Fremdrassenverzicht - Trend oder Zukunft?
Mitglied-56827.01.2013, 17:34 Uhr
Mir ist aufgefallen, dass es einen gewissen Trend gibt, bei der Neugründung von Freeshards auf die Einbindung der üblichen Verdächtigen - d. h. bestimmter Fremdrassen (z. B. Elfen in allen möglichen Ausprägungen, Zwerge und Orks) - bewusst zu verzichten. Teilweise bauen bestehende Shards auch nicht mehr bespielte Rassen ab, indem sie die entsprechende Anmeldungsoption sperren. Ist das aus eurer Sicht ein sinnvolles Vorgehen, um die Spielerschaft mehr zu zentrieren und weniger "Isolationsinseln" mit der üblichen Langeweile hervorzurufen oder werden gerade durch die geringere Rassenvielfalt Freeshards uninteressanter? Mich würden hierzu sowohl die Meinungen von reinen Spielern als auch von Stafflern der verschiedenen Ausrichtungen interessieren.
Mitglied-197128.01.2013, 17:21 Uhr
Ich habe in der Vergangenheit durchaus Fremdrassen gespielt - Elfen auf DSK, Old World und 7w vor allem. Meiner Meinung nach gibt es bei den Rassen zwei Probleme:
- vom Hintergrund vorgegeben Isolation
- Probleme innerhalb des Volkes mit anderen Spielern, die das Spiel beeinträchtigten.
Punkt 1 ist z. B. der Grund, warum ich trotz einer gewissen Zeit auf Alathair dort nie einen Hoch- oder Waldelfen gespielt habe. Ich brauche kein MMORPG, um eine Pixelblume einsam anzuemoten. Zwar hatte ich auf 7w mir auch zwei Mal Auenelfen erstellt, aber meist dann früher oder später wieder gelöscht, weil im Volk zu wenig los war. Als Hochelf auf 7w war es dagegen einfacher - man spielte in der Stadt zusammen mit den Menschenchars und es war auch kein Problem, sich ein eigenes Haus zu mieten, wenn man wollte.
Dafür gab es oft ein anderes Problem und zwar Punkt 2 - in einer Fremdrasse ist man nicht selten stärker aufeinander angewiesen. Gibt es dann Spieler, die in irgendeine Richtung extrem aus der Art schlagen (gammeliger Orkenelf oder zickige, möchtegernelitäre OOC-Elfe), wird es stressiger.
Davon ab - es ist für viele ja schon eine Herausforderung, mal einen anderen Menschen mit anderen Ansichten und einer anderen Moral darzustellen. Das passiert selbst Spielern, die schon lange RPGs spielen, dass sie noch immer ihre RL-Moral mitbringen. Da wird aus dem jugendlichen Jungkrieger, der von der 30jährigen Spielerin gespielt wird, der schmuselippige, schwule Frauenversteher ("Voll süß!") und (ganz klassisch) der Ehemann von ihr spielt die lesbische Rothaarige mit den dicken Hupen (sorry :D ) und der Vorliebe für südländische Mädels. Alle natürlich ganz aufgeklärt - Gefangene bewirft man nicht mit faulen Obst, es wird gefälligst emanzipiert und Kinderarbeit ist auch im Mittelalter voll gemein! Davon ab, dass man vegetarisch lebt und nie auf die Idee käme, Tiere als Arbeitsobjekte zu betrachten.
Jetzt hab ich mich etwas ausgetobt. :D Aber solange es immer noch genug Spieler gibt, die da keine klare Trennung zwischen RL- und IG-Ansichten vornehmen können, braucht man auch nicht mit Rassen ankommen, deren Angehörige zig Jahrhunderte leben, ihren Bart in Met baden oder wo der Stärkere das Sagen und der Rest zu kuschen hat.
Mitglied-258029.01.2013, 03:42 Uhr
Also ich habe eigentlich immer mindestens eine Fremdrassen auf den Shards wo ich war gespielt.
Was mir dabei leider aufgefallen ist, ist das oft eine Rasse verkümmert,
weil der zuständige GM entweder oft wechselt oder dieser einfach kein Verständnis für die Rasse hat.
Was mir auch aufgefallen ist, ist das Verständnis einiger Staffmitglieder in Bezug auf seine Tätigkeiten als Rassenbetreuer.
Daher fällt oder steigt eine Rasse mit dem Betreuer.
Ich denke mal aus diesem Grund bauen einige Shards ihre Rassenvielfalt ab oder starten erst mit nur einer Rasse.
