Mitglied-132806.12.2005, 08:57 Uhr
Da seit einiger Zeit ja sehr viele UOler zu WoW und ähnlichen neuen 3D Games abwandern, würde mich mal interessieren was die noch verbliebenen UOler an UO so hält.
Also was macht UO für euch so interessant, warum zockt ihr (evtl. sogar noch neben den neuen 3D Games) auch noch UO?
Was ist euer Anreiz und was macht euch daran so Spaß?
Oder andersherum: Warum sind WoW und Co keine alternative für euch?
Mich intressiert das mal, weil es mich fasziniert, dass es doch recht viele Leute gibt die UO trotz seines Alters noch zocken. Man hört zwar immerwieder vereinzelte Argumente was jemand glaubt weswegen das so ist, aber beweisen kanns niemand.
Zudem ist das Ergebnis auch ganz interessant wenn es um UO-Werbung ausserhalb der Community geht.
Mitglied-170406.12.2005, 10:02 Uhr
1. Spiel ist einfach gestalltet und doch vielfältig (Handwerk, Spielerein, Rassen usw)
2. Umsonst.
3. Man brauch kein Superrechner, man kann es fast auf einem Taschenrechner spielen. (sarkasmus)
4. Es gibt ummengen an Freeshards, wo man für seinen geschmack alles oder ein grossen teil finden kann.
5. Man kann im Prinzip alles selber machen. (eher GM und höher gerichtet)
Das sind dinge die mir spontan einfallen würden.
Mitglied-173206.12.2005, 12:26 Uhr
Warum sollte ich nen anderes Spiel spielen wo ich in UO so viele Möglichkeiten habe? Mit der Gummibärengrafik von WoW kann mir keiner kommen *grusel*
Ich spiele (und scripte für) UO weil ich dort alles machen kann was ich mir vorstellen kann... und das sind ne ganze Menge Dinge.
Edit... das war wohl ein freudscher Versprecher... nein Unsinn ohne Freud *g* also ich meinte natürlich die Gummibärengrafik von WoW! Oh man... Ich liebe die Grafik von UO... das kommt davon wenn man das Geschriebene nicht mehr liest. *korrigiert schnell den Text*
Mitglied-132808.12.2005, 08:10 Uhr
Wow, nicht alle auf einmal *gg*
Naja, dann schreib ich auch mal was mich daran hält :)
Also zum einen seh ich nicht ein Geld für ein Onlinerollenspiel aus zu geben, deshalb hatte ich UO auch erst angefangen als mir gesagt wurde, dass es Freeshards gibt.
Zum andern kann man in UO super RPen. Durch die einfache Grafik und die Vogelperspektive ist es super dafür geeignet. Bei den ganzen 3D Games kommt da nicht das richtige flair auf und es wir auch schnell unübersichtlicher als in UO. Ausserdem kann man durch die 3D Perspektive auch nicht sicher gehn ob jemand ein Emote gesehn hat was man macht wenn man ein Stück hinter ihm steht. Und das ist für RP ein sehr wichtiger Faktor.
Ausserdem gibts da noch irgebdwie eine unbekannte Variable die RP unter 3D Games irgendwie nicht so 100% zulässt ... keine Ahnung was das genau ist, aber irgendwie istbei 3D Games RP nicht gleich RP.
Zu dem ganzen dazu, kommt natürlich auch das geniale System von UO. Das man wirklich alles machen kann und so viel verschiedene Möglichkeiten hat sich durchs Leben zu schlagen. Was letztendlich auch alles zum RP beiträgt.
Kurz gesagt: Ich persönlich kann mir derzeit kein Game vorstellen in dem man so gut und so ausführlich RPen kann wie in UO.
Mitglied-184208.12.2005, 13:01 Uhr
Also mir gefällt die Grafik von UO besser als die von WoW, auch wenn man dort vielleicht bei den Pixelwesen, welche man spielt um einiges mehr machen kann, aber soviel Fantasie habe ich auch noch, wenn ich das PD von einigen lese, mir ihren Avatar anschaue, um mir dann vorstellen zu können, wie die Chars wohl aussehen. Es gibt viele Shards, die sich was einfallen gelassen haben, um die Standdartgumps und Grafiken aufzubessern und es wird immer weiter daran gearbeitet, somit ist der Grundstock des Spiels zwar schon recht alt, aber das Spiel entwickelt sich immer weiter. Na ja, auf den meisten Shards wohl zumindest. ^^
Zum anderen kann mir WoW nicht wirklich den Grund geben, warum ich für eine teilweise so billige Grafik etwas bezahlen sollte, um dort zu spielen.
