Da unser erstes Buch jetzt endlich den Druckauftrag erhalten hat ( jetzt sind es noch ca 4 Wochen *freu*), und ich mich nun endlich Autor nennen darf ( hier ist übrigends das Frontcover zu sehen http://www.illusien.de/fantasyromane/indexx.html ) , habe ich mich dazu entschlossen ein neues Buch anzufangen, das auf Teilen dieser alten Welt basiert, aber eine völlig neue Storie aufweist. Und auch für das hätte ich gerade für den geschriebenen Anfang natürlich gerne ein wenig Kritik. Einige Kritik habe ich bereits schon von jemandem erhalten und empfand sie als guten Hinweis vielleicht einige Dinge umzustellen.
Auch wenn das ganze jetzt erstmal wie ein Science Fiction klingen mag, kann ich alle beruhigen. Es wird ein Ausflug in die unterscheidlichsten Welten und alles als zusammenhängende Geschichte.Das was ihr jetzt gleich lest, also der Anfang, ist der Ausschnitt aus einem Rollenspiel der am Spielabend mit dem Abschlusssatz des Meisters endet und damit wieder in die Realität zurückführen wird. Allerdings wird der Meister und seine Gruppe ( ich schreibe über unsere Gruppe und ihre Charaktere) an anderer Stelle zu einem viel späteren Zeitpunkt durch einen bestimmten Umstand wieder in die verschiedensten Rollenspielwelten (Space Raiders/Cthulhu/Illusien/Endland) entführt werden. Mehr werde ich aber nicht verraten, da es bestimmt noch einige Zeit dauert bis ich soweit bin, dass ich das Projekt einem Verlag vorlegen kann.
Gottesspiel
Kapitel 1 Die Falle
Marco Olembre wischte sich mit seinem rechten Unterarm mehrmals über die Schweiß gebadete Stirn, bevor er zitternd nach dem Knopf für den Nahbereichsfunk seines Raumschiffes suchte. Normalerweise kannte er die Position jedes Bedienerteils auswendig und verschwendete gewöhnlich nicht mal einen Gedanken, wenn er einen seiner vielen Hangriffe durchführte. Aber im Augenblick machte der erfahrene Raumpilot eher den Eindruck eines absoluten Greenhorns. Greenhorn war unter den Spacern der abfällige Begriff für einen blutigen Anfänger, der außer ein paar Simulatorflügen noch keinerlei Erfahrung im Raumflug hatte. Nach längerem erfolglosem hin und her Gedrücke mehrerer Schalter und Knöpfe ertönte endlich das lang ersehnte kurze elektronische Pfeifen, welches im Anschluss von einer warmen Frauenstimme abgelöst wurde. „Nahbereichsfunk aktiviert“ sagte sie in einem freundlichen Ton. Marco Olembre liebte diese Stimme abgöttisch, immerhin hatte er für dieses Sprachtemplate seines Kontrollcomputers ein halbes Vermögen hingeblättert. Allerdings hatte er sich nicht mehr die automatische Spracherkennung für das aktivieren der ganzen Haupt- und Nebensysteme leisten können. Aber wie er immer wieder nach außen hin betonte hielt er sowieso nicht all zu viel davon. Vollautomatische Systeme ließen einen nach seiner Argumentation auf Dauer nur träge und faul werden. Außerdem erzeugten sie eine Abhängigkeit, die er sich nicht leisten konnte und wollte. Vor allem wenn sie dann mitten in einem Gefecht mit Raumpiraten ausfielen, konnte es fatal werden wenn man aus Gewohnheitsgründen den Umgang mit manuellen Systemen nicht mehr beherrschte. Mehrere Kontrolllampen am Bedienerpult leuchteten der Reihe nach auf was üblicherweise nichts anderes bedeutete, als dass der Funkkontakt zu den anderen jetzt endgültig aufgebaut sein musste. Der Empfang schien klar. Jedenfalls waren keinerlei atmosphärische Störgeräusche zu vernehmen, was Marco Olembres Gesicht einen zu tiefst verdutzten Ausdruck entlockte. Er befand sich nämlich seit wenigen Sekunden im Eintritt in die Atmosphäre des Planeten Doggy Dog. Sein Eintrittswinkel lag gerade noch am Grenzbereich dessen was er seinem völlig veralteten Gorn Battleship zumuten konnte um nicht wie ein heimatloser Meteorit in der Atmosphäre des Planeten zu verglühen. Der Rumpf seines Schiffes begann zu vibrieren und wurde von den einwirkenden Kräften wie ein leichtes Blatt im Sturm heftig hin und her geschüttelt. Der Boden zitterte unter seinen Füßen und von der Außenhaut her, hörte man selbst durch die gut isolierten Wände des Schiffes noch das erbärmlich helle Kreischen der dampfenden Hitzeschilde, die durch den steilen Eintritt bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit beansprucht wurden. „Das wurde aber auch langsam Zeit“ ertönte jäh eine dunkle ärgerlich klingende Männerstimme. „Warum hast du den Funk die ganze Zeit ausgeschaltet gehabt, ich habe schon geglaubt du wärst abgeschossen worden“, bellte die Stimme unfreundlich weiter, als wollte sie gar nicht mehr aufhören. „Wieso ich den Funk ausgestellt habe“ schnauzte Marco Olembre unbeeindruckt zurück. „ Das will ich dir gerne sagen“ „Ja dann erzähl mal, bin ja mal auf deine Ausführung gespannt“ „Vielleicht weil eine ganze Flotte dieses idiotischen Diktators hinter uns her war und ich im Gegensatz zu dir ein lahmes Gorn Battleship besitze. Aber wir können ja das nächste mal gerne die Schiffe tauschen, mal gespannt was du so tust wenn 3 Schiffe gleichzeitig auf deinem Kurs sind und der Flug durch ein dichtes Asteroidenfeld die letzte verbleibende Möglichkeit ist, die Angreifer abzuschütteln.“ „ Im Gegensatz zu dir würde ich wahrscheinlich kämpfen“ protzte Mc Worthy. „Ha, das lässt sich leicht sagen wenn man sich soeben erst ein hochmodernes Schiff mit einer überdimensionalen Bewaffnung gestohlen hat. Wegen dir haben wir doch die ganze Scheiße am Hals“ „ Marco, Harold, was soll der Blödsinn. Hört auf damit wir haben jetzt andere Sorgen“ meldete sich eine dritte, deutlich vornehmer und leiser klingende Stimme zu Wort die zu Charles Dugarie gehörte. „Welche denn, außer dass dieser Idiot von Tucker......, verdammt wo ist der Kerl eigentlich“ hallte die dunkle Raucherstimme von Harold D. Mc Worthy durch die Funkleitung „Genau das meine ich“ sagte Dugarie leise, ruhig aber dennoch bestimmt. „Wir haben ihn auf der Flucht vor Mustafa Montes Truppen verloren. Und Chris ist derjenige von uns der die Karte zu der verlorenen Stadt in seinem Bordcomputer hatte. Außerdem wurde bei der Verfolgung auch mein Hyperraumantrieb schwer getroffen. Ich brauch ihn also als Mechaniker denn ich habe keine große Lust mein Schiff auf diesem unbesiedelten Felsenplaneten stehen zu lassen, falls ich die Mühle hier überhaupt gelandet bekomme ohne an einem Fels zu zerschellen. Hat jemand bei all der Hektik vielleicht bemerkt zu welchem Zeitpunkt Chris von den Kontrollschirmen verschwunden ist.“ Eine langanhaltende Stille nur lediglich durchbrochen von einem einzelnen leisen Knistern des Funkes breitete sich aus. Dann endlich antwortete Marco Olembre auf die Frage „Das letzte mal wo ich ihn bewusst auf meinen Schirmen wahrgenommen habe, war kurz hinter dem Planeten Xeon 4. Glaubt ihr eigentlich die Truppen von Mustafa Montes sind immer noch auf der Suche nach uns, oder meint ihr wir haben sie abgeschüttelt?“. „Kann ich nicht sagen“ sagte Dugarie ratlos klingend. Kurz vor Eintritt in die Atmosphäre von Doggy Dog habe ich keine feindlichen Schiffe mehr auf meinen Scannern gesehen“ „ ich auch nicht“ fiel Mc Worthy Dugarie ins Wort. Dugarie fuhr fort „aber wir sollten trotzdem vorsichtig sein und nur die notwendigsten elektronischen Systeme hochgefahren lassen, wer weis ob sie nicht den Planeten umkreisen und hochsensible Tartikonscanner einsetzen, dann haben wir ein echtes Problem. Vielleicht war die Maßnahme von Marco gar nicht so schlecht. Am besten wir landen jetzt und brechen den Funkkontakt ab. Hier schnell noch die Koordinaten für eure Landung. 704-680 nördliche Breite.“ Plötzlich machte es nur noch klack und es herrschte urplötzlich Funkstille. “Hallo !? Hallo was soll das ? Habt ihr Probleme ?“ Marcos glatte Stirn bildete plötzlich Sorgenfalten, was eigentlich so gut wie nie vorkam. Marco Olembre war ein charismatischer südländischer Typ den mit seiner überaus positiven Lebenseinstellung nur wenig aus der Fassung bringen konnte. Von daher wirkte auch sein Äußeres noch insgesamt sehr jung und unverbraucht. Dabei gehörte er mit seinen 35 Jahren schon zu den eher Älteren ihres kleinen Teams. „Funkkontakt abgebrochen“ meldete die sympatische Frauenstimme die scheinbar aus dem Nichts zu kommen schien, denn Lautsprecher waren selbst beim genauesten hinblicken im geräumigen inneren des Kastenschiffes nicht zu entdecken. Ebenfalls eine Sache auf die Marco sehr stolz war. Auch wenn sein Schiff insgesamt nicht zu den jüngsten und besten gehörte, so machte es vom inneren her den Eindruck als zählte es eher zu der neueren Generation. Sichtlich von Nervosität gekennzeichnet gab er die soeben erhaltenen Koordinaten für den Planeten Doggy Dog in seinen Bordcomputer ein und checkte gleichzeitig ob es an diesem Punkt überhaupt eine Möglichkeit zur Landung gab.
