Fast ein Monat ist nun vergangen, seit es dem von Dämonen unterjochten Geist des berühmtesten Schankwirtes von Drachenfels gelungen ist, seinen Freunden einen Hinweis auf seine mögliche Errettung zu geben:
"You need two more to exceed four,
you need five to give life,
you need seven to attain heaven,
and a robed one to bind me to this place."
Und gestern Abend war es endlich soweit, den Sinn dieses Spruches zu ergründen! An einem Abend, an dem sich Magie sowie mächtige übersinnliche Kräfte zum greifen Nahe in der Luft Sosarias manifestierten, erblickte Redwood O`Culloch in der Stadt Vesper plötzlich ein dunkles Geschöpf in schwarzer Robe auf dem Dach des Magierladens! Inmitten des steinernen Altars schien dieser die ganze Welt mit seinem dämonischen Grinsen verhöhnen zu wollen und seine von Bösartigkeit getränkte Aura lies den armen Redwood vor Kälte plötzlich frösteln.
Dennoch erinnerte er sich an Blackmore`s Worte und wagte es, der dunklen Gestalt gegenüber zu treten. Dieser empfing denn auch den braven Barkeeper voller Verachtung und gab ihm gerade einmal eine Stunde Zeit, sieben Freunde von Blackmore zu ihm zu bringen, damit diese mittels sieben gelöster Rätsel den Geist befreien könnten. Sollte ihnen dieses nicht gelingen, müsste nicht nur Blackmore für immer in der Hölle seines dämonischen Lord-Herrn schmoren, dessen rechte Hand und Vertrauter er im Übrigen selbst sei, sondern zugleich werde die Welt von einem Heer des Bösen vernichtet werden.
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Auf Grund dieser knappen Frist irrte und hetzte Redwood voller Verzweiflung aus Vesper fort, bereiste die Städte des ganzen Landes, verschickte Brieftauben in alle Himmelsrichtungen und wagte kaum darauf zu hoffen, dass ihm dieses erste Unterfangen gelingen würde. Denn die Städte schienen allesamt wie leergefegt und auch die Taubenschläge der wenigen Getreuen waren fest verschlossen. Als die Hälfte der Frist schon verstrichen war und er schon -total erschöpft- kurz davor war, seine Mission aufzugeben, fand er auf den Weiden in Delucia eine kleine Hoffnung wieder. Denn dort war endlich ein Mitglied des "Clan Wulf", welches er sofort ansprach und das auch die notwendige Unterstützung nicht versagte. Fast gleichzeitig kehrten auch die ersten Tauben von ihrer weiten Reise zurück und alle versprachen, weitere Hilfe zu suchen und schnellstmöglich nach Vesper zu eilen!
So trafen sich kurz vor Verstreichen der Frist doch noch sieben Freunde auf dem Dach ein und obwohl Redwood mit seiner Mission also bis dahin Erfolg gehabt hat, strafte ihn der verächtliche Blick des finsteren Gesellen voller Hohn und Spott. Deshalb war es auch Redwood, dem die Glut der Anstrengung immer noch ins Gesicht geschrieben war, der die ersten beiden Rätsel zur Errettung Blackmore`s lösen musste.
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Im ersten ging es um die Zukunft im allgemeinen und im zweiten musste er ein Schicksal der Menschen erraten, das jedem unerwünscht widerfahre! Von der erfolgreichen Lösung des ersten Rätsels ermuntert stellte Redwoods Humor diesem beim zweiten fast einen fürchterlichen Streich; wollte doch einfach der Schelm in ihm -trotz dem Ernst der Stunde- lauthals "Pickel" rufen. Doch ein Blick in die besorgten Gesichter erstickten diesen Ruf noch im Keim und so flüsterte er leise die richtige Antwort: "Das Alter!".
Nach dieser zweiten richtigen Antwort wurde dann Redwood endlich erlöst und alle mussten sich jetzt der Herausforderung stellen. Und weil es bislang für Blackmore`s Freunde so gut gelaufen war, zog der dämonische Rätselmeister die Daumenschrauben an und präsentierte ein Rätsel, das mehrere mögliche Lösungen in sich barg. Und prompt tappte die Freundesschar in diese Falle und gab eine falsche Antwort. Und um diesen Fehltritt wieder auszubügeln, musste sich die Gruppe wappnen und einen Drachen töten. Und damit es nicht gar so einfach war, musste der Todesstoß mit einem Dolch volbracht werden, der samt dem daran klebenden Drachenblut als Faustpfand für die gelöste Aufgabe dann galt!
Vom Drachenblut anscheinend etwas besänftigt, folgten zwei einfachere Rätsel, die nach kurzer Beratung sicher beantwortet werden konnten. Doch dann zeigte der Rätselmeister noch einmal, dass er auf keinen Fall gewillt war, die Freiheit Blackmore Inoxis zu verschenken. Es folgten zwei echte Kopfnüsse, die die Schar fast in die Raserei führten und welche erst nach heftigstem Gedankenaustausch beantwortet werden konnten. Zum Glück gelang dies beide Male kurz bevor der schwarze Mann die Geduld mit seinem menschlichen Spielzeug -zumindest fühlten sich alle so- verloren hatte.
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Mit griesgrämiger Miene musste des Dämonen Helferlein denn auch den Sieg der jubelnden Freunde hinnehmen und die Hölle somit den armen Blackmore Inoxi wieder freigeben! Voller Zorn über die Rettung von Inoxi und ganz Sosaria verpuffte er in einer gigantischen Rauchwolke und lies den Gestank von Schwefel bei der Schar zurück. Diese konnte ihr Glück kaum glauben, tanzte wie von Sinnen auf dem steinernen Altar und liesen sich dabei nicht im geringsten von der Duftmarke stören, die dort für lange Zeit noch in der Luft schwebte. Als sich dann die erste Euphorie gelegt hatte und die Anstrengung der letzen Stunden wieder in die Körper zurückgekrochen war, gab es nur noch einen Gedanken: "Auf zum Blackmores Inn!" Und sofort wurden mehrere magischen Tore dorthin geöffnet und alle hetzten durch diese, wollten sie doch endlich wieder Blackmore in ihrer Mitte wissen. So war es auch ein riesen Hallo, als der arme geknechtete Inoxi plötzlich seine Freiheit wiedererlangt hatte und fast wäre er gar "erknuddelt" worden.
Und als Abschluss des Tages begab sich die erschöpfte Schar an die Theke und feierte gemeinsam mit Blackmore die doch so knappe Errettung von Welt und Wirt bis in die späte Nacht hinein!
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PS: Das Blackmores Inn wird ab jetzt wieder von Blackmore Inoxi geführt und erhält somit geänderte Öffnungszeiten. Sobald diese bekannt sind, werdet ihr sie hier natürlich erfahren können. Ausserdem sei allen denen, die vielleicht einmal mit einer englischsprachigen Gilde geliebäugelt haben, der Clan Wulf ans Herz gelegt.

















