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Guide zur Gründung eines Freeshards

Mitglied-307323.11.2012, 10:03 Uhr
Moin!

Ich schreibe nebenbei immer wieder kleine Texte zum Thema "Gründung eines Freeshards", zu finden auf meiner allgemeinen Blog-Site (http://www.manticor.at/?page_id=277). Ich will mir damit nichts herausnehmen, immerhin bin ich bei Gott nicht der Nabel der Welt, allerdings freue ich mich darüber, wenn ich über Themen schreiben kann, die gezielt erwünscht wurden.
Wer sich gerade also mitten in der Gründung eines Freeshards befindet, oder knapp davor, und offene Fragen zu bestimmten Aspekten dieser Selbstfolter hat, ist herzlich dazu eingeladen, diese hier zu posten - ich werde dann versuchen, zumindest eine neue Sicht zum erfragten Punkt zu beschreiben, und im besten Fall vielleicht hilfreiche Tips oder Tricks zusammenstellen, wenn ich denn welche zum betroffenen Thema habe.

Lg,
metajinx
Mitglied-132823.11.2012, 23:11 Uhr
Muss sagen ich find die Seite gut :) Erschreckenderweise decken sich deine Aussagen dort zu 99% mit meiner Erfahrung und Einstellung.
Das einzige Thema bei dem ich finde, dass man es nicht ganz so pauschalisieren kann ist das Thema "Immer die gleiche Strafe für gleiche Regelmissachtungen". Grundsätzlich stimme ich damit zwar überein, in der Praxis sind allerdings viele Fälle zwar ähnlich, aber doch wieder unterschiedlich gelagert, so dass man die Strafe dann mehr Situationsabhängig erteilen muss um nicht ungerecht zu werden. Einige "Vergehen" sind auch wieder so komplex, dass man dafür keine konkrete Strafe festlegen kann. Das Konzept "Immer die gleiche Strafe" ist also aus meiner Sicht zwar ein Ziel das man versuchen sollte zu erreichen, aber das in der Praxis oftmals nicht in Gänze erreicht werden kann.
Mitglied-307323.11.2012, 23:37 Uhr
Das ist ein durchaus guter Einwurf, und deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Allerdings fand ich den Ansatz sehr interessant, einfach die Strafe so zu gestalten, dass sie besser zu dem Regelbruch passt, und so zu verhindern, dass man den selben Regelbruch situationsabhängig verschieden behandeln muss. Und natürlich hängt es auch von den tatsächlich aufgestellten Regeln ab, was man wie und ob man etwas bestraft - das vorgestellte Konzept funktioniert natürlich nur, wenn alle Umgebungsvariablen stimmen.
Der Vorteil von klaren, gleichbleibenden Strafen ist halt, dass es unmöglich wird, zu bevorzugen oder zu benachteiligen, und Gerüchte dass so etwas passiert werden sehr schnell zum Buschfeuer.
Mitglied-282101.12.2012, 15:46 Uhr
Sind viele richtige und wichtige Themen angesprochen.
Bei den Strafen stimmi ich Siris jedoch zu. Die IG Beeinträchtigung einer Tat und die destruktive energie dahinter kann sich trotz gleichem Tatbestandsmerkmal enorm unterscheiden.