Nie wäre er unter normalen Umständen, selbst im Traum nicht, auf die wahnwitzige Idee gekommen diesen öden Felsplaneten anzufliegen um auf ihm zu landen, hätte nicht die Flucht vor den Truppen von Mustafa Montes, der sich selbst als der sympathische Diktator bezeichnete, ihm jede andere Möglichkeit geraubt. Der vor ihm liegende Planet Doggy Dog dessen dunkle, fast schon schwarz zu bezeichnende Oberfläche immer näher rückte, war für seine tückischen Bergmassive und Gebirgsformationen fast jedem Spacer bekannt. Wäre die Oberfläche nicht so dunkel gewesen und hätte fast jeglichen Lichtschein der eine Lichtstunde entfernt liegenden Sonne wie ein Schwamm aufgesaugt, wäre ihm die Planetenoberfläche als ein dicht besticktes Nadelkissen aus Fels offenbart worden. Aber zum Glück gab es ja Oberflächenscanner, wobei selbst damit die Landung auf diesem Planeten fast immer noch einem eher selbstmörderischen Akt gleich kam. Marco spürte förmlich das Adrinalin und wie sich die Schweistropfen aus jeder einzelnen Pore seiner Haut hinauszwängten um seine Kleidung langsam zu durchnässen. Aber das war ihm im Moment völlig egal, denn er suchte auf seinen Monitoren und Scanneranzeigen bei den angegebenen Koordinaten verzweifelt nach einer einigermaßen geeigneten Stelle für eine Landung. „Caray, Charles das kann doch unmöglich dein Ernst sein, wie soll ich denn hier meinen Kahn heil zu Boden bringen“ Fieberhaft schaute Marco wieder und wieder auf die Instrumente und versuchte dabei Charles Gedankengänge nachzuvollziehen, die er gehabt haben musste bevor er ihm die Koordinaten durchgegeben hatte. In dieser schroffen Felsgegend konnte selbst der beste Pilot unmöglich ein kastenförmiges Schiff mit einer Rumpflänge von 25 Meter und einer Rumpfbreite von 16 Metern ungeschadet zu Boden bringen. Oder hatte sich Charles beim ablesen der Daten wohlmöglich einen Fehler erlaubt ? Und überhaupt, warum war der Funk so plötzlich abgebrochen. Charles hatte zwar vorgeschlagen, dass sie den Funkverkehr umgehend beenden sollten um nicht eventuell von hochempfindlichen Tartikonscannern des Gegners geortet werden zu können - wobei keiner von ihnen mit Sicherheit sagen konnte ob ihr Gegner dieses hochentwickelte System in seinen Schiffen besaß -, aber ohne endgültige Bestätigung das ganze umzusetzen, das war schon irgendwie merkwürdig. Das war weder Charles noch Harolds Stil und auch er hätte diese Maßnahme im Vorfeld niemals getroffen, wenn die Schiffe der Gegner nicht um ein vielfaches schneller gewesen wären als sein eigenes. Aber jetzt waren keine Gegner mehr da, zumindest nicht in unmittelbarer Reichweite. Was war also der Grund für den abrupten Abbruch der Funkverbindung gewesen. Während er in Gedanken weiterhin nach Gründen mutmaßte, blieb sein Blick wie zur Eissäule erstarrt auf einen unscheinbaren Fleckchen seines Oberflächenscanners kleben. War da nicht eben eine kleine ebene Fläche inmitten von umgebenden Felsmassiven angezeigt worden. Marcos Bewegungsablauf wurde plötzlich von einem befremdlich wirkenden Automatismus bestimmt. Sein Blick blieb weiterhin starr auf die Anzeigen gerichtet während seine Hände plötzlich in rasend schneller Abfolge scheinbar willkürliche unkontrollierte Tastenkombinationen auf dem Steuerpult folgen ließen, die den Eindruck erweckten als wolle hier jemand etwas mit Gewalt zurecht biegen was nicht zu biegen war. Dabei war ein ständiges leises Fluchen zu hören. Plötzlich ein aufatmen. „Dar las gracias Charles du bist einfach genial. Wen ich schwul wäre würde ich dich jetzt auf der Stelle küssen.“ Auf Marcos sympathisches Gesicht zauberte sich urplötzlich wieder ein beinahe völlig entspanntes Lächeln, vielleicht mit einem Restfunken an Zweifeln versehen. Doch dieser gelassene Blick hielt nicht mal ganze 5 Sekunden an, da verdunkelte sich die Mine des Piloten schon wieder. „Soll das jetzt etwa ein Witz sein? Wie zum Teufel......“ Die Luft im Cockpit des Weltenbummlers schien vor elektrisierender Spannung zu knistern. Immer wieder tasteten die Scanner seines schwarzen Gorn Battleship die Oberfläche der kleinen Felsenplattform ab, die er sich für die Landung ausgesucht hatte. Das Problem was sich jetzt offenbarte, war, dass dort schon 3 Schiffe standen und kaum noch Platz für die Landung eines vierten existierte ohne dabei das Risiko einzugehen eines der Schiffe, wie auch seine eigenes, schwer zu beschädigen. Marco wusste nicht ob er sich jetzt freuen oder lauthals fluchen sollte, als er neben dem gestohlenen Phönix Marauder von Mc Worthy und dem Phönix Warbird von Dugarie zweifelsfrei auch das TIF Shuttle II von Chris Tucker identifizierte. Tucker lebte also. Aber mit Tucker war es wie mit Murphys Gesetz, er tauchte immer dann auf wenn man am wenigsten mit ihm rechnete aber was noch schlimmer war, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen konnte. Und in dem Fall stahl sein globiges Schiff jetzt Marco den nötigen Platz für eine saubere Landung. „Baboso, wenn er wenigstens mal gelernt hätte eine vernünftige Landung hinzulegen“ fluchte er lauthals den vor ihn liegenden Monitor an, der natürlich nicht antwortete. Auch wenn er nach außen hin unumstritten den Eindruck machte als wünschte er Chris Tucker zum Teufel, so war Marco dennoch mehr als froh zu wissen, dass seinem Freund bei der Flucht nichts passiert war. „ OK, es hilft ja jetzt eh nichts, wir müssen da runter Baby“ sagte er zu sich selbst und seinem Schiff. „Egal wie wir das anstellen, was muss das muss“ Marcos Blick wurde starr, beinahe fiebrig. Seinen eigenen Herzschlag verspürte er selbst als lautes kräftiges Dröhnen unter seiner Schädeldecke. Auch äußerlich merkte man ihm den enormen Stress an, der jeztzt jede seiner Handlungen maßgeblich zu beeinflussen schien. Jede Ader, jede Sehne, jeder Muskel seines Gesichtes traten vor Anspannung deutlich sichtbar unter der Haut hervor und seine Augen waren so weit aufgerissen das man nun ganz deutlich die runde Form der Augäpfel erkennen konnte. „Maldita jodienda, es muss einfach klappen, wir schaffen das schon altes Mädchen, ich bringe uns hier heil runter“ Wieder folgten mehrere Handgriffe in unglaublich schneller Reihenfolge. „Landeanflug von automatischer Steuerung auf manuelle Steuerung umgestellt, Außenflutlichter aktiviert, Bremsschubtriebwerke aktiviert und auf volle Stärke eingestellt, Warnung, Warnung Überhitzungsgefahr in den Zentralen Bremsschubtriebwerken“ tönte die wohlklingende Frauenstimme in einer Flut von kurzen aufeinanderfolgenden Sätzen durch den Innenraum.
„Das hat ja gerade noch gefehlt“ Und wieder flogen Marcos Hände über die Amatur seines Steuerpultes. „zentrale Bremsschubtriebwerke auf halber Leistung“ tönte die Frauenstimme.
„ Das muß jetzt reichen, noch weniger Schub und die Gravitation von Doggy Dog lässt uns beim anschließenden aufsetzen zu einer Flunder werden“ Marco ergriff den altmodischen Steuerknüppel seines Raumschiffes um die manuelle Landung einzuleiten. Marco war bewusst, dass er einer der wenigen Piloten war die noch auf solch primitiven Steuerinstrumente zurückgreifen mussten. Selbst in den meisten veralteten Frachtschiffen wurde die manuelle Steuerung schon über Hirnstromtransformatorhelme durchgeführt.
Diese Methode war wissenschaftlich hinterlegt wesentlich genauer als die mechanische Methode der Handsteuerung. Aber Marco war trotzdem stolz darauf dass er die alte Vorgehensweise einer Landung noch beherrschte und insgeheim bildete er sich tatsächlich ein damit besser navigieren zu können als die meisten Piloten mit dem modernen Schnick Schnack, als was er ihn selbst bezeichnete.
