Endlich war der 1. Teil gefunden und offenbarte folgende Eintragungen, die weitere Hinweise für die Spieler enthielten:
Expeditionstagebuch des Jeremiah Aubrey - Teil 1
31. Februar 165
Die Vorbereitungen haben uns länger aufgehalten, als wir ursprünglich geplant hatten. Vor allem die Beschaffung der benötigten Werkzeuge – zum Teil Sonderanfertigungen – haben weitaus länger gebraucht, als wir gedacht hatten. Ich hatte bereits Sorge, wir müssten noch weitere Wochen hier in Britain verbringen. Die Temperaturen in der Wüste werden die Ausgrabungen auch zu dieser Jahreszeit schon genug erschweren, im Sommer wäre es wohl unerträglich.
35. Februar 165
Wir sind endlich aufgebrochen. Aus Gründen der Geheimhaltung hat unsere kleine Karawane Britain im Schutze der Nacht verlassen. Es wäre natürlich viel einfacher gewesen, uns vor der Magiergilde ein Tor zu unserem Bestimmungsort öffnen zu lassen, aber diese neugierigen Magier interessieren sich ohnehin schon zu sehr für meine Expedition. Während ich dies schreibe, wird gerade das letzte Packpferd durch das Moongate geführt. Es geht endlich los.
36. Februar 165 – morgens
Wir sind wohlbehalten auf der anderen Seite angekommen. Die Bewohner der Stadt haben mir beinahe ein wenig Angst eingejagt. Selbst unter günstigen Bedingungen stehe ich Magieanwendern eher misstrauisch gegenüber. Daher ist es wohl verständlich, dass ich eine Stadt welche fast nur aus Magiern der dunkelsten Sorte besteht, möglichst schnell verlassen wollte.
36. Februar 165 – abends
Die Wüste liegt vor uns. Unser Ziel ist nun ganz nahe. Ich darf nicht vergessen, die Wasservorräte zu überprüfen, bevor ich schlafen gehe. Zwar werden wir direkt zum See marschieren, doch Vorsicht kann nicht schaden.
37. Februar 165
Außer ein paar Skorpionen gab es keine nennenswerten Zwischenfälle. Wir haben den See erreicht und sind bereits zu seinem südlichen Ufer vorgedrungen. Morgen werden wir unser Ziel erreichen.
38. Februar 165
Sie ist beinahe vollständig von Sand bedeckt. Das wird ein hartes Stück Arbeit, sie vollständig freizulegen, doch nicht ohne Grund habe ich neben unserem eigentlich Expeditionsteam zehn Arbeiter mitgebracht, die zwar weder über Erfahrung bei Ausgrabungen noch über nennenswertes akademischen Wissen, dafür aber über die nötigen Muskeln verfügen.
47. Februar 165
Dieser verfluchte Sand dringt durch jede Ritze des Zeltes. Heute mussten wir die Arbeiten wegen eines Sandsturms für mehrere Stunden unterbrechen. Als die Luft wieder klar war, sahen wir das Ergebnis mit Grausen. Die Arbeit von mindestens drei Tagen wurde zunichte gemacht. Wenn wir noch weitere solcher Stürme erleben, könnten wir Monate mit dem Versuch verbringen, das Gebäude ganz freizulegen.
68. Februar 165
Endlich ist es soweit. Der schlimmste Teil ist geschafft. In unermüdlicher Arbeit haben unsere Helfer Karren um Karren Sand abgetragen, bis wir die Grundmauern erricht hatten. Ich kann es kaum glauben. Zum Dank gab ich eine Extraportion Rum an die Männer aus. „Männer“, rief ich aus, „voller Ehrfurcht blicken wir auf ein Bauwerk, das seit Jahrhunderten kein Mensch mehr in seiner ganzen Pracht gesehen hat. Mögt ihr diesen Tag des Triumphs nie vergessen. 20 Jahrhunderte blicken auf euch hinab.“
Am liebsten würde ich gleich hineinstürmen, doch die Mühsal der letzten Wochen hat auch von mir ihren Tribut gefordert. Wir werden sie morgen betreten.
Wer nun neugierig geworden ist, kann sich immer noch auf die Suche machen, denn der Weg nach Ter Mur steht ab sofort allen Menschen offen. Allerdings ist die Reise durch den Void nicht mit der durch ein Moongate zu vergleichen, und so kann man nur hindurchgelangen, wenn man sich von allen weltlichen Gütern trennt. Auf Ter Mur haben menschliche Charaktere dann keinen Zugriff mehr auf ihr bisheriges Bankfach, Backpack sowie die Stallungen, sondern finden sich dort nahezu unbekleidet und mit leeren Taschen wieder. Nun gilt es, in diesem Teil unserer Welt neu anzufangen - nunja nicht ganz neu, denn die Stat- und Skillwerte, die sie vorher hatten, bleiben ihnen auch auf Ter Mur erhalten.
Doch ist nicht verloren, was man sich im menschlichen Teil der Welt erarbeitet hatte. Die Rückkehr dorthin ist jederzeit möglich und dort angekommen, kann man auch wieder über alles verfügen, was man zurückgelassen hatte. Künftig haben unsere Menschen also eine zusätzliche Landmasse, die sie jederzeit und solange besuchen können, wie sie möchten. Unsere Gargoyles, denen die Reise in die Menschenwelt weiterhin verwehrt bleibt, haben die Neulinge, wie es ihre Art ist, freundlich und hilfsbereit empfangen und so manchem wurde beim Einstieg etwas geholfen.
Bleibt abzuwarten, ob alle Menschen ihnen mit der gleichen Freundlichkeit begegnen werden oder ob es nun auch zu kriminellen Handlungen kommen wird, denn Ter Mur auf Vetus Mundus unterliegt einem eigenen Regelsystem, dem sogenannten "Criminal System", das jederzeit kriminelle Handlungen zulässt, aber dafür auch die Möglichkeit bietet, mit Zeugen und Detektiven den Tätern auf die Spur zu kommen und die Verbrechen zu ahnden. Die empfindlichen Strafen haben die letzten vier Jahre auf Ter Mur für ein relativ friedliches Leben gesorgt und wir sind gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird.
Wer nun neugierig geworden ist, kann eine kurze Zusammenfassung des Events in diesem Video finden:
http://www.youtube.com/watch?v=IlrHR47OiY0