außergewöhnlich sein, um die Stammspieler der etablierten Shards anzulocken und nach der Phase der erste Neugierde an sich zu binden. Die \"Der Kunde ist König\" - Prämisse funktioniert aber hauptsächlich nur im Dienstleistungssektor und auch nur dann, wenn man von einem materiellen Erfolg abhängig ist, sprich etwas verkaufen muß. Das muß jedoch kein Freeshard, denn diese bestehen meist aus eingeschworenen Gemeinschaften von Spielern und Stafflern, die sich häufig auch im RL kennen. Zu diesem Kern von Stammspielern kommt dann eine meist etwas größere Anzahl von Spielern, die quasi nur auf der Durchreise sind und sich meist in den eingefahrenen, häufig auch von Vettternwirtschaft geprägten Strukturen vieler Shards nicht etablieren können. Nur wenn es wirklich jedem Shard darum gehen würde, daß möglichst viele Spieler gewonnen würden, wäre dein Satz dort oben vielleicht richtig, aber das ist aller Lippenbekenntnisse zum Trotz auf den wenigsten Shards der Fall.
Mitglied-72010.11.2004, 17:30 Uhr
Ein altes jüdisches Sprichwort wenn ich was verkaufen will. Doch ein Shard verkauft sich nicht sondern bietet etwas. Ein (RP) Shard wird in mühevoller Arbeit mit sehr viel Zeit erstellt und keiner der Betreiber lässt sich seinen Traum zerstören. Jeder Shard hat Geschäftsbedinngungen wie im Realem Leben. Hält man jene nicht ein erfolgt eine Mahnung, oh wie im echten Leben. Ist dieser nicht berreit diese zu befolgen wird er gejailt (im realem erfolgt eine Klage) ist er noch immer nicht damit einverstanden fliegt er. (in der Geschäftswelt geht dieses zum Richter und er wird verurteilt).
Man sollte hier vllt auch mal erwähnen das dies nur Maßnahmen sind wenn es zu extrem Fällen kommt.
Kein normaler Staffler oder Admin agiert so wärend kleinen Fehltritten oder Vergehen im Spielbetrieb. Dies sind Sachen die bei schweren Vergehen oder permanenten Übertreten geahndet werden.
Zu dem das Spieler die Welt mitgestalten stimmt so komplett nicht. Der Shard gibt die Welt, die Götter, die Rassen, die Art und weise wie die Rassen untereinander agiert vor. Danach müssen sich die Spieler richten und in diesen Rahmen entwickelt dann der Spieler mit Hilfe vom Staff ein Eigenleben für den Shard. Sprich es werden Helden geboren, neue Ideen geschaffen, Quest geboren oder gar Gebäude und Städte errichtet.
Staff und Spieler leben in einer Symbiose solange es in den normalen Parametern läuft, wird eine Seite zum Parasiten muss dieser entfernt werden, egal ob es ein Staffler oder Spieler ist.
Mitglied-158110.11.2004, 17:31 Uhr
Wie gesagt es hat bestimmt Vorteile als Staff selber zu spielen, allerdings haben viele Shards Staffler die es nicht auf die Reihe ihr Spieler und ihr Staff Dasein zu trennen was dann wiederrum in cheating/ungerechtigkeit ausartet...
Mitglied-72010.11.2004, 17:35 Uhr
Solche Shards existieren sowieso nicht lange wenn sie gegen solche Staffler nicht vorgehen.
Ausserdem sollte man Unterscheiden von Staffcharakter, Spielercharakter, Ambientecharakter und Questcharakter. (Alles Charaktäre eines Stafflers)
Mitglied-56810.11.2004, 17:38 Uhr
Solche Shards haben meist auch keine lange Überlebenschance, da ja niemand dazu gezwungen ist, auf einem Shard zu spielen, wo der Staff in dieser Form vorgeht. Ungleichbehandlungen im Sinne von Vorteilen für Spielercharaktere von Stafflern werden immer sehr aufmerksam von den Spielern verfolgt und meist sehr schnell thematisiert. Es gibt wenige Dinge, die auf die meisten Spieler abschreckender wirken, als solch eine Vorgehensweise. Wer als Staffler diese beiden Funktionen nicht trennen kann, gehört in keinen Staff und der Shard, der solche Staffler duldet, geht über kurz oder lang unter. Man könnte es als eine gewisse Form der natürlichen Selektion bezeichnen.
Mitglied-105310.11.2004, 20:23 Uhr
Gut, gebe ich auch mal meinen Teil dazu, auch wenn ich kaum aus Erfahrung sprechen kann, da beide Shards die ich gegründet bzw. mitgegründet habe nie zu den erfolgreichsten oder sagen wir lieber größten gehörten. Eines habe ich jedoch festgestellt, es sind meist die Shards mit größeren Freiheiten und entgegenkommen die den größten und schnellsten Spielerzuwachs haben. Zwei Beispiele dafür wären da Schattenwelt und Phantasmagoria. Trotz alledem würde ich niemals einen Shard erschaffen der die berühmte Krätsche probiert es allen und überall recht zu machen. Am ehrlichsten sich selbst und den Spielern gegenüber ist es wenn man von Anfang an einen festen Kurs einschlägt und diesen nach Möglichkeit weitgehend beibehält. Entweder es kommt damit der Erfolg oder er kommt nicht. Dann war es wohl nicht das was die Spieler gerne hätten. Aber mit aller Gewalt den Erfolg zu erzwingen und sich dafür und sein Konzept selbst zu verraten bringt meist nichts außer schlaflosen Nächten . Und ein Konzept nur aufzugreifen weil es evtl erfolgreich ist, macht einfach nicht glücklich wenn es nicht das Konzept ist dass dem Shard ursprünglich vorschwebte, selbst wenn die Spieler kommen sollten. Wenn für einen Shard die Zeit zum sterben gekommen ist, dann ist das eben so. Mit ständigen Konzeptänderungen die dann noch alles rumreisen und einen zweifelhaften Erfolg bringen sollen mache ich mich als Shard auf Dauer nur unglaubwürdig. *G*
Jetzt bin ich ziemlich weit vom Thema abgekommen, aber vielleicht habe ich trotzdem noch paar interessante Aspekte für die weitere Diskussion eingebracht.
Grüße Ralf