„Mierda, wir sind zu schnell.“ Kaum hatte er den Satz beendet tönte auch schon wieder die Frauenstimme „Gravitation des Landungszieles 1,564 G, Landungsgeschwindigkeit derzeit bei 100 Meter die Sekunde, Gefahr,! Landungsgeschwindigkeit zu hoch, senken sie die Landungsgeschwindigkeit“
„Das würde ich ja gerne Baby“ schimpfte Marco, „aber dann sagst du mir wahrscheinlich wieder, dass uns die Bremsschubtriebwerke gleich um die Ohren fliegen und darauf habe ich ehrlich gesagt auch keine Lust“ Ach Scheiß doch drauf „Der ansonsten eher coole Südländer verlor jetzt vollends die Beherrschung. Mit einer gefährlichen Mischung aus Wut und geistiger Ohnmacht drückte er einen weiteren Knopf. „Dann setzen wir halt alles auf eine Karte“ sagte er trotzig „wenn heute der Tag zum sterben ist, dann soll es halt so sein. Und lieber pulverisiert im Orbit, als Flach wie eine Flunder auf dem Boden dieses hässlichen Planeten.“ „Zentrale Bremsschubtriebwerke wieder auf maximaler Leistung“ Kaum hatte der Computer zuende gesprochen, war auch schon das Mark erschütternde aufheulen der am Boden des Schiffes installierten Photonentriebwerke zu hören. Ein mehr als kräftiger Ruck durchzog den Schiffskörper und drohte den Rumpf wie ein Streicholz auseinander zu brechen. In allen Ecken und Kanten knirschte es und die Innenbeleuchtung fing bedrohlich an zu flimmern. Marco wurde von der Wucht der so plötzlich entgegenwirkenden Kräfte heftig zu Boden geworfen und von einigen losgelösten Teilen, der eigentlich sicher festgezurrten Ladung mehrmals schwer am Oberkörper getroffen. Auch wenn der Ruck selbst nur eine Sekunde dauerte, so setzte fast zeitgleich ein bedrohliches Vibrieren im Schiffskörper ein, mit solcher Intensität, dass man den Eindruck haben konnte , das Schiff befände sich im Klangkörper einer riesigen Gitarre, deren Seiten gerade gezupft wurden.
Marco Olembre lag immer noch am Boden und kämpfte mit heftigen Schmerzen im Brustbereich. Keuchend rang er nach Luft und versuchte aufzustehen, während das Schiff nun völlig unkontrolliert in Richtung Boden raste.“ Noch 2 Minuten bis zum aufsetzen“ Knapp 2 Minuten blieben ihm also noch um an seiner derzeit schier aussichtslosen Situation noch eine Korrektur vorzunehmen. Aber dafür musste er erst mal wieder auf die Beine kommen. Und das schien ihm im anbetracht der vielen misslichen Umstände derzeit gar nicht so einfach. Marco biss die Zähne zusammen und stemmte sich auf die Hände, wobei ihm sichtlich die Tränen in die Augen schossen. Egal da musste er jetzt durch. Polternd fiel ein Teil der auf ihm liegenden Ladung zu Boden, während er seinen Oberkörper langsam aufrichtete und sich in Richtung der Steuerinstrumente Schleppte. Auch das noch, schoss es ihm durch den Kopf. Ein Teil der gelösten Ladung war auf den Bildschirm des Oberflächenscanners geflogen und hatte dessen Scheibe zum bersten gebracht. „Mierda, dass darf doch alles nicht wahr sein, so viel Pech kann doch ein einzelner Mensch gar nicht haben. Wie soll ich durch das kaputtene Glas noch was erkennen können?“ „Noch eine Minute bis zum aufsetzen“ warnte die Frauenstimme wieder, „Teleskopstützen werden jetzt automatisch ausgefahren. Derzeitige Landungsgeschwindigkeit liegt bei 30 Meter die Sekunde“ Wenigstens die letzte Meldung gab noch Grund zur Hoffnung, dachte sich Olembre. Die Geschwindigkeit lag für den jetzigen Zeitpunkt nur leicht über dem Toleranzbereich dessen was das Schiff beim Landungsanflug auf den letzten hunderten Metern haben durfte und auch wenn er noch keine Landung mit dieser Geschwindigkeit durchgeführt hatte, so war zu erwarten dass er mit leichten Beschädigungen der Außenhülle zu rechnen hatte. Aber damit konnte er leben wenn ihm dafür sein eigenes Leben blieb. Allerdings nutzte ihm die Tatsache dass er nicht völlig ungebremst auf den Boden zuraste gar nichts, wenn er nicht sehr bald wieder die Kontrolle über das Schiff bekam und ins genaue Zielgebiet fand. Je näher sich das Schiff auf den Boden zu bewegte desto höher wurde die Wahrscheinlichkeit dass er mit den eben automatisch ausgefahrenen Teleskopstützen einen der vielen existierenden Berggipfel des Planeten streifte und das war dann sein Ende. Unter Aufbringung der letzten physischen Reserven erreichte Marco schließlich das Steuerpult seines Raumschiffes. Endlich. Mit eisernem Gesichtsausdruck griff er nach dem Steuerknüppel. Jetzt würde es sich zeigen wie gut er als Pilot wirklich war. Mit aller Vorstellungskraft die er besaß versuchte er durch die gerissene Scheibe des Monitors die wichtigsten Einzelheiten für die Landung heraus zu lesen. „Wenn wir das hier überstehen werde ich nie wieder einer Frau ohne Erlaubnis an den Hintern greifen, das schwöre ich hiermit hoch und heilig“. „Aufsetzgeschwindigkeit voraussichtlich 10 Meter die Sekunde, noch 10 Sekunden bis zum aufsetzen, 9,8,7,6“ Marco hielt die Luft an, 10 Meter die Sekunde , das war verdammt viel Zeug, jetzt würde es sich entscheiden „5,4,3,2, Landung“ Ein mächtiger Stoß durchfloss den Schiffsrumpf. Dann war nur noch das Geräusch von quietschenden und zerberstenden Stahlträgern zu hören die unter gewaltigem Druck aufeinander gedrückt und geschoben wurden. Marco Olembre bekam von all dem nichts mehr mit. Die Wucht des Aufpralls hatte ihn in samtenes Dunkel gehüllt.
„Marco! Jetzt wach schon endlich auf.“ Das erste das Marco bei seinem Erwachen spürte war ein leichter ziehender Schmerz auf der linken Wange. „Ich glaube du kannst mit dem Ohrfeigen aufhören Harold, es scheint als sei er endlich wieder zu sich gekommen“ sagte Dugarie leise. Trotz der Anmerkung von Dugarie ließ Mc Worthy es sich nicht nehmen, Marco Olembre noch einen weiteren, allerdings etwas weniger schmerzhaften Klaps auf die andere Wange zu geben „ Nur um wirklich sicher zu gehen“ sagte er sarkastisch und drehte schelmisch grinsend den Kopf in Charles Dugaries Blickrichtung, als wolle er sich eine nachträgliche Erlaubnis für sein Handeln holen. Mc Worthy war im Gegensatz zu Olembre ein nordischer Typ. Groß, kräftig gebaut, markantes Gesicht, rotblonde Haare und eine fahlblasse Haut, die mutmaßen ließ, dass er in seinem Leben noch nicht oft eine Sonne gesehen hatte. „du kannst jetzt aufhören, habe ich gesagt“ sagte Charles jetzt in einem ernster und lauter werdenden Ton „er wird schon nicht mehr bewusstlos werden, und wenn dann höchstens weil du ihn wieder KO geschlagen hast“ Eigentlich war es nicht unbedingt Charles Dugaries Art beim reden auf Lautstärke zu setzen um seinem Wort zusätzliche Macht zu verleihen. Das brauchte er für gewöhnlich auch nicht. Wie ihm andere immer wieder bescheinigten hatte er eine sehr autoritäre Ausstrahlung, die wahrscheinlich zum großen Teil auf seine gute Erziehung in der Kindheit zurückzuführen war. Eigentlich hätte Charles niemals Spacer werden sollen. Wenn man sich den Stammbaum seiner Familie betrachtete, hätte er das auch gar nicht nötig gehabt. Charles Dugarie stammte aus einer sehr wohlhabenden Familie, die sogar die Genehmigung hatte sich im inneren Gürtel um Terra aufzuhalten. Dieses Privileg wurde für gewöhnlich nur hochrangigen TOG-Mitgliedern zu Teil. Und die TOG achtete mit ihren ständigen Patrouillen und dem Systemumspannenden Schildgeneratoren, kleinlichst genau darauf, dass kein Unbefugter von den verarmten Randsystemen, die Stammwelten um Terra betrat. Dugaries Familie hatte alles besessen was sich ein normaler Mensch nur wünschen konnte. Reichtum, Macht und Einfluss. Aber das war es nicht gewesen nach was Charles in seinem Leben Ausschau hielt. Charles suchte das Abenteuer und er suchte Gerechtigkeit und beides war im inneren Gürtel um Terra nicht zu finden. Dort herrschte nur Dekadenz und Hochmut im Gedenken an die einst so ruhmreiche Zeit der untergegangenen Sternenliga. Um sich seinen Wunsch zu erfüllen hatte er damals auf alles verzichtet. Nicht ein mal das gut gemeinte Angebot seines Vaters hatte er angenommen sich von ihm ein perfekt ausgerüstetes Schiff aus der Sternenligazeit kaufen zu lassen. Ja, der kleingewachsene, vom Aussehen her völlig unauffällige Mann, war wohl der einzige der vier Freunde der von sich behaupten konnte, jemals in einem Plasma Jäger, Modell C der Sternenliga gesessen zu haben.