Es ist halt schwer einen dauerhaften Betreuer zufinden, der Verständnis für die Rasse hat,
der ein brauchbares Konzept für die Rasse hat und der sich die Mühe macht,
einen oft Aussichtslosen Kampf gegen die anderen Staffmitglieder zu führen um eine Rasse am laufen zu halten.
Mitglied-188613.02.2013, 23:16 Uhr
Ich denke bei "Fremdrassen" die sich an bestehende Vorbilder der Fantasyliteratur halten es auf kurz oder lang zu Stress zwischen Staff und Spielerschaft kommt.
Grund ist einfach der, das der entsprechende Rassenbetreuer SEINE sichtweise für die Rasse ins Spiel bringt, während die Spielerschaft vieleicht eine andere Sichtweise haben.
Das wollen sich vieleicht die meisten nicht mehr antun.
Kleines Beispiel:
Dunkelelfen
Wenn man die Rassenbeschreibungen verschiedener Shards sich ansieht, die Dunkelelfen als Rasse anbieten, finden man nur die DROW von R.A. Salvatore. Und genau den Hintergrund dazu incl aller Bezeichnungen. Also ein typisches AD&D Produkt.
Nun findet man aber zB Warhammer ja auch Dunkelelfen, die aber gänzlich anders sind.
Jetzt kommt zB ein Rassenbetreuer, der genau DIESE Art mag und versucht das durchzusetzen, die Spieler aber lieber die Salvatore spielen ( weil sie die von anderen Shards oder aus den Büchern kennen ), kann man sich vorstellen was passieren wird.
Dann müsste man sich sicher Fremdrassen ausdenken, die nicht in der Klassischen Fantasyliteratur vorkommen, also insbesondere haarklein da beschrieben werden, sonder eher Randfiguren, wo man dann nicht so stark die Probleme hat.. zB Gargolyes, Minotauren oder so.
Mitglied-309014.02.2013, 08:31 Uhr
Die Gargoyles gibt es ja auch im originalen Ultima Online.
Bei uns auf Vetus Mundus leben sie in einer abgetrennten Welt (Ter Mur), zu der die anderen Rassen (Menschen, Elfen) keinen Zugang haben. Wir sind kein RP Shard, heißt wir schreiben niemandem vor, wie er seinen Gargoyle zu spielen hat. Dennoch ist Ter Mur bei uns eine Welt, in der es einen geschichtlichen Hintergrund gibt, der immer wieder durch RP-Events dargestellt und auch in einer Bibliothek für alle im Spiel nachlesbar festgehalten wird. Alle Ereignisse passen zusammen und die Gargoyles können durch ihr Verhalten die Fortentwicklung ihrer Welt mitbestimmen.
Dennoch ist das Interesse, einen Gargoyle zu spielen, zumindest auf unserem Shard eher mäßig. Das mag sicherlich zum Teil daran liegen, dass die Gargoyles bei uns ein recht hartes und mageres Leben führen müssen und extrem auf die Zusammenarbeit mit anderen angewiesen sind. Nur wer sehr ausdauernd ist, ist auch nach Monaten noch dabei. Allerdings hören wir auch immer wieder von Spielern, dass ihnen diese Rasse einfach nicht gefällt, sie keine Flügel haben wollen etc.
Auch wenn wir also keine strengen RP-Regeln haben, so kann ich doch zumindest bestätigen, dass auch bei uns eine Rasse, die sich nicht nur optisch vom anderen Spielbetrieb unterscheidet, an Spielermangel leidet.
Gruß,
Falael
Mitglied-188614.02.2013, 08:51 Uhr
Mit den Gargoyles vom Original hatte ich mich noch nicht beschäftigt ausser das ich weiss das da welche gibt. Das die Welt quasi eine eigenständige ist, finde ich dann bissl kontraproduktiv. Frage nun, kommen die Gargys dann zumindest in die Menschen/Elfenwelt?.. Wenn das auch nicht der Fall sein sollte, dann würde ich auch keine Gargy spielen wollen.
Dann wäre das in meinen Augen nix anderes wie vorher auch nur mit anderem Aussehen und Features...
Wenn diese dann aber wirklich interagieren können in "beide" Richtungen, dann gäbe es sicher mehr Potiental.
Aber zumindet wäre es eine "Fremdrasse" die nicht so schnell in die allemeinen bekannten Standarts gedrückt wird.
