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Kritik zu einem Vorwort

Mitglied-105326.05.2007, 16:50 Uhr
Hallo an alle die mich noch kennen.
Ich schreibe im Moment an einem neuen Buch und würde gerne mal das Vorwort dazu präsentieren um zu erfragen, wie die Meinungen dazu sind und in wie fern ihr euch vorstellen könnt über was dieser Roman handeln wird. Also wer mir ein wenig helfen will, der kann hier sein Statement drunter setzen.

Danke


Und hier das Vorwort



Vorwort


In majestätisches Blau gehüllt, umgeben mit dem Charme einer Königin, hob sie sich von der schwarz strahlenden Unendlichkeit des Alls ab. Sie war die Eine; die Geburtsstätte des Lebens, die Heimat der Freude aber auch die des Leids. Doch sie war schon alt, vielleicht zu alt und sie war müde geworden, sehr müde. Sehr viel hatte sie schon durchgemacht. In der Hitze war sie geboren und im späteren Verlauf von einer sehr kühlen Kindheit geprägt worden. Aber auch auf eine heiße lebendige Jugend konnte sie zurückgreifen in der sie so manche fremde Bekanntschaft gemacht hatte, die sie besser vermieden hätte. Nach der Jugend war sie mit wachsendem Alter langsam ruhiger geworden, auch wenn sie hin und wieder immer noch zu Gefühlsausbrüchen geneigt hatte. Und dann hatte sie das Bewusstsein erlangt, das wahre Bewusstsein, das den Strömen des Universums entsprang und mit ihr eine Verknüpfung eingegangen war. Es war die wunderbarste Gabe überhaupt. Von da an wurde auch das Leben auf ihr immer komplizierter und Artenreicher, es verbreitete sich von selbst wie ein Lauffeuer. Alles, die gesamte Natur war plötzlich mit ihrem Geist verbunden und somit mit dem Geist des Universums. Es kreuchte und fleuchte auf ihrer Oberfläche, doch der Geist der von ihr überging war noch so gering, dass jedes einzelne Lebewesen für sich gesehen, noch keine echte Eigenständigkeit entwickelte. Alles was an Geist von ihr geborgen wurde, nahm sie in gleicher Größe wieder zurück. Bis dann irgendwann etwas geschah, dass einen großen Einfluss nehmen sollte. Ein Wesen hatte ein derartiges Bewusstsein entwickelt, dass es klug genug war dieses zu erkennen. Es begriff, dass es wirklich existierte und von irgendwo her stammen musste. Doch es war nicht intelligent genug den Grund seines Dasein zu verstehen und anstatt es einfach zu genießen, strebte es nach dem Wissen, das ihm verborgen blieb, ohne zu wissen was es damit anrichtete.
Es handelte sich um eine Wesensform die gerade mal 60000 Jahre lang existierte. Sie hatte sie ausbluten lassen und ihr dann im geschwächten Zustand noch einen tiefen Dolchstoß versetzt, von dem sie sich nur schwer erholte.
Diese Wesensform nannte sich selbst Mensch, vielleicht die genialste, aber gleichzeitig auch die zerstörerischste Form allen Lebens, die ihr entstprungen war.
Vielleicht war der Mensch Beweis dafür, dass zu viel Geist und Körper nicht vereint werden durften und dass die Seele eines solchen Lebewesens nie ein eigenständiger Teil im ganzen Universum werden konnte.
Vielleicht war der Mensch nur ein Gendefekt der Natur, ein winziger Fehler in einem sonst so perfekten System, vielleicht aber auch die notwendige Zwischenstufe im Puzzle zur Vollkommenheit. Sie hoffte so sehr darauf, auch wenn der Geist des Universums nicht daran glaubte und sich um die Menschen nicht mehr kümmerte. Sie selbst würde nicht aufgeben.
Sie selbst war nur ein winziges Gefüge eines noch größeren unendlichen Geistes den dieses Universum beherbergte und der wieder mit vielen anderen Universen ein noch größeres Gebilde zusammenfügte. Wo das endete, wusste keiner, nicht mal sie. Alles war reine Energie. Doch es gab auch negative Energie. Im geringen Maße vorhanden war sie durchaus in der Lage die Produktion und Intensität der positiven Energien zu verstärken, doch im zu starken Verhältnis, war sie tödlich für jedes Bewusstsein, sie war destruktiv und zerstörerisch.
Zwischen Virus und Zelle bestand im Grunde genommen nicht viel Unterschied. Beide lebten von einem Körper, doch die Zelle vermehrte das Leben und gab es zurück, der Virus vergrößerte sich sogar noch schneller als die Zelle, aber auf Dauer brachte er nur Tod. Der Mensch hatte sich zu einem solchen Virus entwickelt, er hatte das Bewusstsein zu ihr komplett verloren obwohl sie sich immer um ihn wie eine Mutter gekümmert hatte. Seine Gene hatten sich durch Terror und Kriege so ungünstig gepaart, dass die Evolution an ihm ständig vorübergegangen oder negativ beeinflusst worden war. Er prägte seine Entscheidungen meist nur durch Neid. Alles was er tat baute sich zum größten Teil auf primitivem negativen Denken auf.