Harold D Mc Worthy lächelte „Ok dann steh mal auf du alter Bruchpilot“ und reichte seinem noch schwer benommenen Freund die Hand. Als Antwort brachte Marco zunächst nichts weiteres als ein tiefes langgezogenes Stöhnen hervor. „ Komm, jetzt stell dich mal nicht so zimperlich an. Im Gegensatz zu deinem Schiff hast du ja nur ein paar leichte Prellungen abbekommen“ „Mein Schiff ?“ keuchte Marco, schwer nach Luft ringend und riss dabei entsetzt die Augen auf, „was ist mit meinem Schiff“ Marco versuchte mit schmerzverzerrtem Gesicht aufzustehen. Dugarie stellte sich derweil nun neben Mc Worthy und gab ihm ein verdecktes Zeichen zu schweigen. „Nichts, ist schon in Ordnung“ sagte Mc Worthy der die Deutung von Charles verstanden hatte. „Das mit dem Schiff war nur ein kleiner Scherz um dich wieder auf die Beine zu bekommen“. Marco zögerte kurz „Harold, das nehme ich dir nicht ab, ich kenne dich. Was ist mit meinem Schiff passiert, jetzt sag schon die Wahrheit!“ Harold drehte sich zu Charles um und schaute ihn fragend an. Dann nickte er nur. „ Er wird es schon verkraften, so schlecht ist sein Zustand ja nicht, und irgendwann müssen wir es ihm eh sagen“ „Ok Marco du willst die Wahrheit hören? Hier ist sie. Dein Schiff, nun ja wenn man es noch Schiff nennen kann, dient nicht mal mehr der Ersatzteilgewinnung. Langt dir diese Ausführung oder muss ich ins Detail gehen? Du hast wirklich ein Schweine Glück gehabt, dass du noch lebst. Ich habe ja ehrlich gesagt nicht mehr daran geglaubt als ich die Trümmerteile des Wracks gesehen habe. Aber Charles hat darauf bestanden, dass Tucker das Eingangsschott aufschweißt und wir uns vergewissern, was mit dir passiert ist. Für den sympatischen Südländer schien soeben eine Welt zusammen zu brechen. Seine Gesichtszüge waren zu Eis erstarrt, nicht mal mehr das leise zucken eines Augenliedes war zu vernehmen. Olembre schien geistig völlig weggetreten. Ohne ein Wort zu sagen, ohne ein bewusst wahrzunehmendes Anzeichen von körperlichen Schmerz richtete er sich auf und schaute sich stumm und mechanisch wie ein Roboter nach allen Seiten hin um. Um ihn herum standen mit mitleidsvollem Blick Charles Dugarie und Chris Tucker der bisher noch kein einziges Wort gesagt hatte. Und selbst der Zyniker Harold D. Mc Worthy machte eine betroffene Mine als er seinem Spacerkollegen in die in die leere starrenden Augen hinein schaute.
„So ein Sprachtemplate werde ich nie mehr wieder bekommen“ flüsterte Marco so leise zu sich selbst, dass die anderen es unmöglich hören konnten. Mc Worthy bemerkte jedoch die leichte Lippenbewegung aus seinen Augenwinkeln.
„Hab dich nicht so sondern sieh es mal locker. Man muss auch mal Abschied von den alten Dingen nehmen können. Wir finden schon wieder ein gutes Schiff für dich. Beim nächsten großen Coup den wir landen legen wir alle für dich zusammen und kaufen dir eine neue viel bessere Mühle. Oder wir klauen dir einfach eines. Mustafa Montes hat bestimmt schon einen neuen Marauder bei den Phönix Werften bestellt. Und sind wir doch mal ehrlich, dein alter Kahn hätte es doch eh nicht mehr lange getan, der hatte sein Verfallsdatum doch schon längst überschritten“ Marcos Kopf wandelte sich mehr und mehr zu einem rotglühenden Objekt und aus seinen Augen stiegen heise Tränen der Wut ohne dass Harold davon etwas mit zu bekommen schien. Dugarie gab hingegen vergeblich Zeichen, dass Mc Worthy endlich schweigen sollte. Zu spät. Marcos Gedanken schienen ausgeschaltet, dafür wurden seine Bewegungen plötzlich rasend schnell und präzise. So schnell das Mc Worthy sich nicht mal mehr im Ansatz darauf vorbereiten konnte. Mit einem kräftigen steilen rechten Aufwärtshaken erwischte Marco Harold direkt am Unterkiefer. Harold ging von der Wucht des Schlages sofort zu Boden und verlor die Orientierung. Hilflos tastete er sich dort völlig benommen auf allen vieren nach vorne um etwas zu finden an dem er sich wieder auf die Beine ziehen konnte. „Das wollte ich schon längst mal getan haben“ meinte Marco nur kurz und würdigte Mc Worthy danach keines Blickes mehr sondern drehte sich zu Tucker und Dugarie um.
„ Und jetzt bringt mich bitte zu den Überresten meines Schiffes, vielleicht ist ja doch noch das ein oder andere zu retten. Wenn ich wenigstens die Daten des Zentralcomputers sichern könnte wäre ich glücklich“. Marco schaute sich noch einmal um. Wie er unschwer an der Beschaffenheit des Innenraumes erkennen konnte befanden sie sich im hochmodernen Phönix Marauder von Mc Worthy, den sie erst gestern während eines bewaffneten Aufstandes aus dem Präsidentenpalast von Mustafa Montes auf Andorra gestohlen hatten. Das fast 40 Meter lange, hochmoderne Multifunktionsschiff war mit einer Leistungsstarken Elektronenramme ausgerüstet die jedes Piratenschiff mit einem einzigen Schuss vom Himmel holen konnte. Vom Innenraum her war das Schiff in drei große Bereiche unterteilt. Einmal die Pilotensteuerzentrale, die für Spacer Verhältnisse fast schon riesig anmutete, der Unterkunftsbereich, in dem sie sich gerade aufhielten und welcher im Verhältnis zu dem seines Gorn Battleship beinahe schon wie ein Penthouse wirkte und den Reaktorraum, den er bisher noch nicht gesehen hatte. Aber bei dem Energieaufwand, den alleine die Elektronenramme bei einem Einsatz benötigte, mussten die Fusionsreaktoren groß, vor allem aber sehr Leistungsfähig sein. Doch im Moment interessierte ihn das alles nur randläufig, wenn überhaupt. Im Augenblick galt sein einziger Gedanke dem, zu sehen was von seinem Schiff noch übrig geblieben war. „Brauchen wir Anzüge oder ist die Atmosphäre atembar.“ „Sagen wir es so, sie ist nicht giftig, aber die Luft da draussen ist sehr sehr dünn und die Temperaturen sind mit –50 Grad Celcius auch nicht gerade einladend um ohne Schutzanzug herumzulaufen. Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen ihn anzuziehen. Aber meinst du, du bist wirklich schon bereit dazu“ merkte Charles Dugarie an.
„Bereit für was? mir mein zerstörtes Schiff anzuschauen ? Ich denke nach der Nummer von Mc Worthy kann mich jetzt nichts mehr schockieren. Er hat bei mir mit seiner plumpen Art schon alle vorhandenen Reserven herausgelockt. Noch mehr kann nicht mehr kommen. Ich gehe einfach vom schlimmsten aus und freue mich über jeden Teil meines Schiffes der noch unbeschadet geblieben ist“ Marco ging auf den durchsichtigen Glaschrank zu in dem gut sichtbar die modernen Raumanzüge aufbewahrt wurden. Instinktiv drückte er den grünfarbenen Knopf am davor befindlichen Steuerelement. Ein leises zischen war aus dem inneren des Glaskastens zu vernehmen. Fast gleichzeitig blähten sich die Raumanzüge langsam auf. Nach wenigen Sekunden hörte das Zischen auf und die auf einer Laufschiene befindlichen Glastüren fuhren nach außen hin weg. „Das ist beeindruckend oder“ merkte Dugarie an. „ Durch die Vakuumaufbewahrung wird gewährleistet dass sie keinerlei Korrosion unterliegen. Wenn man sie wieder zurückhängt wird automatisch eine Dichtheitsprüfung gemacht und alle Feuchtigkeit abgesaugt“. „Ja nicht schlecht“ sagte Marco gleichgültig, wobei er sich einen passend Anzug packte und begann ihn anzuziehen. „Kommst du mit oder soll ich alleine gehen“ prüfend schaute er zu Charles Dugarie. „ Das war ein sauberer Schlag eben“ ertönte hinter ihm die Stimme von Mc Worthy der mittlerweile wieder einigermaßen gerade auf seinen Beinen stand und langsam auf Marco zuging sich dabei aber immer noch mit einer Hand über das scheinbar schmerzende Kinn fuhr. „Wenn du nichts dagegen hast komme ich auch mit, Kleiner“ „Kein Problem“, sagte Marco trotzig. Ohne Mc Worthy weiter zu beachten schaute er mit einem letzten prüfenden Blick über den Raumanzug. Dann verschloss er sein Helmvisier. Der Spacesuit saß perfekt, so perfekt als wäre er für ihn maßgeschneidert worden. Marco schaltete den Helmcommling und die Außensprachanlage an. „ Dann gib jetzt aber Gas“ merkte er an. Auch Tucker näherte sich jetzt etwas beklemmt der gepanzerten Glasvitrine. Chris Tucker war zwar ein Bär von einem Kerl, dessen bloße Erscheinung schon bei anderen ein mulmiges Gefühl in der Magengegend hervorrufen konnte, aber dafür war er auf andere Weise von der Natur gehandicapt worden. Chris war Strohdumm. Manchmal konnte man sich wirklich fragen, wie er es überhaupt fertig brachte ein Schiff unbeschadet von einem Planeten zum anderen zu bringen. Doch als Spacer war er ausgesprochen gut und beherrschte jeden Handgriff im Schlaf. Es gab nur wenige Piloten die ihm das Wasser reichen konnten. „Kann ich auch mitkommen“ fragte Chris in einer Art und Weise die einen fast einschlafen lies. Tucker brauchte immer sehr lange um einen logischen zusammenhängenden Satz zu bilden. Das war auch der Grund warum er meist nicht viel redete. Tucker hatte nämlich das unglaubliche Talent sich mit nur ein oder zwei Worten den ganzen Respekt den er sich durch seine Statur verschaffte zu verspielen. Ein noch größeres Talent von ihm war aber eindeutig sich und andere durch seine meist recht unbedachten Handlungen in Schwierigkeiten zu bringen.
