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Spielerintegration

Mitglied-185017.12.2005, 03:57 Uhr
Da sieht mans mal wieder, nach immensen hin und her, hat man einen Shard geschaffen, der von den Staffies abgeliebt wird...

Ist das Sinn der Sache?

Ich denke nicht, gerade wo viele Leute zu den \"modernen\", hübsch aufgemachten MMORPGs abwandern, wird es Zeit, das die Spieler richtig entscheiden, was aus einem Shard wird. Denn um einen Shard haltne zu können, müssen sich die Spieler wohl fühlen.

Ich frage euch einfach hier einmal nach euerer Meinung, denn das Thema geistert mir schon seit eineiger Zeit im Kopf rum, da ich leider bisher immer die Erfahrung machte, dass der Staff eines Shards eine größere Rolle spielt als ein einzelner Player...

Also,

So far

Selurian


(join: http://www.arvum-uo.de )
Mitglied-177818.12.2005, 10:23 Uhr
Hm ich denke das ist leider meistens der Fall das Staffies wichtiger sind als Spieler. Aber mein Motto war schon immer \"Der Kunde ist König\" und so soll es auch auf UO Shards laufen. GMs kann man ersetzen, Spieler nicht. Hat man erstmal einen Spieler verärgert sind alle weg.
Mitglied-132819.12.2005, 10:59 Uhr
Ich denke es kommt immer darauf an.

Das problem, wenn man Entscheidungen etc. den Spielern überlässt, ist dass der Shard keine Konstante Linie verfolgen kann, da die Spielerschaft sich ständig verändert.

Es gibt Dinge die müssen vom Staff entschieden und beschlossen werden, damit der Shard ein einheitliches und konstantes Konzepterhält welches eine rote Linie erkennen lässt.

Ein Shard der alle paar Wochen seine Richtung und seine Systeme ändert weil die Spieler sell und jenes plötzlich anders haben wollen als noch einige Wochen zuvor, gibt den Spielern keinen Halt. Alte SPieler fühlen sich plötzlich nichtmehr wohl auf dem Shard weil nun neue Spieler sagen wo es lang geht.

Als Staff muss man eine bestimmte Richtung und Systeme vorgeben in deren Ramen dann auch auf Spieler eingegangen werden kann. Es ist schon wichtig, dass der Staff auf die Wünsche der Spieler eingeht, aber er muss abwägen ob diese Wünsche zum Grundkonzept des Shardes passen bzw. ob die Wünsche der Spieler nicht etwas überzogen sind und das ganze System durcheinander bringen würden bzw. Megaheros erschaffen könnte gegen die keiner mehr ankommt.

Es muss also gut abgewägt werden inwiefern die Spieler in den Shard eingreifen dürfen. Das IG-geschehen muss ganz klar den SPielern überlassen werden. Solange da keine Regelverstöße vorliegen, sollte der Staff sich da in keinster Weise einmischen. Es sei denn es treten wirkliche Härtefälle auf.

Aber was die Systeme um den Shard herum betrifft, so sollten die Spieler natürlich Vorschläge machen können. Und der Staff sollte dem gegenüber auch offen sein und auf die Vorschläge eingehen. Aber die Spieler sollten auf keinen Fall bestimmen können wie etwas auf dem Shard gemacht wird. Dazu verändert sich wie gesagt, die Spielerschaft oftmals viel zu schnell.

Wie Samus schon sagte: \"Kunde ist König\"
Das sollte auf jedenfall gelten. Aber niergendwo kann der Kunde entscheiden wie das Geschäft läuft. Er kann nur sagen wie er es gerne hätte und wenn es in das Geschäftskonzept passt und es machbar ist, dann sollte das die Leitung auch umsetzen.

Man muss immer darauf achten wer die Zielgruppe ist und sich entsprechend darauf ausrichten. Dabei kann man nicht auf sämtliche Wünsche der Spieler eingehen.

Fazit: Spieler entscheiden wo es lang geht? Nein!
Staff auf Wünsche der Spieler eingehen? Ja! Im Ramen des Shardkonzeptes natürlich.

Denn die Verantwortung hängt letztendlich beim Staff, also muss er auch entscheiden wie sich der Shard entwickeln soll.
Mitglied-161624.12.2005, 19:51 Uhr
Sorry Samus, aber die Aussage ist Unfug... Erstmal gibts ne alte Weisheit, die da lautet \"Everybodies darling is everybodies fool!\". Man KANN es unmöglich jedem Spieler 100%ig recht machen, einfach unmöglich. Wenn ein Spieler geht, ist es nicht so schlimm, weil an einem einzelnen Spieler kein ganzer Shard hängt.
Der STAFF muß 100%ig hinter einen Shard stehen, denn wenn ein Staffler den Shard nicht wirklich toll findet, wirkt sich das nachhaltig auf seine Motivation aus. Und da die Staffies letzten Endes die sind, welche die Welt machen und den ganzen Support leisten, ist das imho das wichtigste. Wenn keine Staffler da sind, gibt es auch keine zufriedenen Spieler (außer evtl. bei nem hochgradig automatisierten Prügel-Shard ohne Events).

