Am gestrigen Abend fand die große Verhandlung gegen die mutmaßliche Hochverräterin Anora statt.
Viele Gaffer begleiteten das Spektakel mit Blicken und auch mit der ein oder anderen Bemerkung. Der Raum selbst war zum bersten voll und spätestens nach einer Stunde wurde die Luft zum schneiden dick.
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Sogar einige der geheimnisvoll und gefährlich aber dennoch geduldeten Drow aus dem Hause Despana wurden unter den Anwesenden gesehen.
Fast einträchtig standen sie nahe bei den aufrecht stehenden Paladinen und einfachen Bürgern der Stadt Trinsic.
In dem beispiellose Verfahren das von Finfin als Fürst der Stadt Trinsic geleitet wurde und Gaukler, dem obersten Richter der Stadt, wurden Zeugen befragt, Beweise unter die Lupe genommen. Die Angeklagte wurde schwerstem Verhör unterzogen; jedes ihrer Worte wurde förmlich auseinandergepflückt und für jeden war es offensichtlich, das die Angeklagte unter dem Druck litt.
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Je länger die Verhandlung dauerte, und sie dauerte sehr lange, desto weniger waren sich die Anwesenden über das zu erwartende Urteil klar. Beweise waren nicht auffindbar, Gegenzeugen fehlten und mitten in die Verhandlung platzte ein verletzter Reiter, der dann noch versorgt werden musste, ehe die Verhandlung weitergehen konnte.
Nach dem mitreissenden Schlussplädoyer durch den versierten Anwalt Chibi zogen sich Richter und Fürst zur Beratung zurück.
Die Anwesenden inklusive der Angeklagten konnten für eine kleine Weile den stickigen Raum verlassen und sich die Füsse vertreten.
Anora schien es augenscheinlich nicht gut zu gehen und ihr anwesender Partner Mac kümmerte sich rührend um sie.
Zum Richterspruch fanden sich dann alle wieder im Verhandlungsraum ein.
Zur Urteilsverkündung musste sich die Angeklagte vor den Richtertisch begeben und sich das Urteil, gesprochen von dem Fürsten selbst, anhören.
Langatmig und mit leicht blumiger Aussprache erklärte der Fürst den gewählten Richterspruch und erläuterte, wieso er diesen vermeintlichen Hochverrat nicht mit dem Tode, wie sonst üblich, bestrafen würde.
Unter einigem Tumult gab Finfin bekannt, das die Angeklagte zwar schuldig aber mit mildernden Umständen bedacht worden sei. Sie habe aus Angst um ihr eigenes Kind und unter erpresserischem Druck die ihr vorgeworfenen Taten begangen.
An drei noch zu benennenden Tagen soll sie auf der Paladininsel im Schatten des Ankh den Ärmsten der Armen helfen, sie salben und mit Nahrung versorgen. Dabei soll die sonst so edel gekleidete Angeklagte Anora ein Büßergewand tragen und sich entsprechend verhalten.
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Das mehr als milde Urteil sorgte für Tumult und die Diplomatin Asaymma hatte ihre liebe Mühe für Ruhe und Ordnung zu sorgen.
Nach der Verkündung wurde die Verhandlung unmittelbar für geschlossen erklärt. Die daraufhin folgenden Diskussionen wurden allerorts noch lange nach Mitternacht weitergeführt.
Abschliessend darf man auf die weitere Entwicklung gespannt sein.
Danke Anch, für diesen schönen Bericht aus Drachenfels/OSI :) !

