„Sagt mal spinne ich ? Warum fragt ihr eigentlich alle so dumm ?“ Marco schüttelte ungläubig den Kopf. „Ich komm damit schon klar dass mein Gorn gehimmelt ist. Und hört endlich auf mit den nervenden betätscheln, sonst wird mir noch schlecht“
Mc Worthy kam nicht darüber hinweg dreckig zu grinsen und fuhr berechnend über sein Kinn. „Wenn du mich nicht wieder schlägst, gerne. Wobei ich noch hinzufügen will, dass du eben nur Glück hattest. Hätte ich mit dem Schlag gerechnet dann hättest du auf dem Boden gelegen.“ Marco verdrehte genervt die Augen.
„Harold, ich weiß dass du toll bist. Aber anstatt hier blöde Pseudoreden zu schwingen solltest du lieber mal das Schott zur Druckausgleichskammer öffnen“ Harold verkniff sich eine weitere Bemerkung „Luke 1 öffnen“ sagte er in monotoner Stimme. Lautlos schoben sich die Zentimeter dicken Kevlarteile des Schottes Irisartig auseinander und gaben den Weg zur Druckausgleichskammer frei. „Da staunst du, was Marco.“ stichelte Harold wieder. „Hier ist nichts mehr groß mit Knöpfchen drücken wie auf den alten Kähnen. Das allerbeste daran ist aber, dass der Computer bereits auf meine Stimmfrequent kalibriert ist. Und das bedeutet ? Richtig…., ihr habt auf diesem Schiff gar nichts zu melden, also benehmt euch anständig“ Mc Worthy schenkte Marco bei seiner Belehrung ein provozierendes Lächeln während er sich selbst in einen der Druckanzüge aus dem Schrank hineinzwängte. Auch Dugarie und Tucker hatten sich mit einem Suit versorgt und waren dabei ihn anzuziehen.
„Brauchen wir Waffen“ fragte Marco der bereits mit ungeduldigen Blicken auf die anderen in der Druckausgleichskammer wartete. Die Antwort erfolgte in Form einer gesicherten Blasterpistole die Mc Worthy ihm wie auch den anderen ohne weiteres Kommentar zuwarf.
“Das soll wohl ja heißen nehme ich an“ „keine Ahnung“ erwiderte Mc Worthy, „aber wir müssen ja kein unnötiges Risiko eingehen. Es heißt zwar dieser Planet sei unbewohnt, aber er diente laut Auskunft meines Bordcomputers lange Jahrhunderte als Friedhofsstätte der Sternenliga und ist heutzutage ein beliebtes Versteck und Anflugsziel für Abenteurer, Gesetzlose, Piraten und Kopfgeldjäger. Also die ganze Palette.“ „Hört sich ja interessant an, aber trotzdem will ich jetzt endlich mein Schiff sehen. Kommt ihr ?“ Dugarie, Tucker und Mc Worthy betraten die Druckausgleichskammer. „Luke 1 schließen“ ohne auch nur ein winziges Geräusch dabei zu verursachen schloss sich der Mechanismus wieder und schottete die Kammer vom Rest des Raumschiffes ab. „Druckausgleich zur Planetenatmosphäre herstellen
„tönte es aus Mc Worthy`s Außensprechanlage.“ Nicht mal eine Sekunde verstrich bis das leise zischende Geräusch angesaugter Luft zu hören war „Druckausgleich zum Außendruck hergestellt“ meldete eine dominant klingende Computerstimme, die im Gegensatz zu Marcos Bordcomputertemplate anscheinend so eingestellt war, dass sie sich nur dann bemerkbar machte wenn wirklich wichtige Informationen für den Schiffsbesitzer vorlagen. „So Leute, dann macht mal eure Helmaußenbeleuchtung an. Auf Doggy Dog ist zwar mittlerweile Tag, aber ich habe mir eben noch mal über die Außenkameras ein paar Eindrücke besorgt. Das Gestein hier ist so schwarz dass selbst in dem schwachen Sonnenlicht kaum was zu erkennen ist.“ „Ist ja in Ordnung“ sagte Dugarie gelangweilt, dem Mc Worthys zeitweiliger Hang zum wichtig tun auf die Nerven ging „wir werden uns schon noch selbst ein Bild davon machen können. Wenn ich schon mal hier bin werde ich mir auf jeden Fall nicht die Gelegenheit entgehen lassen mich mal ein wenig umzuschauen. Wenn das hier wirklich mal ein so genannter Bestattungsplanet für die Toten der Sternenliga war, dann sind hier bestimmt noch paar alte Grabstätten eventuell sogar noch paar Artefakte aus längst vergangenen Zeiten zu finden“ Mc Worthy öffnete die Außenluke und sorgte für das Ausfahren der Landungsleiter. Dann betrat er gefolgt von Olembre, Tucker und Dugarie die karge, von schwarzem Steingeröll bedeckte Planetenoberfläche. Kommentarlos schalteten die Männer die Außenbeleuchtung ihrer Raumanzüge an. Der Erfolg schien mäßig bis kläglich. Es war wie Mc Worthy gesagt hatte. Der schwarze Planet saugte fast alles Licht in sich auf. Selbst wenn sich die weit entfernte aber überaus große Sonne dieses Systems in der Phase einer Supernova befunden hätte, so wären die Auswirkungen für Doggy Dog wahrscheinlich nur im Temperaturbereich zu finden gewesen. Marco schaute auf seine Außentemperatur-, sowie auf die Außendruckanzeige. Dann warf er noch einen Blick auf seinen Atmosphärenprüfer, um zu sehen aus was sich die Luft hier zusammensetzte. „Puhhhh -45 Grad Celcius. Ein nicht sehr einladender Wert für einen Spaziergang. Aber wenigstens ist die Atmosphäre tatsächlich nicht giftig“. „und selbst wenn“ klang Mc Worthys rauhe Stimme über Commling. „Du musst sie ja nicht Atmen“.
Die vier Männer leuchteten mit ihren Halogenscheinwerfern den umgebenden Bereich aus. Direkt in ihrer Blickrichtung war der schwache Umriss des Matt schimmernden Phönix Warbird von Dugarie zu erkennen. Der Warbird war das Vorgängermodell des gestohlenen Marauders den Mc Worthy besaß und war wie sein Nachfolger nur in streng limitierter Zahl auf Tantel gebaut worden. Dieses Schiff war der Traum eines jeden Spacers, ein Traum den sich aber nur die wenigsten leisten konnten. Auch wenn der Marauder dem Warbird den Titel, modernstes Schiff der Außenwelten nun abrang, so war er immer noch ein Prestigeobjekt. Mit einem Maß von 30 Meter Länge war er recht geräumig, und mit einer Bewaffnung von 4 Lasern, stellte er für jedes Piratenschiff eine tödliche Bedrohung dar. Sein Photonenantrieb gehörte zu den stärksten und erreichte beinahe die Schubkraft eines modernen Plasmatriebwerkes. Trotz seiner enormen Größe die weit über den eigentlichen Verhältnissen eines Jägers lagen war es möglich mit dem Warbird jedes bekannte Ausweichmanöver zu fliegen.
Marco schaut sich um, ob er irgendwo in der weitreichenden Dämmerung die Konturen seines Schiffes ausmachen konnte. Er erinnerte sich vage daran, dass er versucht hatte sein Gorn bei der Landung direkt zwischen Dugaries Warbird und Tuckers veralteten TIF-Shuttle II zu setzen. Ob er das letztendlich auch geschafft hatte, konnte er nicht sagen, da er den entscheidenden Teil des Landeanfluges fast blind durchgeführt hatte. Dugarie bemerkte seinen suchenden Blick. „ Es befindet sich direkt hinter meinem Schiff. Aber eine Sache Marco. Erwarte bitte nicht zu viel, du wirst dein Schiff nicht wieder erkennen“ Marco antwortete nicht sondern folgte stumm Mc Worthy, der zielstrebig den kürzesten Pfad um Dugaries Warbird suchte. Dumpf, fast ohne Hall zogen sich die Schritte der vier Männer durch die trostlose Kraterlandschaft, die keinerlei Abwechslung zu bieten schien. Doch Niemand von ihnen konnte sagen welche Überraschungen und Geheimnisse vielleicht hinter dem Vorhang der Dunkelheit auf sie warteten, da das Licht ihrer Lampen nicht mehr als einen Bereich von 20 – 30 Meter ausleuchteten. Das so entstehende Bild erinnerte ein wenig an das Szenario eines düsteren Alptraums. „Da vorne ist es“ Mc Worthy leuchtete mit seinem Scheinwerfer direkt auf einen großen Berg aus schwarzem Stahl. Als etwas anderes konnte man das einstige Kastenschiff von Marco Olembre kaum noch bezeichnen. Marco schluckte einmal tief, zwang sich aber dazu nicht die Beherrschung zu verlieren und ging ohne jede Bemerkung auf das Objekt zu, das einst sein Schiff gewesen war. Die anderen blieben hingegen auf halbem Weg stehen und beobachteten ihn. „Was sucht er da?“ fragte Tucker über Commling, dem wie immer die Phantasie fehlte sich in die Lage eines anderen hinein zu versetzen. „Chris, nicht jetzt“ sagte Charles leise. Marco standen unweigerlich die Tränen in den Augen.