Mitglied-309014.02.2013, 11:16 Uhr
Nein, sie kommen bei uns nicht in die Menschen/Elfen-Welt. Ich sehe es andersherum: Hätten wir die Gargoyles für die selbe Welt mit den gleichen Spielinhalten wie die Menschen/Elfen freigegeben, dann wäre es nichts anderes als vorher, nur mit Flügeln. Wir haben Ter Mur gezielt anders aufgebaut, mit anderen Dungeons, anderen Mobs, anderen Regeln (z. B. einem eigenen Criminal System) und vor allen Dingen viel atmosphärischer mit steuerbarer Geschichte. In der alten Menschenwelt hätten wir dies so nur schwer umsetzen können, da dort Gold, Ressourcen und gute Items einfacher erreichbar sind und sie sich von Menschen hätten versorgen lassen können. Levelbare Pets sind da nur einer der großen Unterschiede, diese gibt es zwar auf der Menschen-, nicht aber auf der Gargoyleseite. Die bereits vorhandenen, gut ausgestatteten Menschen hätten ihnen in Dungeons und bei Quests helfen können. Dadurch hätten wir nichts gewonnen.
Unsere Gargoyles sind in ihrer abgeschnittenen Welt auch ganz zufrieden und lehnen eine Zusammenführung mit der anderen Seite der Welt ab (im Gegensatz zu den Menschen, die hätten gerne die neue Welt mit dazu). Weil sie wissen, dass es bald alles zu einem Einheitsbrei werden würde und der besondere Reiz, einen Gargoyle zu spielen, weg wäre. Im Gegenteil, man spottet (im gemeinsamen Weltchat) über die schwachen und verweichlichten Menschenkinder und ist stolz, ein Gargoyle zu sein. Auch, wenn einige nur Teilzeit-Gargoyles sind, die sich am Gargl-Dienstag mit den anderen treffen, um in der Gruppe den Content anzugehen, den man alleine nicht schafft. Die restliche Zeit entspannen sie dann auf der Menschenseite und belächeln die anderen Menschen, die sich darüber beklagen, wie schwer sie es doch haben ;) .
Mitglied-56807.03.2013, 08:14 Uhr
Ich würde einen ganz anderen Weg gehen, um die Isolation von Fremdrassen zu beheben bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen. In einigen Themen hier im Forum hatte ich schon die Frage aufgeworfen, warum es bei vielen UO-Freeshards überhaupt eine solche strikte Rassentrennung gibt. Handelt es sich hierbei wirklich um durchdachte Konzepte oder nur um Kopien aus den 90ziger Jahren, als die ersten Freeshards entstanden sind und dreistellige Spielerzahlen zur Primetime die Regel waren? Beispiele für solche strikte Trennungen der Fremdrassen gibt es im Pen & Paper - Rollenspielbereich nicht in dieser Form. Meiner Meinung nach kann man Fremdrassen durchaus so konzipieren, dass diese in unterschiedlichen Anteilen auch in Städten gemeinsam leben und miteinander interagieren, ohne das deren Besonderheiten aufgegeben werden. Warum kein Zwergenviertel einbauen, in dem eine etwas andere Architektur herrscht und das hauptsächlich von Werkstätten und Schmieden dominiert wird? Oder ein allgemeines Fremdenviertel, in dem mehrere Fremdrassen nebeneinander untergebracht sind, es wunderbare Konflikte gibt und welches im IG-Geschehen den zweifelhaften Ruf eines Ghettos hat? Ich sehe in einer solchen Konzeption viele Rollenspielmöglichkeiten, denn schließlich nützt einem Freeshard der einsame Elf im Wald oder der genauso einsame Zwerg in seinem Bergwerk rein gar nichts. Es wird nur unnötig Potenzial verschenkt. Ob verschiedene menschliche Völker letztlich die Lösung sind, würde ich nicht unbedingt bejahen, da es im Grunde egal ist, wie man die jeweilige Rasse nennt. Letztlich werden immer dieselben Nischen gefüllt, egal wie deren Pixel nun benannt und ausgestaltet sind.
Mitglied-197110.03.2013, 11:57 Uhr
Dann sollten es aber keine autarken Stadtviertel sein, die ihren eigenen Marktplatz, ihre eigene Bank, ihre eigenes Hospital usw. haben. Es muss schon Berührungspunkte geben, wo sich alle leicht mal über den Weg laufen - ein Bankhaus, direkt daran ein Marktplatz (mit mietbaren Marktständen, damit sie auch wirklich genutzt werden), ein Hospital (wo man aufeinander trifft, wenn man sich mal wieder übernommen hat *g*) und was sonst noch auf dem Shard typisch ist, Spieler anzieht und für alle Völker gleichermaßen interessant ist.