Kurz, gut zusammengefasst, lesenswert.
Mitglied-307326.01.2013, 13:50 Uhr
Ein bisschen was zum Thema Shard-Siechtum (http://www.manticor.at/?p=50) hat heute seinen Weg in die Welt gefunden.
Mitglied-227626.01.2013, 16:17 Uhr
Finde ich Fein ;)
Mitglied-56826.01.2013, 17:04 Uhr
Diesen "Shardsiechtums-Mechanismus" hast du sehr gut dargestellt. Ich kann deine Ausführungen nur unterstreichen und bedauere es, dass es im Grunde schon wie ein Weg aussieht, den nahezu jeder Shard geht. Vielleicht wird der eine oder Staffler nachdenklich, wenn er oder sie deinen Beitrag lesen.
Mitglied-52201.02.2013, 00:26 Uhr
Wieso kommt mir der Name Manticor eigentlich so verdammt bekannt vor ? Wie bist du denn auf den Namen gekommenw enn ich fragen darf ?
Mitglied-56801.02.2013, 10:15 Uhr
Dort (http://de.wikipedia.org/wiki/Mantikor) wird dir geholfen.
Mitglied-52201.02.2013, 12:41 Uhr
Hmm ne das ist es nicht - Warst du, metajinx, mal zufällig GM auf Astatroth oder einem anderen Shard ? Ich verbinde den Namen irgendwie extrem mit UO :)
Mitglied-197103.02.2013, 00:58 Uhr
Der Text wirkt in gewisser Weise optimistisch und zwar in Betrachtung der Spieler. Ich habe das Gefühl, dass auch die Spielerschaft oder Ex-Spielerschaft einen Teil dazu beitragen kann, ob ein Shard untergeht oder nicht (es wird nicht der unmittelbare Auslöser sein, aber kann mit anderen Problemen dazu führen). Bei einer kleinen Spielerschaft reicht es schon, dass zwei oder drei Spieler unzufrieden sind, der Staff hat nicht die Zeit und Kapazitäten, dass man sich einigt, sie wandern ab ... und verbreiten an diversen Stellen, wie sch... der Shard doch wäre. Oder Spieler wandern nicht ab, aber sorgen im Forum oder über andere Medien für eine miese Stimmung. "XYZ ist voll der Staffliebling und bekommt Questlösungen zugeschanzt und so", "Spielergruppe ABC schieben sich OG alles zu" oder endlose, unnötige, sich im Kreis drehende Diskussionen bzw. Forendiskussionen, die mehr und mehr in persönliche Beleidigungen übergehen. Das kennt wohl jeder hier. ;)
Natürlich sind es wohl letztendlich Fehlentscheidungen des Staffes, ein gewisser natürlicher Prozess (am Anfang ist alles spannend auf dem neuen Shard, aber das bleibt nicht ewig so), aber auch in der Haltung der Spielerschaft sehe ich einen von vielen Gründen, warum ein Shard dahinsiechen kann.

Was man dagegen machen kann, kann ich nicht sagen. Mittelerde hatte wohl eine Art Schlichter im Staff und wohl auch in der Spielerschaft damals, glaube ich. Aber ob das wirklich hilft, wenn eine gewisse Denkweise bei manchen Spielern sich erstmal festgesetzt hat? Ich denke nicht.
Ich habe das selber schon zu spüren bekommen - selbst Spieler, mit denen man mal gerne zusammen gespielt hat, verhalten sich aufgrund von Neid oder sonstwas wie die dümmsten Affen. Und warum? Weil der Mensch bisweilen eben schlecht ist (ich nehme mich davon auch nicht aus). Ich hatte erst überlegt, ob es mit der Anonymität im Internet zusammenhängen mag, aber ich habe auch im RL erlebt, wie sich frühere, beste Freunde gegen einen wenden können, weil sie einem etwas neiden oder aus anderen, niederen Beweggründen.
Gerade auf Rollenspielshards kann Neid ein Problem werden. Durch Rollenspiel erreichen Charaktere etwas ... und andere werden neidisch, weil sie das noch nicht geschafft haben (die Gründe dafür können vielfältig sein). Und wie löst man das? Auch das lässt sich nicht lösen, außer man macht alle gleich und gibt allen von Anfang an alles und man muss sich im Rollenspiel nicht mehr bemühen ... und dann wird es schon wieder langweilig. ^^;
So oder so - für das Spielerproblem (so nenne ich es mal) gibt es keine einfache Lösung. Man kann nur hoffen, dass die Motzbirnen irgendwann von selber abwandern oder im RL eine tolle Freundin, einen spannenden Job oder Kinder bekommen und wieder Ruhe im Karton ist. ;)
Mitglied-188609.02.2013, 11:03 Uhr
Nach gut 7 Jahren UO Abstinenz habe ich ich mal wieder das UR-Sandbox-MMO ausgegraben ^^.

Die Szene ist zwar ja noch da, aber sie wird immer immer kleiner. Der (das?) Blog liest sich sehr interessant, einiges habe ich damals schon zu Zeiten meiner Aktiven Spieler/Staff/Admin Zeit schon erlebt ( 2004-2005).

Fakt ist halt, UO lockt so schnell keinen mehr hinterm Ofen hervor, viele spielen halt die Grafisch aufwenindigen, meist PvE/PvP orientierten MMO's, RP wird kaum gemacht dort.
Und wenn sich dann einer für UO interessiert, schaut er auf die Shards wo er im Status eh Spieler on sind, und geht dahin, egal ob das nun ein Fun- oder RP Shard ist. Und das sind derzeit
wirklich nicht so viele.