Sein Gorn Battleship sah grausam aus und war unreparabel. Die Landestützen aus Titanstahl waren bis auf eine, alle gänzlich vom Rumpf abgetrennt und hatten sich unter glühender Hitze und völliger Deformation in den schwarzen Steinboden des Plateaus gebohrt. An den so entstanden Verbundstellen erkannte man deutlich das zerflossenes Metall wie auch frisch erkaltete Lava. Der Schiffsrumpf war auf die Hälfte seiner ursprünglichen Höhe zusammengedrückt worden und überall stachen verbogene Stahlträger aus dem inneren heraus. „Mi calidad, ich hätte Tod sein müssen“ Marco schaltete seinen Communicator ab. Diesen schmerzhaften Augenblick wollte er mit niemandem teilen. Sein Blick fiel auf die Ausstiegsluke, in der ein großes scharfkantiges Loch klaffte, durch dass sie ihn herausgezogen haben mussten.
Marco ging darauf zu und leuchtete vorsichtig mit seinem Halogenscheinwerfer ins innere des Schiffes. Auch von innen schien das Gorn völlig verwüstet. Wo er nur hinschaute hingen lose Drähte, Kabelverbindungen und Glasfaserteile von der Decke herunter. Obwohl dieser Anblick ihm fast unerträglich schien, entschied er sich dazu das innere des Schiffes zu betreten. Irgendwo tief in seinem inneren schlummerte noch ein Schimmer Hoffnung vielleicht doch noch irgendetwas Brauchbares bergen zu können. Marco horchte auf. Durch den Außenkommunikator vernahm er das elektrisierende Züngeln kurzgeschlossener Stromkreise. Das bedeutete der Fusionsreaktor des Schiffes hatte sich nicht abgeschaltet, wie er es eigentlich hätte tun sollen. Ob die anderen davon wussten. Marco schaltete sein Commling wieder ein. Ein kurzes Klicken war zu vernehmen. „Marco !? „Ja, ich weis, aber ich musste die Verbindung mal kurz canceln. Ich befinde mich gerade im inneren meines Schiffes. Sieht ja wirklich trostlos aus.“ „Sollen wir auch kommen, oder willst du dich noch ein wenig alleine dort umschauen“ fragte Dugarie. Marco überlegte kurz, „ nein , wartet noch ein wenig, ich muß das hier erst mal richtig verarbeiten. Sagt mal ist euch eigentlich nicht aufgefallen dass der Reaktor noch läuft ?“ „Von was redest du da“ fuhr Harolds aufgebrachte Stimme durchs Commling. Wir sind doch nicht lebensmüde. Ich selbst habe bei deiner Bergung alle Eventualitäten überprüft. Da lief nichts mehr und kann auch eigentlich nichts mehr laufen.“ „Dann sag das mal dem Reaktor“ unverhohlen klang ein gewisses Maß Zynismus aus Marcos Stimme heraus. „Ihr könnt euch draußen ruhig noch ein wenig umschauen, ich brauch hier noch ein Weilchen. Wenn ich eure Hilfe brauchen sollte, melde ich mich.“ Es setzte wieder Funkstille ein. Harold, Charles und Chris respektierten Marcos Wunsch und nutzten die Zeit um sich einen näheren Eindruck von dem Landeplateau zu verschaffen. Sie benötigten etwa 6 Minuten um die relativ ebene Fläche auf der sie ihre Schiffe gelandet hatten der Länge nach abzugehen. Wie auf den Scannern bereits zu sehen gewesen war schloss das Plateau nach allen Seiten hin in hohen Gebirgszügen ab. Sie befanden sich sozusagen in einem Kessel, vermutlich entstanden durch einen lang zurück liegenden Meteoriteneinschlag. Plötzlich knisterte es im Funk „Verflucht was ist dass da vorne ?“ Es handelte sich um Marcos Stimme die schmerzhaft laut durch die Helmlautsprecher der anderen dröhnte und plötzlich abrupt verstummte. Im Anschluss hörte man eine sich überschlagende Atmung und mehrere aufeinander folgende Salven einer Blasterpistole die irgendwo unter lautem Donner einschlugen. „Verdammt, Marco was ist los bei dir“ meldete sich Mc Worthy zu Wort. Dugarie hingegen zog einfach nur seinen Blaster aus der Beinhalterung und stürmte wortlos in Richtung des abgestürzten Schiffes von Olembre. Ihm war instinktiv klar, dass jede Sekunde zählen würde. Das Schiff von Olembre war noch nicht in Sichtweite. Aber er sah die verschwommenen Konturen von Tuckers Schiff im Dämmerlicht auftauchen, hinter dem sich die Überreste des Gorns befanden. Charles Dugarie legte trotz der hohen Schwerkraft des Planeten und dem steifen Raumanzug einen unglaublich schnellen Sprint hin. Auch Tucker und Mc Worthy stürmten jetzt mit gezogener Waffe in die selbe Richtung. Allerdings fielen sie mehr und mehr hinter Dugarie zurück. Charles erreichte als erster das Wrack. Es lag still und unberührt vor ihm. Misstrauisch näherte er sich schräg versetzt dem aufgeschweißten Eingang des zerstörten Raumschiffes. Aus dem inneren war kein Licht zu sehen. Irgendwas stimmte da nicht. Charles kontrollierte sein Commling. Wenn er der Anzeige glauben durfte, so hatte Marco vor etwa 2 Minuten sein Commling ausgeschaltet. Das bedeutete, wenn er noch hier war konnte er höchstens über seine Außensprechanlage mit ihm in Kontakt treten. Dugarie überlegte. Wenn sich außer ihnen hier tatsächlich noch jemand anderes aufhielt, so war dieser jemand automatisch gewarnt, wenn er jetzt etwas auffälliges tat.
Er entschied sich nicht zu rufen sondern verhielt sich weiterhin still und schaltete die Halogenlampe aus um nicht seinen Standort preiszugeben. Er sah nun kaum noch die eigene Hand vor Augen, allerdings würde ihn der vermeintliche Gegner auch nicht sofort bemerken. „Tucker, Mc Worthy, wo bleibt ihr“ Dugarie sprach instinktiv im Flüsterton, obwohl er die Außensprechanlage nicht eingeschaltet hatte und seine Stimme somit nur für die beiden anderen zu hören war. „Wir sind direkt hinter dir“ gab Mc Worthy zu verstehen. „Wunderbar! Gut dass ihr auch die Funzeln ausgemacht habt“ „Ich sehe jetzt aber fast nichts mehr“ gab Tucker zu bedenken. „Das ist schon so gewollt Chris“ antwortete Dugarie. „Ich werde jetzt ins Schiffsinnere gehen und sehen ob ich eine Spur von Marco finde“. „Sollen wir nicht lieber mitkommen, Charles“ fragte Mc Worthy „Nein sichert ihr nur den Eingang. Wenn wir zusammen reingehen, würden wir uns nur gegenseitig behindern“
Dugarie hielt die Blasterpistole im Anschlag und huschte in schnellen behänden Bewegungen ins Schiffsinnere. Dort angekommen musste er feststellen dass er nun gar nichts mehr sehen konnte. Mit der ausgestreckten linken Hand tastete er sich an der Bordwand des Schiffes entlang durch den Innenraum. Nach etwa fünf Metern spürte er plötzlich eine Erhebung zu seinen Füßen, über die er beinahe stolperte. „ Hier ist was auf dem Boden“ informierte er die anderen in seiner üblichen ruhigen Weise. „Ist wahrscheinlich aber nichts besonderes, also bewahrt Ruhe und haltet weiterhin Funkstille. Und bitte nicht reinkommen, ich werde euch auf dem laufenden halten“ Charles Dugarie kniete sich nieder und fühlte mit der linken Hand über die soeben entdeckte Erhebung. Mit der rechten hielt er weiterhin die Blasterpistole nach vorne gerichtet immer damit rechnend den Abzug betätigen zu müssen. Der Gegenstand war groß schwer und er war weich. Ein Körper. Dugarie wurde leichenblass. Nur ein einziger scheußlicher Gedanke schoss ihm durch den Kopf, dem in Konsequenz innerhalb von Sekundenbruchteilen tausend weitere Gedankenstricke folgten, von denen aber kein einziger wirklich klar und rational erschien, sondern alle zusammen sich in einer Art Verkehrswirrwarr zu einer vorübergehenden Denkblockade vereinigten. Seine Atmung beschleunigte sich. Sowohl die Temperatur als auch die Feuchtigkeit in seinem Raumanzug stiegen an, was automatisch dafür sorgte, dass sich das Gebläse im Helmbereich einschaltete um ein Anlaufen des Helmvisiers zu verhindern. „Hier liegt jemand. Oh Gott ich weis nicht ob es Marco ist. Oh shit er zeigt keinerlei Reflexe mehr, ich glaube er ist tot.“ „Mist, Sollen wir reinkommen“ fragte Mc Worthy, während Tucker ohne eine Antwort abzuwarten seinen Scheinwerfer anschaltete und sich durch die aufgeschweißte Luke zwängte. „Hey Tucker, was hast du vor“ Harold versuchte noch mit der linken Hand den Muskel bepackten Freund zurückzuhalten, doch sein Griff ging ins leere. „verdammt Tucker, hoffentlich werden wir diesen Blödsinn von dir nicht wieder bereuen“ fluchte er. „Charles du bekommst Besuch. Ich konnte Tucker nicht zurückhalten“
