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FSS - Eurebia wagt sich nach vorne...

Mitglied-306605.02.2002, 15:18 Uhr
Grüsse, verehrte Leser und Leserinnen!

Eurebia (http://eurebia.net) mag für einige Spieler, Staffler oder anders Mitwirkende in der deutschen Free-Shard Szene ein Begriff sein - für viele aber auch nicht, obschon Eurebia selbst schon über ein Jahr alt ist. Eigentlich auch nicht verwunderlich: Verglichen mit anderen grossen und kleinen Shards, ganz besonders die (am laufenden Band) neu erscheinenden, ist und war Eurebia bisher meist sehr zurückhaltend in der Öffentlichkeit.

Die Tatsache, die uns den "Stoss" gegeben hat, wieder einmal etwas über uns bekanntzugeben war eine Shardbeschreibung, die wir von einer Spielerin Eurebia`s erhalten haben: Eine Spielerin, welche uns durch ihren Auftritt, ihr Rollenspiel, ihre Begeisterung, ihre Dankbarkeit und ihre Hilfsbereitschaft beeindruckt hat, und selber von der Leistung aller Spieler beeindruckt war.

Mehr dazu möchten wir auch gar nicht sagen - Viel lieber geben wir euch den Text im Orginal selbst zur Ansicht. Wer hier - wegen vermeintlicher, nicht erwünschter Shard-Werbung - schon aufhören möchte, der möge die Eurebia-Spezifischen Aspekte im Text "überlesen" und einen Einblick in die durchaus interessante und motivierende Geschichte erhalten, wie eine Rollenspielerin aus dem P&P Bereich in die Ultima Online Welt gefunden hat:

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Pen&Paper

Niemals! So dachte ich, als wir an einem Spielabend auf Computerrollenspiele zu sprechen kamen. Niemals könnte ein Computer mir das ersetzen, was ich an meiner Pen&Paper-Runde habe. Zwar kannte ich Spiele wie Ultima, Baldurs Gate oder Diablo, aber ihnen fehlte es an jener feinsinnigen Spieltiefe, die aus der Fantasie und der Spielfreude menschlicher Mitspieler entsteht. Allenfalls könnte der Computer das lästige Würfeln, Rechnen und Auswerten übernehmen, oder bei der Darstellung der Spielsituation helfen, so dass den Spielern mehr Raum für das eigentliche „Rollen“spiel bleibt.

UO FreeShards

Als meine Runde sich über das ganze Land verstreute hörte ich zu ersten Mal von „Online“-Rollenspielen, an denen Spieler von überall her teilnehmen konnten. Menschliche Gegner und Mitstreiter? Das klang interessant, und mit „Ultima Online“, das seinerzeit bei Ultima IX beilag, besaß ich bereits die geeignete Software. Nur wollte ich neben den Onlinekosten nicht auch noch Monatsgebühren zahlen, und so habe ich UO dennoch nie gespielt. Stattdessen stieß ich auf die „free shards“, das sind (kosten)freie Varianten, die sich der gleichen Software bedienen, aber meist von privater Seite unterhalten werden. Viele davon sind allerdings kaum mehr als „Arenen“, in denen Spieler oder Spielergruppen sich im direkten Kampf (PvP, Player versus Player) messen... Schade.

Eurebia

Und dann ist da Eurebia, wohl nicht einzig, aber irgendwie einzigartig. Auch Eurebia ist ein „UltimaOnline free Shard“, braucht also zum Spielen die UltimaOnline-Software - ansonsten hat Eurebia aber kaum etwas mit dem „Original“ zu tun. Auch von vielen der anderen Shards setzt sich Eurebia deutlich ab, denn die Macher dieser Spielwelt - der „Staff“ - legen besonderen Wert auf das Rollenspiel.

Eurebia, das ist eine Welt, die dem europäischen Mittelalter ähnelt, allerdings geben hier nicht Adel und Klerus den Ton an, sondern die Zünfte. Sie regeln, wer was wo an- und abbauen, herstellen und handeln darf, und sie wachen auch darüber. So kommt es, dass in Eurebia der Broterwerb eine ernst zu nehmende Aufgabe ist, niemand lebt hier vom „Abenteurersein“ allein. Eine Vielzahl von Rohstoffen durchläuft in Eurebia komplexe Fertigungsprozesse, bis zum Beispiel aus dem Korn am Feld ein feiner Kuchen wird sind etliche (Spieler-) Hände beteiligt. So ist das Leben in Eurebia auch von ganz alltäglichen Dingen geprägt, und die Spieler kommen ständig miteinander in Kontakt. Trotzdem gibt es natürlich viele kleine und große Helden, denn schon ein Wolf im Wald kann eine tödliche Bedrohung sein (von Orken ganz zu schweigen...). Kann, muss aber nicht, denn das Lebensziel in Eurebia ist eben nicht, soviele Monster wie möglich „platt zu machen“ - oft liegt das Heil in der Flucht.