Eine irgendwie umgesetzte (Engine oder auch mittels Questen) Förderung von Zusammenspiel wäre sicher auch noch hilfreich. Es sollte allerdings in die Welt hinein passen und nicht heillos umständlich und absichtlich reingepfropft wirken. Ein negatives Beispiel: auf 7w gab oder gibt es Seidenfarben, die besondere Farbtöne haben und die man für Seidenkleidung nutzt. Um diese Farben herzustellen, braucht man zig Zutaten, die man nur bekommt, wenn man sich an andere (sogar alle, glaube ich) Völker richtet und natürlich auch nur, wenn dort jemand spielt, der auch den nötigen Skill dafür hat, von den Zutaten mal ganz abgesehen. Ich glaube, IG wurde dort in all den Jahren, seit es die Farben gibt (sicher schon 5 oder 6 Jahre), nicht einmal eine hergestellt, weil natürlich auch die Kleinstrassen aufgesucht werden müssen und die sind oft inaktiv und/oder schwer anspielbar. Es gab Chars, die sich an das Abenteuer ;) wagten, aber sie kamen nie zum Ende und waren dann irgendwann eh wieder inaktiv.
Ein einfaches Beispiel, was man machten könnte, wären Handelswaren, die man nicht zwangsläufig benötigt (z. B. Speisen, Kleidung, Varianten von Schwertern, Äxten, Dolchen, Bögen usw.), die jedes Volk erhält und exklusiv anbauen bzw. herstellen kann. Allerdings dann mit dem Zusatz, dass die Ware bitte nicht heilig gesprochen werden sollte. Man kann natürlich IG vielleicht einen Dienst oder eine Queste dafür verlangen, dass man es rausgibt, aber das sollte alles in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Negativbeispiel mal wieder - auf 7w hatte mein Magierin mal höflich Hochelfen gefragt, ob sie auch mal was von deren Brot probieren dürfte, was sie da gerade auf dem Markt aßen. Nein, natürlich nicht! Das ist Elfenbrot - heilig! ;) Und als mal meine Waldläuferin von einem Waldelf einen Pfeil aus Elfenholz geschenkt bekam, bekam ich OG einen Shitstorm ab und man wollte mich OG dazu drängen, dass ich ihn wieder zurückgebe, weil der ja heilig wäre. :D
Sorry für die Negativbeispiele, aber die zeigen auch, wie sich solche Völker gerne abkapseln und sich damit dann letztendlich selber ins Bein schießen.
Mitglied-56810.03.2013, 12:41 Uhr
Die Abkapselung ist letztlich eine Konzeptionsfrage. Wenn man keine riesigen, leeren Rassenstädte zu lässt, die so gesichert sind, dass man niemand außerhalb der entsprechenden Charakterrasse in diese gelangen kann, sondern gleich von Anfang an Städte mit einer gemischten Bevölkerung kreiert, können solche Isolationsbestrebungen nur im begrenzten Maße vorkommen. Natürlich steht es jedem Spieler frei, eine "[beliebige Charakterrasse einsetzen] - Only - Gilde" aufzumachen und irgendwo in der Pampa ein Gildengebäude zu setzen, aber solche Vereinigungen haben auf den meisten Shards oft nur kurze Halbwertszeiten.
Autarke Viertel würde ich auch nicht konzipieren sondern das Ambiente der jeweiligen Städten entsprechend gestalten, das würde z. B. heißen, eine Stadt im Gebirge mit umliegenden Bergwerken würde insgesamt hauptsächlich Gebäude aufweisen, die gedrungener sind und die Bevölkerung würde wohl primär aus Menschen und Zwergen bestehen, während z. B. irgendwo malerisch an einem Fluss gelegen und Wäldern und Wiesen eingebettet, eine Stadt liegt, in welcher z. B. die örtliche Magierakademie beheimatet ist und es eine Reihe von Künstlern gibt. Die dortige Bevölkerung würde dann wohl einen höheren Elfenanteil aufweisen. In dieser Form hatten wir die Städte in meinem letzten Projekt konzipiert, welches leider an der Inaktivität der meisten Staffler eingegangen ist. Ich hätte gerne eine solche Konzeption der fehlenden Rassentrennung ausprobiert und denke, dass diese gut funktionieren könnte, wenn man diese entsprechend begleitet, ohne dass das Konstrukt in nonRP abgleitet.