Es dauerte einige Sekunden, da kam eine Antwort. „Scheise Jungs, wir haben hier ein echtes Problem. Der Tode der hier liegt……“ „Wasssss Marco ist….“ „Nein es ist nicht Marco. Ehrlich gesagt weis ich nicht mal was es ist, am besten ihr kommt sofort hier her, oder nein bleibt da“ „Ich bin schon da“ teilte die dumm fröhliche Stimme von Chris Tucker mit der gerade den ehemaligen Wohnbereich des Gorns betrat. „ Was ist das Charles,“ fragte er verwirrt, während sein Blick auf einem völlig haarlosen, kreidebleichen Wesen von humanoider Gestalt haften blieb. „Das ist doch nicht Marco“ „Ja Chris das sehe ich selber, aber was es ist kann ich dir auch noch nicht sagen.“ „Nur stellt sich jetzt natürlich die Frage wo Marco ist. Chris durchsuch du bitte mal den Reaktorraum, aber sei vorsichtig dabei“ Chris nickte nervös „ist gut“. „Harold bist du noch draußen?“ „Ja, ich habe alles mitbekommen. Soll ich auch reinkommen?“ „Nein, schau lieber mal am Eingang ob du dort vielleicht irgendwelche Hinweise auf das Verschwinden von Marco entdeckst“ „ja, klar mach ich.“ Tucker kam wenige Minuten später wieder aus dem Reaktorraum zurück. „Und ? Hast du was gefunden Chris?“ fragte Charles nach. Chris schüttelte den Kopf. „Nur das hier.“ Er machte auf eine mit Nägeln bestickte Keule aufmerksam die er in seiner linken Hand hielt. Plötzlich meldete sich Mc Worthy völlig aufgelöst über Funk „ Jungs, ich glaube ich habe hier tatsächlich was entdeckt, es wird euch aber nicht gefallen. Kommt schnell her“ Chris warf die Keule achtlos in die Ecke und folgte Charles nach draußen. Mc Worthy stand unruhig ein paar Schritte vom Gorn entfernt und schaute in die Richtung in der auch Tuckers Raumschiff stand. Als die beiden anderen auf gleicher Höhe mit ihm waren zeigte er auf den vor ihm liegenden Boden „Dort!“ Am Boden war eine breite Schleifspur zu sehen die von einer dünnen Blutspur begleitet wurde die auf dem schwarzen Felsgestein jedoch kaum ins Auge fiel. „Sie geht in Richtung der Felsen.“ „ Dann auf“ sagte Dugarie „worauf warten wir noch“ Alle drei Männer hatten jetzt ihre Waffen entsichert und trugen sie in vorhalte. Die Commling ließen sie eingeschaltet und die Außenmikrophone wurden auf maximale Verstärkung gestellt um jedes kleinste Geräusch zu vernehmen. Derzeit war aber nur ein leichter Wind der kaum spürbar über das Plateau hinwegwehte in den empfindlichen Geräten als dumpfes Rauschen zu hören. „Seht mal da vorne“ Mc Worthy leuchtete mit seiner Halogenlampe etwa 20 Meter in die vor ihnen auftauchenden Felsen des Kraterrandes hinein. Tatsächlich schien dort eine dunkle Vertiefung im Fels zu sein „Das sieht mir aus wie eine Höhle, vielleicht sollten wir uns das mal umschauen“ Auch wenn die Vertiefung nicht sehr hoch gelegen war so stellte sich der Aufstieg Anfangs als nicht ganz so unproblematisch dar. Nach einige Minuten hatten sie jedoch ihr Ziel erreicht und standen vor dem Eingang eines dunklen Ganges der ins Berginnere führte. Mc Worthy und Dugarie untersuchten den Boden nach weiteren Spuren während Chris ein paar Schritte tiefer in die Höhle vordrang. „hier hinten teilt sich der Gang“ bemerkte er über Commling. Vor Tucker zweigte sich der Weg. Die linke Abzweigung führte mehr oder weniger geradeaus und machte nach etwa 20 Metern einen weiteren Knick nach links. Der rechte hingegen führte steil abschüssig nach unten und machte dann ebenfalls eine Biegung nach links. „Hmmmmm hier hört die Blutspur auf, keine Ahnung was das bedeuten könnte. Auf jeden fall haben sie ihn bis hier hin geschleppt“ sagte Mc Worthy „ist anzunehmen, ja“ gab Dugarie zur Antwort. „Tucker ?“ Mc Worthy schaute dem Verlauf des Ganges entlang und sah wie Tucker prüfend zur Decke stierte und sich daraufhin anscheinend kurzerhand für den linken Gang entschied. „Ey Chris, bleib stehen, kannst du nicht mal bei einem bleiben? Fehlt nur noch, dass wir dich auch noch gleich verlieren.“ Chris reagierte mit einem Fingerzeig auf die Decke „Schaut mal da oben an der Decke ist ein Draht gespannt, für was der wohl ist, ich zieh mal dran“ „Nicht anfassen“ schrie Mc Worthy geistesgegenwärtig durchs Commling „Lass bloß die Finger davon und beweg dich nicht von der Stelle“ Sowohl Mc Worthy als auch Dugarie hasteten zu ihrem Freund der mit fragendem Blick dem Verlauf des Drahtes folgte. „Wo kommt der her und für was soll der gut sein“ fragte Chris als die beiden Freunde neben ihm an der Weggabelung standen.“ „Keine Ahnung. Mit Sicherheit aber für nichts gutes. Ich kann aber auch nur Vermutungen anstellen. Jedenfalls schon mal gut dass du ihn gesehen hast“ „und vor allem dass du ihn nicht wie geplant angefasst hast“ pflichtete Mc Worthy sarkastisch bei.
Dugarie inspizierte den Draht genauer. „das ist ja interessant“ bemerkte er. Seine linke Hand wanderte in Richtung Helm und blieb dort in etwa auf Höhe des Visiers halbgeschlossen liegen, als wolle er sich die Stirn stützen. Seine Augenlieder waren tief nach unten gezogen und sein Blick wirkte irgendwie abwesend. „Was ist interessant“ wollte Harold wissen „warte mir kommt es gleich, wo habe ich diesen Draht.........?“ Dugarie machte eine hektische Handbewegung „ jetzt nicht stören ich habe es gleich.“ Er tippste nervös mit dem rechten Fuß auf dem gerölligen Boden. Ok mir ist es wieder eingefallen. Seht ihr den rötlichen Glanz von diesem Draht ? Er ist aus keinem gewöhnlichen Metall. Diese Metalllegierung wird gar nicht mehr hergestellt, weil keiner mehr ihre genaue Zusammensetzung kennt, nicht einmal die TOG.“ „und was willst du uns damit sagen ?“ fragte Mc Worthy stutzig. „Naja, der Draht stammt aus Zeiten der Sternenliga, und wurde dort auch von der Armee wegen seiner ungeheuren Belastbarkeit gegen Hitze, Korrosion und Zug eingesetzt, unter anderem auch um damit Fallen zu präparieren“. „Ich verstehe, gehen wir trotzdem weiter, oder was schlägst du jetzt vor“. Harold schaute Charles prüfend an. „ Wir werden Marco auf jeden Fall nicht im Stich lassen, nicht bis wir die hundertprozentige Gewissheit haben was mit ihm geschehen ist“. „ Und was schlägst du vor“ Dugarie zeigte in die Richtung des vor ihnen verlaufenden Ganges. „Holzauge sei wachsam! Wer mitkommen will kommt mit. Ich werde jedenfalls dem Draht folgen und natürlich versuchen nicht in die ausgelegte Falle zu tappen“ Dugarie ging vor die andere beidne folgten ihm. Es herrschte Totenstille. Der Gang schrumpfte in seinem Verlauf ein wenig zusammen dafür wurde er aber immer höher. Am oberen Rand, im Schnittpunkt von Wand und Decke schienen auf beiden Seiten hin und wieder kleine Seitentaschen in den Fels zu führen, die jedoch von unten nicht tiefer einsehbar waren. Der Draht, auf den sie weiterhin alle einen wachsamen Blick warfen, folgte schön brav, mit bloßem Auge kaum sichtbar, und nur hin und wieder durch Ösen geführt, dem Deckenverlauf. Nach etwa 20 Schritten, genau an der Stelle wo der Gang seine Biegung nach links machte blieb Dugarie plötzlich stehen und machte einen nervösen Gesichtsausdruck. „Sieht so aus, als wären wir hier nicht die ersten Besucher“. Auch Mc Worthy und Tucker sahen jetzt was er meinte. Kurz hinter der Ecke, angelegt an die Wand, saß mit ausgestreckten Beinen, eine mumifizierte menschliche Leiche, die noch die Überreste eines Raumanzuges trug. Das Helmvisier war eingeschlagen und im Brustbereich der Leiche steckte ein langer abgebrochener Stab mit Stoffen und Fellen umwickelt. Der andere Teil des Stabes lag auf dem Boden. „Oh fuck“ entglitt es Mc Worthy. „Wie passt das denn zusammen ? Haben wir es hier mit Wilden zu tun ? Oder mit Psychopaten ?“ Dugarie sagte nichts sondern zog ein wenig widerwillig den Stab aus der Brust des Toten und schaute ihn sich an. „Hab ich mir`s doch gedacht. Ein primitiver Speer“ Angewidert und fasziniert zugleich fuhr er mit der Hand über die Speerspitze. „ Das ist tatsächlich primitivstes Werkzeug, keine Industriefertigung. Gänzliche Handarbeit“. „Willst du damit etwa sagen dieser Planet hat Leben entwickelt“ sagte Mc Worthy ungläubig. „ Ich will damit gar nichts sagen, das war lediglich eine Feststellung. Wie das alles hier zusammenpasst, weis ich doch selbst nicht. Es gibt einfach keinen Sinn“ Kaum hatte er den Satz zuende gesprochen, schlug etwas krachend in seinen Halogenscheinwerfer ein und das Licht erlosch. Instinktiv warf er die Speerteile von sich weg und lies sich selbst zu Boden fallen. Mc Worthy der sich ebenfalls geschult abduckte passierte dasselbe. Das Klirren von zerberstenden Glas war zu hören und seine Lampe war ebenfalls sofort erloschen. „Scheiße was ist hier los. Tucker leuchte mal um dich.