Dabei war das Volumen seines Geistes mittlerweile groß genug, um Dinge erfinden zu können die ihr helfen konnten mit ihm gemeinsam die Unsterblichkeit zu erlangen, eine Symbiose für die Ewigkeit sozusagen. Doch statt dessen suchte er nach immer besseren und sichereren Methoden, sich selbst und ihr den Geist zu rauben, wie ein Krebsgeschwür, was sich letztendlich auch selbst vernichtet in dem es seinen Wirt abtötet.
Der einzelne Mensch war in der Regel gesehen ein arroganter und selbstzerstörerischer Geist, der nicht Begriff, dass er ihrer Schöpfung entsprang und ohne sie nicht überleben konnte. Aber es hatte fast den Anschein als suchte er den Tod.
Einst hatte es Völker und Religionen unter ihm gegeben, welche die Großartigkeit ihrer Schöpfung erkannt und sie geschätzt hatten, meist Urvölker und ihre Religionen die jedoch immer mehr von neuen Religionen, die nur wenigen machhungrigen Menschen dienten, verdrängt worden waren.
Überall manipulierten und zerstörten sie, was ihnen zur Gefahr wurde, blind zu sehen, dass sie sich damit selbst vernichteten.

Die wenigen noch Erleuchteten waren meist zurückhaltend und bescheiden, und waren nicht in der Lage etwas zu ändern, sie waren zu wenige und hatten nicht genügend Einfluss. Der größte Teil hingegen war geistlos und leer, angestaut mit negativer Energie oder Gleichgültigkeit. Sie glaubten lieber den Kriegstreibern und Freiheitsdieben und jubelten sie als die Welterlöser an, obwohl diese nichts außer Leid und Tod über der Welt aussäten. Sie verstand es nicht, warum sich dieses Lebewesen so destruktiv und blind verhielt, wo doch alles so klar und einfach war, der Friede so nah.

Sie wusste keinen Weg mehr die Menschheit zu erreichen, die Menschheit hatte sich gegenüber ihr abgeschottet und machte nun ihr eigenes Ding. Wie sollte sie sich mitteilen wenn sie keiner verstand. Hatte sie nicht genug Zeichen gesetzt um mitzuteilen, dass sie im Sterben lag und dass die ganze Schöpfung mit ihr ging.
Sie war kein Stein in Mekka, sie war kein Kreuz in der Kirche und auch nicht der tanzende Shiva, sie konnte nicht vom Himmel sprechen und ihnen ihre Sünden nehmen, weil sie sonst an ihrem schlechten Gewissen erstickten. Nein, die Menschheit hatte sich zu weit von ihr abgewendet um ihre deutlichen Zeichen zu verstehen.
Was der Mensch nicht begriff und was nicht von ihm kontrolliert werden konnte machte ihm Angst und was ihm Angst machte, das sah er als Bedrohung an und beseitigte es, bevor es überhaupt zu Wort kam.
Doch nun war diese Spezie fast ausgestorben. Es gab nur wenig Überlebende. Sie wusste, dass sie sich rasch wieder vermehren würden. Sie war sich unsicher wie sie darüber denken sollte.
Es gab eine Chance für sie wenn der Mensch sich weiterentwickelte. Er musste ihre Sprache wieder verstehen lernen und versuchen mit ihr zu kommunizieren. Wenn ihm das nicht gelang, so musste er wenigstens zur Einsicht kommen, nicht kontrollieren zu wollen, was er nicht verstehen konnte, denn es gab nichts verheerenderes als mit dem Quantengeist zu spielen, wenn man sich der Veränderungen die man damit durchführte nicht bewusst war.

Die nahe Zukunft würde entscheiden ob es eine Zukunft gab. Bis dahin drehte sie sich weiter um die eigene Achse, ihre Runden im gleichmäßigen Rhytmus um die Sonne kreisend.
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