Außerdem habe ich in den Welten von UO so viele nette menschen kennen gelernt, das man sich eben einfach auf dieser gemeinsamen Basis (UO) immer wieder mal trifft, um zusammen nette Spieleabende zu verbringen.
Außerdem baue ich gerne. :erschreck:
Mitglied-186713.12.2005, 06:17 Uhr
Dass UO mir mehr Spaß macht als so manch anderes, technisch sicher aufwendigeres, Spiel hat viele Ursachen von denen ich sicher nicht alle erschöpfend erörtern kann, ohne die Leser des Threads mit einer seitenlangen Abhandlung zu langweilen. Noch länger würde das Ganze, würde man fragen, warum UO generell immer noch Erfolg hat, trotz vieler jüngerer Konkurenten.
Um es kurz zu machen, das sind die wohl prägnantesten Gründe, wobei ich sie nicht nach ihrer Wichtigkeit geordnet habe.
- Vielseitigkeit der Engine
Meines Erachtens ist die UO-Engine der sinnvolle Kompromiss zwischen erwünschter Komplexität und der Einfachheit, die die Spielbarkeit fordert. Anders gesagt, die Möglichkeiten den Char mit seiner Umwelt interagieren zu lassen sind zahlreich aber trotzdem noch schnell erlernbar. Niemand möchte seitenlange Anleitungen lesen, nur weil er eine andere Klasse spielt, es reicht, sich mit einer handvoll neuer Items auseinanderzusetzen. Weiterhin sind die Möglichkeiten eines Shard-Designers schier endlos, was die verschiedenen Freeshards beweisen, auf denen zahllose Neuerungen Einzug gehalten haben, von benutzbarer Artillerie bis zu ansteckenden Krankheiten und Verhaltensrichtlinien einzelner NPC-/Monster. Beinahe jedesmal, wenn ich mit unserem Scripter spreche und ihn frage, ob man XY umsetzen könnte, antwortet er mit \"Ja\". Auch wenn ich selbst davon nicht wirklich etwas verstehe, scheint es mir, als wäre die Engine relativ ausbaufähig.
-Optik
Niemand stellt in Frage, dass andere Spiele \"schöner\" im Sinne von anspruchsvollerer Graphik sind, doch in diesem Fall muss mehr nicht immer besser bedeuten. Für die Umsetzung von Rollenspiel ist die Graphik nicht nur ausreichend, auch wenn man sich manchmal unterschiedlichen Gesichtsformen/Haarstyles etc wünscht, die ja immer noch machbar wären, hat man einen begabten Graphiker zur Verfügung, sondern ist dabei auch noch nicht aufdringlich oder dominiert das Spiel. D.h. dass sie angenehm anzusehen ist, aber dass bei einer gespielten RP-Szene ganz automatisch immer noch die Phantasie unterstützend eingreift, was ich für einen wesentlichen Bestandteil von Rollenspiel halte. Sicher wäre es auch nett, alles das, was man so gerne über Emotes darstellt, auch direkt die Spielfigur ausführen zu sehen, aber ich halte es eben für einen ganz besonderen Reiz eines Rollenspiels, dass sich eine Szene in den Köpfen der Teilnehmer ganz unterschiedlich darstellt. Ihr könnt das ruhig für die Verschrobenheit eines Anachronisten halten, der seine Gewohnheiten aus 13-jährigem Pen&Paper nicht ablegen kann, aber ich -will- nicht Alles vorgekaut bekommen. Dazu kommt noch, was oben bereits angesprochen wurde, nämlich die Perspektive, die mehr Übersicht bietet als die Ego-Sicht und damit erleichtert, dass man RP-getreu reagieren kann. (Bsp. Jemand schleicht sich heran und bedroht einen mit einem Dolch an den Nieren. RP hin oder her, in der Ego-Sicht würde ich mich ganz automatisch umdrehen, weil -Ich- und nicht nur mein Char überrascht wäre und das wäre äußerst unpassend...und eventuell tödlich, natürlich)
-Tempo