“ Chris Tucker der glücklicherweise ein paar Schritte hinter ihnen zurück geblieben war, weil er eine natürliche Abneigung gegen alte vertrocknete Leichen besaß, lies den Strahl des Halogenscheinwerfers durch sämtliche Ecken und Winkel der Höhle gleiten ohne jedoch etwas auffälliges vorzufinden. Als er jedoch den Strahl in eine der oben befindlichen Nischen huschen ließ glaubte er ein kurzes Fauchen gehört zu haben. Blitzartig lies er den Strahler an die Stelle zurückgleiten. Und tatsächlich. Oben in einer der Ausbuchtungen stand eine nackte, völlig bleiche Gestalt auf zwei Beinen. Sie hatte rotglühende Augen und in ihrer rechten Hand hielt sie einen großen Stein. Ihre linke Hand hielt einen Speer den sie aber fallen lies um die Hand schützend vor die Augen zu halten. Tucker hielt nach wie vor völlig ungläubig den Scheinwerfer auf das nun kreischende Wesen, das jetzt seinen Stein nach ihm warf der aber sein Ziel weit verfehlte. „Das ist doch so ein Ding wie es in Marcos Raumschiff lag. Ich glaube es hat Angst vor Licht“ schrie Tucker aufgeregt. Mc Worthy hingegen fluchte und verbreitete allgemeine Hektik indem er ununterbrochen ins Commling redete „raus hier, schnell bevor uns auch noch die letzte Lampe vor die Hunde geht“ -Puff-. Kaum hatte er es ausgesprochen war es auch schon passiert. Tuckers Lampe war getroffen und mit ihr verabschiedete sich das letzte Licht von ihnen. Die drei Freunde tappten nun in völliger Dunkelheit und waren somit bis auf das Funk voneinander isoliert. Jeder war nun mehr oder weniger auf sich alleine gestellt und damit dem unbekannten Gegner ein leichtes Opfer. Selbst wenn es sich um Primitive handelte, war die Situation alles andere als glücklich. „Seid jetzt am besten still. Kein Funkspruch mehr wenn er nicht unbedingt sein muß“ mahnte Mc Worthy. „Wenn wir sie schon nicht sehen vielleicht können wir sie dann wenigstens hören“
„ Wo seid ihr. Ich weis nicht wo ich hingehen soll“ Tuckers Stimme verriet, dass er zutiefst verunsichert war. „Was mache ich denn, wenn ich was höre, soll ich dann einfach ins leere schießen. Ich glaube ich habe eine Idee“ „ Oh nein.“ Mc Worthy stöhnte leise. Er hat eine Idee. Chris kannst du aufhören den Funk zu missbrauchen.“ Chris sagte nichts mehr. Aber dafür tat er etwas anderes. Plötzlich sahen Mc Worthy und Dugarie in etwa acht Meter Entfernung von ihnen ein schwaches Licht brennen. Es war die Helmbeleuchtung von Tucker. Und sie sahen etwas das Tucker nicht sehen konnte und zu tiefst beunruhigend war. Nur etwa drei Meter von ihm entfernt krabbelten zwei der weisen Gestalten leicht und behände von der glatten Felswand herunter als wäre dies das normalste von der Welt. Und dabei hatten sie nicht einmal beide Hände zur Verfügung denn in der rechten hielten sie schwere Holzkeulen. „Chris zwei Gestalten auf zwei Uhr, drei Meter von dir, Brusthöhe“ „zwei Stück“ Die Stimme des großgewachsenen Mannes überschlug sich vor Angst. „was soll ich machen“ „schieeeeß du Idiot.“ Es dauerte etwa eine Sekunde, da verließ eine Salve aus mehreren Schüssen, unter wiederhallendem Mündungsfeuer den Lauf von Tuckers Pistole und verwandelte die Höhle für kurze Zeit in ein hell erleuchtetes Inferno aus Rauch und brodelndem Felsgestein. Grelle, aus Schmerz und Qual ausgestoßene Schreie folgten und ließen einem das Blut in den Adern gefrieren. Dann war nur noch das ersterbende Röcheln und Gurgeln Blut gefüllter Lungen zu hören, bevor die endgültige Stille wieder ihren Platz einnahm. Tuckers Helmbeleuchtung brannte noch. Allerdings war die Gestalt von Tucker für Mc Worthy und Dugarie nicht mehr auszumachen, da sie sich in einer dichten Ansammlung von Rauch befand. Beide waren momentan mehr als froh, nicht von der Außenluft abhängig zu sein, denn der Gestank des Gemisches aus verbranntem Fleisch und Stein war vermutlich unerträglich. „Tucker ? Lebst du noch“ die Frage von Dugarie kam sehr zögerlich. Es dauerte einige Augenblicke bis er darauf eine Antwort bekam. „ja aber ich sehe nichts, wo seid ihr? Sind sie tot“. Ja ich glaube du hast sie erwischt. „Ohh, dann ist ja gut. Was machen wir jetzt“ wollte Tucker wissen. Mc Worthy seufzte während Dugarie überlegte. „Chris lass deine Helmlampe mal an, und komm auf uns zu.“ „aber wo seid ihr denn?“ „Warte, ich schalte die Außensprechanlage an, die wissen eh wo wir sind. Charles Dugarie aktivierte das System über einen unscheinbaren Knopf an seinem Anzug. „Hier bin ich“, schallte die mechanisch verzerrte Stimme von Charles durch den hohen Gang. Tucker konnte die Richtung ohne Probleme ausmachen und ging vorsichtigen Schrittes auf ihn zu. Dugarie musste unweigerlich schlucken, als er sah wie sich die riesige Gestalt von Tucker, alptraumhaft aus den fluoreszierenden Nebeln heraus schälte. „Chris bleib bitte genau dort stehen wo du jetzt bist, ich komme dir entgegen“ Charles Dugarie ging auf Tucker zu. Auf halbem Weg blieb er plötzlich stehen brachte seine Pistole in Anschlag und betätigte zwei mal den Abzug. Unter tosendem Lärm und kleineren Explosionen schlugen zwei der Energiegeschosse neben Tucker in der Felswand ein und brachten das Gestein dort zum Glühen. Tucker warf sich instinktiv zu Boden als er die Schüsse hörte und begann zu schreien. „Was tust du da, warum schießt du auf mich“ Dugarie beruhigte ihn. „ ich habe nicht auf dich geschossen“ Er bückte sich und hob die zwei mit Fell umwickelten Stücke des Speeres auf und hielt sie im Anschluss an die glühende Felswand. Sofort fingen die Stücke Feuer. „Deswegen habe ich das gemacht. Tut mir leid, ich hätte dir vielleicht vorher bescheid geben sollen“ Chris nickte nur und stand wieder auf. Charles reichte ihm eine der brennenden Fackeln. Die Fackeln füllten die Höhle mit einem warmen flackerndem Licht aus, das ihre Schatten an den Wänden unheimlich hin und her tanzen ließ. „Die brennen besser als ich erwartet habe. Scheint so als wäre der Schaft mal in eine brennbare Flüssigkeit getaucht worden. Naja ist ja auch egal, es kommt uns auf jeden Fall gelegen. Mc Worthy meldete sich wieder zu Wort. „wir sollten auf der Stelle zurück zu den Schiffen gehen, Marco ist vermutlich eh schon tot, und wenn wir noch länger hier bleiben sind wir es auch.“ „Kommt nicht in Frage“ protestierte Dugarie. „ du kannst ja gehen, ich werde aber egal was passiert weiter nach ihm suchen. Und du Chris ? Willst du mit Harold zurückgehen ?“ Tucker überlegte und fühlte sich ein wenig überrumpelt von der Initiative die er jetzt ergreifen sollte. Selbst durch das leicht spiegelnde Visier des Helmes konnte man gut beobachten wie sich seine Stirn allmählich in Falten legte und sein Blick einen dümmlich unentschlossenen Ausdruck annahm. „ Ich glaube ich komme mit dir, Charles“. Stockte er, als sei er sich nicht ganz sicher ob es auch das war was er wirklich wollte. „Ist mir egal“, reagierte Mc Worthy ärgerlich. „ Dann bleibt doch beide hier und lasst euch umbringen. Ich bin wirklich kein Feigling, aber was ihr hier macht ist glatter Selbstmord. Seht es doch einfach als taktischen Rückzug. Wir können ja später wiederkommen. Ich habe auf meinem Schiff noch eine Lieferung für einen Waffenhändler aus Phexes. Darunter befinden sich auch Flammenwerfer. Damit könnten wir hier.....“ Dugarie unterbrach ihn. „Für deinen sogenannten taktischen Rückzug haben wir keine Zeit mehr, wer weiß wie lange Marco noch zu leben hat. Willst du für seinen Tod verantwortlich sein ? Du weißt genau, dass er dich auch niemals abschreiben würde, selbst wenn du ihn hin und wieder bis aufs Blut ärgerst.“ „Ich gehe jetzt jedenfalls, gebt ihr mir eine Fackel mit ?“ Charles schüttelte den Kopf. „Wenn du unbedingt gehen willst, dann musst du schon sehen wie du hier heraus findest.“

