Dementsprechend muß der Shard erstmal dem Geschmack des Staffs entsprechen. Und wenn es dafür eine Zielgruppe gibt, werden sich auch Spieler einfinden. Krampfhaft zu versuchen, für andere Leute was zu bauen, was einem selbst nicht gefällt, klappt höchstens, wenn man Geld dafür bekommt :-)
Mitglied-56828.12.2005, 20:19 Uhr
Mitglied-1778 hat geschrieben:
GMs kann man ersetzen, Spieler nicht. Hat man erstmal einen Spieler verärgert sind alle weg.


Pauschalierungen sind eigentlich immer falsch und als etwas anderes kann ich deine Aussagen nicht ansehen. Meine beiden Vorredner haben eigentlich schon fast alles gesagt, aber ich möchte noch anfügen, daß wohl kaum alle Spieler weg sind, wenn sich ein Shard von einem Spieler trennt, denn das kommt immer wieder vor. Einige gehen, weil es ihnen anderswo besser gefällt und anderen wird der Weg gewiesen, weil ihre Spielvorstellungen sich kaum mit jenen des Staffes decken, um den Umstand immer mal vorkommender \"Kicks\" etwas zu umschreiben. Davon allein ist noch nicht ein einziger Shard untergegangen. Übrigens ist es in der heutigen Zeit fast noch schwerer Staffler als Spieler zu finden, zumindest wenn man erfahrene Staffler haben will, die etwas von ihrer Aufgabe verstehen, da viele dieserGruppierung mittlerweile mit UO aufgehört haben und leider nur wenig gutes Personal nachwächst.
Mitglied-184730.12.2005, 04:16 Uhr
Ich spiele seit etwas mehr als 90 Tagen auf Vetus-Mundus, und, ich denke mal, daß ich in der Zeit so mit die spannendste Phase seit Gründung erlebt hatte... Das Erscheinen der PKs, was im Forum als auch in Game einiges an Furore erzeugt hatte... Durch diese UO-Spezifischen und andere Non-UO-related Erfahrungen (insbesondere Freelancer) denke ich mal, daß der Staff nur sowas wie die Regeln und Rahmenbedingungen für das Spiel vorgeben sollte, man die Möglichkeit hat, etwas vorzuschlagen und darüber abzustimmen, und aus diesem Meinungsbild, welches im Übrigen nie 100%ig die Meinung aller Spieler wiederspiegeln kann, da es Spieler gibt, die noch nichtmal wissen, daß der Shard eine Webseite hat, kann der Staff, insbesondere der Admin, sich eine Entscheidungshilfe holen.
Daß der Kunde König ist... nun ja... sind Spieler Kunden? Nein, da so ziemlich jeder UO-Freeshard kostenlos ist, zumindest ist mir noch keiner aufgefallen, auf dem ich was zahlen muss... von daher sind die Spieler keine Kunden...
Der König hingegen ist der Administrator, und die Staffies sind sowas wie Berater...
Sobald ein Shard demokratisch wird, können einige wenige Spieler vieles durch Politikmache verschlimmbessern... und ob das was positives ist... nun ja, ich weiss nicht...
Mitglied-186731.12.2005, 03:31 Uhr
Da ich zur Gruppe derer gehöre, die gerade dabei sind einen Shard zu entwickeln und mir speziell die Frage nach der Integration der Spieler das meiste Kopfzerbrechen bereitet hat, möchte ich auch kurz meine Sicht der Dinge schildern.

Ich denke den wichtigsten Punkt hat Irian bereits angesprochen. Der Staff muss hundertprozentig hinter dem Konzept seines Shards stehen. Das muss sowohl für die Art und Weise, wie in einer community verfahren wird, also wie man mit den Spielern umgeht, wie auch für die Spielwelt, ihrer Atmosphäre, ihrem Stil und so weiter gelten. Nach längerem Verweilen bei drei verschiedenen Online-RPs und den Erfahrungen aus vielen Jahren von Pen&Paper hat sich bei mir die Meinung festgesetzt, dass es kaum etwas Schlimmeres gibt als wenn die Spielleitung keine Freude an ihrem eigenen Spiel hat. Leute, die nur aus Pflichtgefühl heraus ein Spiel leiten, werden auf kurz oder lang auch die Spielerschaft frustrieren, auch und gerade wenn sie versuchen, ihr Alles rechtzumachen. Das könnte jetzt so klingen, als wäre ich der Meinung, man solle sich um die Wünsche und Vorstellungen der Spieler nicht scheren und es wäre die Hauptsache, dass der Staff sich an seinem Shard erfreut, ganz egal ob die Spieler Spaß haben, aber eigentlich ist es genau anders herum.