Letztlich sind doch Shards mit verschiedenen Menschengruppierungen, von denen jede eine andere Kultur aufweist und einen anderen Regionstyp (Waldland, Wüste, ewiges Eis usw.) bewohnt, im Grunde nichts anderes als Sonderrassen. Sie füllen zumindest die gleichen Nischen und werden bei strikter Trennungspolitik, die sicherlich auch öfters vorhanden ist, genau dieselben Probleme haben.
Mitglied-197111.03.2013, 13:24 Uhr
Das ist nicht unbedingt meine Erfahrung, wobei ich allerdings erst auf Elantharil einen reinen Menschenshard kennenlernte. Dort ist es kein Problem, wenn man beispielsweise als Nordländer die Südländer besuchen möchte und umgekehrt (allein die Hitze bzw. Kälte macht da manchmal Schwierigkeiten). Das liegt eben auch an den offenen Städten und sicher auch an der Spielerschaft, die das offene Zusammenspiel kennen. Schwieriger dagegen bei einem Shard, wo es jahrelang genug Spieler für aktive Rassen gab, so dass die auch unter sich spielen konnten. Ändert sich das, so wie das auf 7w früher der Fall war, dauert es erstmal, bis die Spieler damit klarkommen bzw. die alteingesessenen Chars das akzeptieren können.
Ich lehne nichtmenschliche Völker auch nicht ganz ab. Konzipiert man sie so, dass man problemlos mit anderen spielen kann, sie aber dennoch als eigenständiges Volk erkennbar sind, kann es ja auch interessant werden. Es hängt dann nur noch von den Spielern ab, ob sie es auch wirklich so spielen können. Ich erlebe es ja gerade selber auf Elantharil, dass manche sich mit gewissen Eigenarten des eigenen Volkes einfach nicht anfreunden können oder sich zumindest keine eigenen Gedanken dazu machen. Man spielt den Charakter dann einfach so, als könnte er auch aus jedem anderen, beliebigen Volk stammen und mögliche Anregungen, IG angeboten, werden als "Gängelei" empfunden. Da fühlen sich dann auch Spieler OG gegängelt, wenn man IG nur emotet, dass man den Blickkontakt meidet und statt IG zu fragen, warum das getan wird, wird lieber OG herumgemotzt.
Wie schon in einem anderen Thread erwähnt, sehe ich auch hier den Haken nicht unbedingt beim Staff, dessen Konzepten etc., denn viele Probleme gehen auch leicht mal von der Spielerschaft aus, die das Rollenspiel entweder nicht auf die Kette bekommen oder bekommen wollen, weil sie dann doch lieber sich selber mit einem Schwert/Säbel/Metkrug in der Hand spielen. Das ist natürlich gemütlicher und chilliger, wird aber IG zur Farce, wenn man es mit vegetarischen, gebildeten, tierliebenden Frauenverstehern und Menschenrechtlern zu tun hat.
*Edit* Ach, malle - deine Problemchen will ich haben, davon ab, dass du hier vollkommen übertreibst. Kein Vorwurf, sondern auch eine Feststellung. Wenn du ein Volk ohne Hintergrund spielen willst, bist du auf Elantharil jedenfalls falsch.
Mitglied-329115.03.2013, 22:54 Uhr
Meine eigene Erfahrung :-) :
Mir hängt es inzwischen zum Hals raus, wenn auf Elantharil zum gefühlt tausendsten Male in allen Einzelheiten und von fast jedem Char jeden Tag aufs neue emotet wird, wie sich die Südländer garantiert NICHT in die Augen sehen. Das hat aber nichts damit zu tun, daß ich nicht nachgelesen habe warum das so ist....sondern weil mir dieses ewig gleiche Runtergeleiere von Binsenweisheiten verbunden mit dem diskreten Hinweis: "Ha seht alle her, ich habe den Hintergrund gelesen und verstanden" auf den Keks geht. Soll kein Vorwurf sein, sondern nur eine Feststellung.
Mit Fremdrassen in gemischten Umgebungenzu spielen erfordert viel Einfühlungsvermögen und Hintergrundwissen....wie auch selbst eine Fremdrasse zu spielen.... Das wird blitzschnell kompliziert wenn mans gut machen will, deswegen gehe ich z.b. auf 7w inzwischen den Fremdrassen aus dem Weg und bevorzuge schon seit längerem rein "menschliche" Umgebungen--> Ich spiele der Entspannung wegen und will keine Wissenschaft draus machen :-)