So gruselig und aufregend es auch sein kann, wenn man aus einer dunklen Felsspalte mit entsprechenden Soundeffekten plötzlich von einer ekelerregenden Bestie angesprungen wird und vor Schreck ganz vergisst, auf den Schlagen!!!-Knopf zu drücken, kann man an so einer Szene nicht mitgestalten, sondern sie nur erleben. Durch die Perspektive, durch die Gewohnheit (und die Forderung der RP-Shards) zu Emotes, dem Gewähren einer Möglichkeit zur Reaktion und einigen anderen Umständen wird in dem Spiel bewusst das Tempo etwas herausgenommen. Man kann also an einer solchen Szene, wie oben beschrieben, mitgestalten, sich die Zeit nehmen per passendem Emote die Überraschung und den Schrecken seines Chars darzustellen, die gesamte Angelegenheit wird damit also interaktiver und auch individueller. (Man stelle sich bei obigem Beispiel einen altgedienten Veteranen vor, der, ohne mit der Wimper zu zucken dem Vieh den Kopf abschlägt und den Gegensatz zum kreischenden und vor Schreck erstarrten Bauernsmann) Zum Tempo ist noch zu sagen, dass man es dennoch anheben kann (Emotes beim Wegelagern einfach weglassen und nahtlos zum Kampf übergehen) und einem dadurch also Nichts verloren geht, nur andere Möglichkeiten geschaffen werden. Und ob nun der Drache wie aus dem Nichts auftaucht oder erst am Rand des Bildschirms erscheint und auf mich zu wankt ändert an der Aufregung des Spielers vorm PC eigentlich auch Nichts. (Zumindest bei mir)
-Kosten und Community
Ist klar, der Spaß ist umsonst. Da es umsonst ist, hat aber mehrere Folgen. Die Community ist entsprechend größer und man hat dadurch eine größere Chance den Shard zu finden, der zu seinem Geschmack passt. (PvP-Shard, Fun-Shard, RP-Shard, Hardcore-RP-Shard und x Zwischenstufen, Schattierungen und Umsetzungen) Auch finde ich es sehr spannend, dass sich eine Szene von Shards entwickelt hat, die von Privatleuten gestaltet und verwaltet werden. Meines (beschränkten) Wissens nach, hat kein anderes Spiel etwas in vergleichbarem Ausmaß. Und wenn die Shard-Verwalter und -Designer Privatleute sind, fallen ein Haufen wirtschaftlicher Interessen weg, die der Spielentfaltung und dem Zuschneidern auf bestimmte Geschmäcker im Wege stehen. Das Engagement so vieler unterschiedlicher Leute ist in meinen Augen inspirierend. Das gilt für Engine-Aspekte, für bevorzugte und abgelehnte Features, für Hintergrund der fiktiven Welt, für Shardorganisation und so weiter.
Ich hatte mir überlegt, noch etwas zur Pen&Paper-Ähnlichkeit zu schreiben, aber da dieser Post eh schon viel zu lang geworden ist (man möge mir das nachsehen) und ja auch eine Menge Shards existieren, die auf RP kaum einen Wert legen (auch wenn ich bei solchen Spielern eher verstehe, wenn sie auf ein anderes Spiel \"umsteigen\") werde ich das lassen. Ich denke aus allen, oben genannten, Gründen ist eh schon eine Tendenz erkennbar, die ich für den Erfolg des Spieles verantwortlich mache. Die Interaktivität, die Gestaltungsmöglichkeiten, die Möglichkeit der Individualisierung, kurz gesagt, die Freiheit das Spiel auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen zu spielen und auch mit vollkommen unterschiedlichen Zielsetzungen (Levelgeilheit im Gegensatz zu Roman-RP) sind die Gründe für seinen andauernden Erfolg.
Zumindest scheint es mir so. Und wenn es nicht so ist, macht es ja auch nichts. :biggrin:
Mitglied-187413.12.2005, 17:06 Uhr
Schön geschrieben Bösewicht... und so passend. Hätte gerne auch länger sein können *g* ich mag solche Postings.
Edit: Gnarr.. und jetzt hab ich nicht aufgepasst und mit dem falschen User gepostet
und da ichs nicht löschen kann, obiges Posting bitte Dawn zuordnen *g*
Mitglied-177818.12.2005, 10:25 Uhr
UO ist trotz schlichtheit sehr schön anzuschauen. Es ist so vielfältig wie es kaum andere \"RP Games\" sind. WoW hab ich zwei Wochen gezoggt, es war nach zwei Tagen bereits so langweilig, immer nur von Punkt A zu Punkt B um dort ein oder zwei Viecher zu killen und wieder zurück. Super. Bei UO ist alles viel ausgeprägter. Es ist einfach der Grundstein für all die anderen RP Games