Wer heut sich denkt "Hach ich will was eigenes aufmachen", der steht schon vor ein paar Problemen. Einer der ernsthaft es wagen will, der sollte schon quasi eine "Ein-Mann-Armee" sein. Sprich von allem was können. Weil zusätzliche Staffler zu bekommen ist schon mal ein Problem. Dann vom Konzept ganz zu schweigen. Wie schon die Vorposter schrieben, einen Shard gleich für 30+ Spieler auszulegen, der wird schnell auf die Nase fallen. Man kann schon froh sein, wenn sich ein paar auf einen neuen Shard "verirren". Und dann ist das auch noch die Frage was das für Spieler sind. Einer der glücklich auf einem Shard ist, wird wohl kaum wechseln. Also läuft man gefahr sich genau die "einzufangen" die woanders vieleicht "Dreck am Stecken" haben :)

Ich finde heutzutage muss man schon mal überlegen, ob man Shards vom Konzept her auch "single"-tauglich macht. Denn nur dann hat man die Chance leute zu locken. Wenn man sich auch ohne Spielerkontakt Stundenlang sich amüsieren kann, und somit in einer Statusanzeige zeigt, lockt wiederrum vieleicht Spieler an. Und dann kann sich auch ein Shard entwickeln. So machen es ja auch die normalen MMOs von heut. Man brauch nicht unbedingt andere Spieler um Spass zu haben. Ich weiss das geht nun weg von dem eigentlichen Sinn eines MMO's und insbesondere von den Speziellen Möglichkeiten von UO, aber manchmal muss man besondere Wege gehen um vorwärts zu kommen.

Ich war auch seit paar Wochen am überlegen ob ich mich nicht mal wieder an einen Shard mache, nur das habe ich verworfen, hab mich auf einem Shard angemeldet als Spieler, der vom Konzept, Optik und so gut aussah ( Werbung ON: Athoris ). Leider hat der derzeit massiv Spieler/Staff Probs. Aber ich bringe denen meine Ideen vor, mal sehen was passiert. Weil ich denke mir auch, warum den Xten Shard aufmachen, wenn man nicht uU einem Shard der wirklich Potential hat zu unterstützen.

Soviel von mir
gruß
Kurita
(Ex-Admin Illurien)
Mitglied-197109.02.2013, 12:54 Uhr
Ist wirklich die Grafik das Problem? Schau dir mal Minecraft an oder diverse simple Browserspiele, die dennoch Spieler binden. An sich sind es immer die Spielkonzepte, Langzeitmotivation und/oder die Geschichte, die die Spieler bindet. Auf meinem alten Shard könnte ich z. B. gar nicht mehr spielen. Ich habe es, seit ich Elantharil spiele, ab und an mal wieder versucht, aber ich finde keine Motivation, weil ich nicht mehr weiß, was ich da noch tun könnte. Dennoch spiele ich weiter UO (*runterdeut und Werbung macht*), weil ich anderswo auch nach fast 2 Jahren immer noch Möglichkeiten sehe, etwas umzusetzen und zu machen. Ich glaube, im Arx Obscura Forum gab es mal eine Umfrage, was den meisten an AO so gefällt - die Grafik war dabei gar nicht das Wichtigste, sondern ganz andere Punkte. UO kann in Dingen punkten, wo andere Spiele versagen, aber das hängt dann stark vom jeweiligen Staff bzw. Shard ab und im englischsprachigen Raum scheint es ja durchaus noch Shards zu geben, wo gut was los ist, wenn ich mich nicht täusche. Gut, die Spielerzahlen sind weniger geworden, aber solange deutsche Shards es bisweilen noch schaffen, bis zu 100 Spieler an einem Abend zu binden, sehe ich da nicht schwarz. Es kommt nur einfach darauf an, was aus dem jeweiligen Shard gemacht wird und was er bietet (und wie aggressiv er wirbt *hält nun einen blinkenden Pfeil nach unten* :D ).
Mitglied-307320.02.2013, 10:18 Uhr
Ich war nie auf Astaroth, nein. Der Name ist an das Mythenwesen angelehnt :)
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