An den unzähligen Definitionen von \"Rollenspiel\" die man auf Websites von Freeshards in den Büchern von P&P-Systemen, in Forumsdiskussionen und was weiß ich noch überall findet, sollte man doch erkennen können, dass es genausoviele Arten gibt, Rollenspiel zu betreiben, wie Rollenspieler. Und das gilt nicht nur für das \"wie?\" also, in anderen Worten, dem Stil, sondern auch für das \"warum?\". Ich fürchte fast, ich gleite hier in ein philosophisches Debakel, aber eigentlich möchte ich nur sagen, dass man Rollenspiel mit unterschiedlichen Absichten spielen kann. Sicher, ein Spiel ist dazu da Spaß zu haben. Doch woran man an einem Rollenspiel Spaß hat, ist schon eine kompliziertere Frage, der Eine spielt online-RPs, als handele es sich um interaktive Chatrooms, wo man soziale Kontakte pflegt, der Andere möchte sich endlich einmal ausleben und Dinge erleben, die er im normalen Leben nie kennenlernen würde und der Nächste sieht es wie eine spezielle Spielart des Improvisationstheaters.

Da der Staff nunmal die Verantwortung für einen Shard hat, muss er auch festlegen, wie auf diesem Shard gespielt werden soll. Also wohin die Reise gehen soll. Bis zu einem gewissen Grad kann man solche unterschiedlichen Absichten unter einen Hut bringen und man sollte auch versuchen, einen gemeinsamen Nenner zu finden, aber wenn sich Extreme gegenüberstehen und man nicht will, dass ein geradezu feindschaftliches Klima herrscht (was dann zu äußerst unschönen Board-Diskussionen führt, wo die Schimpfworte nur so hin- und herfliegen), dann muss man Maßstäbe setzen, was auf dem Shard erwünscht ist und was nicht.

Das klingt jetzt vielleicht sehr kleinkariert, nach dem Motto \"Ätsch, du darfst nicht mitspielen\", aber will man sicherstellen, dass alle Beteiligten Spaß am gleichen Spiel haben, muss man eben auch Grenzen ziehen. Es ist einfach unmöglich, jemand anderen dazu zu bringen, genau an dem Spaß zu haben, was einem selber Freude macht.

Im Grunde muss man das Ganze ja garnicht so verbissen sehen und um das Obige, was zugegebenermaßen ziemlich theoretisch klingt, mal in einem Bild zusammenzufassen:
Fünf Kinder im Sandkasten, ein Sechstes kommt dazu. Nach einer Weile stellt es fest, dass ihm nicht gefällt, dass die da mit Schaufel und Förmchen spielen, es würde lieber mit seinem Spielzeugauto darin rumfahren. Statt also mit seinem Auto durch die Sandburgen der Anderen durchzupflügen und sich dann darüber zu streiten, ob Sandburgen oder Spielzeugautos \"blöd\" sind geht es zum nächsten Sandkasten oder gleich zum Klettergerüst.

Ist doch eigentlich Nichts dabei, oder? (Ich gebe zu, das Beispiel hinkt etwas. Wahrscheinlich würde das sechste Kind erstmal eine Sandburg kaputtmachen, dann gäbe es Streiterei, irgendwann würde es dann genervt zum Klettergerüst abdampfen, aber nach 5 Minuten spielen alle Kinder wieder fröhlich, ohne sich um die Förmchen-Auto-Diskussion zu scheren, sondern Spaß zu haben.) Von (angehenden) Erwachsenen könnte man schon erwarten, dass man ganz sachlich zu dem Schluß kommt: \"Tut mir leid, aber irgendwie kommen wir nicht auf einen gemeinsamen Nenner, es wäre vielleicht besser für Alle, wenn du dir einen anderen Shard suchst.\" Und natürlich muss das der Staff machen, wer sollte es sonst entscheiden? Was das Zusammenleben von Staff und Spielerschaft angeht gilt meiner Meinung nach: \"Gleich und Gleich gesellt sich gerne.\" Auf Dauer gesehen bekommt jeder Staff die Spielerschaft, die zu ihm passt, versucht man nicht, zwischen allen Stühlen zu sitzen, was am Ende für niemanden das Wahre ist, ob er nun Staffler oder Spieler ist.

So, ich hoffe, das war jetzt nicht zu umfangreich oder pedantisch, es ist nur schwer, solche Gedanken in Schriftform zu pressen. Im Dialog wäre das schnell und unkompliziert möglich gewesen, aber das Medium \"Forum\" hat nunmal seine Tücken.

~Der Bösewicht
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