Eurebia ist ein Inselreich, und so unterschiedlich die Landschaften der Inseln sind, so verschieden sind auch die Menschen die dort leben. Ach was, Menschen? Ja, auch die. Aber daneben gibt es auch einige Elfen und Zwerge, und man hört von einer Echsenrasse... Zwar gibt es keine generellen Dünkel zwischen den Rassen, aber ihre weit zurückreichende (und sehr detailiert ausgearbeitete) Historie prägt den Umgang mit- und das Leben untereinander, und eröffnet viel Raum für Charakterspiel. Nun, wo Raum ist wird er gefüllt. Eurebia lebt von und durch Spieler, die ganz in ihren Charakteren aufgehen. Sie verleihen der Welt Farbe, Charme, ja, Lebendigkeit! Nie werde ich den Morgen nach einem Feste vergessen, als vier wohlfeine Damen zum Schwimmen ins klirrkalte Meer stiegen und alsbald spritzend, prustend und kichernd klatschnass Tränen lachten!

Das Leben in Eurebia kann sehr schön, ja tief romantisch sein. Doch gleichzeitig lauern im Verborgenen dunkle Kräfte, die Frieden und Ordnung bedrohen. Manchmal berührt man sie am Rande und merkt erst gar nicht, wie man allmählich Teil einer lang und breit angelegten Geschichte wird. Questen und Aufträge drängen sich nicht auf („plätte alle Orks!“) sondern ergeben sich ganz natürlich aus Gesprächen, Gegebenheiten, und jeder Charakter trägt selbst dazu bei. So vermag ich nicht zu entscheiden, was ist gewollt, geplant, inszeniert? Wer klar umrissene Aufgaben sucht ist hier fehl am Platze, wie Timeros sagt: es gibt kein schwarz oder weiß für uns Menschen, nur grau mit allen Schattierungen, und unser Weg liege zwischen den Extremen.

Timeros? Einer der Götter, einer von sechzehn. In meist friedlicher Koexistenz wachen sie über Eurebia, jeder mit seinem ganz eigenen Blickwinkel, bestimmte Werte fordernd und fördernd. Wo es Götter gibt folgen ihnen Novizen und Priester, so auch hier. Doch es sind nicht viele, noch nicht. Zwar gibt es Tempel und auch ein „ökumenisches“ Kloster, doch die Menschen der Hellande (der Teil Eurebias, in welchem die Spieler zumeist leben) sind nicht die gläubigsten. Wie auch? Zeigen doch die Götter nur selten ihre Macht! Zwar kann man durch starken Glauben die Gunst „seines“ Gottes erlangen, doch Wunder sind vor allem eines: selten. Wie überhaupt das Wirken „magischer“ Kräfte... Eurebia versteht sich als „low magic“-Shard, das heißt dass Magie kein jedem zugängliches Alltagsgut ist, ganz im Gegenteil. Zwar gibt es Magier, und Hexen wohl auch, doch sie sind eher Fiktion denn Fakt. Ihr Wirken liegt meist im Verborgenen, und nur wenigen Spielern werden Sprüche oder Wunder zuteil. Trotzdem (oder gerade deswegen?) ist Eurebia eine herrlich mystische Welt, in der Zeichen und Symbole stets Bedeutung tragen.

Sehr präsent ist dagegen der Adel, der zwar politisch nicht (mehr) an der Spitze der Gesellschaft steht, aber dafür starken wirtschaftlichen Einfluss ausübt. Ein wenig arrogant (oder positiv „standesbewusst“) sind sie oft, jene „von“s und „zu“s. Doch wenn kümmerts, wenn er in ihrem Dienste Brot, Bett und Schutz findet? Und wer als Spieler Wert auf Mittel und Macht legt mag sich - nach Absprachen - einem der Häuser anschließen und deren Privilegien genießen.

So vielfältig die Wege sind, denen man in Eurebia folgen kann, so unterschiedlich sind auch die Charaktere, denen man dort begegnet. Jeder hat seine Macken, seine Vorzüge auch, und irgendwie kommen alle miteinander aus. Das liegt nicht zuletzt an der Art und Weise, wie ein neuer Charakter angelegt wird: Ein ausgeklügeltes Verfahren, bei dem der Spieler zunächst Prioritäten setzt, bestimmt im Dialog mit einem „Staffler“ Anlagen, Ausstattung und Hintergrund des Charakters. Dabei wird schon darauf geachtet, dass keine Über-Krieger-Priester-Adligen entstehen. Im Verlauf seines Lebens kann und wird der Charakter sich zwar entwickeln, doch sind auch hier Grenzen gesetzt, so dass stets Zusammenarbeit und Dialog der Spieler im Vordergrund stehen.

Wie über alle epischen Werke liese sich auch über Eurebia noch vieles sagen und schreiben... Doch ist es besser, an dieser Stelle zu enden. Sei es dem Leser überlassen, nach Eurebia zu kommen und sich dort selbst Eindruck zu verschaffen! Und, wer weiß, vielleicht treffen wir uns?

*lächelt*

Miranda Siebenkraut,

Sclepos` Prophetin

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Wer möchte, der ist herzlich dazu Eingeladen, die Welt Eurebias einmal zu besuchen (http://eurebia.net). Kritik aber auch Diskussionen nehmen wir in unseren Foren (http://forum.eurebia.net) oder in unserer Diskussionsrunde (http://eurebia.net/www/?cat=technik&id=chat) gerne entgegen. Eine Meinung ensteht aus Kritik und Konversation, und nicht aus dem durchlesen einer x-beliebig Langen "Feature"-Liste.

In diesem Sinne danken wir euch für die Zeit die ihr uns geliehen habt und wünschen euch allen weiterhin viel Freude beim Spiel.

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