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"Alte Geschichten und neue Probleme" auf Vetus Mundus

Mitglied-309004.09.2014, 07:07 Uhr
Was bisher geschah:

Strahlend erhob Albert sein Glas und prostete Loravic zu, der ihm zulächelte und mit seinem Glas eine kleine Geste vollführte, die man beinahe als Winken bezeichnen konnte.
"Das war mit Abstand der glücklichste Moment in meinem Leben, Meister Loravic!", erklärte er und trank einen Schluck.
Loravics Mundwinkel zuckten leicht, als er ebenfalls das Glas an die Lippen hob. Dann setzte er ein gespielt ernstes Gesicht auf und stellte das Glas auf einen kleinen Tisch neben sich.
"Albert", erklärte er in dem würdevollen Ton, den sein Gehilfe und Lehrling gerne auch als seine offizielle Stimme bezeichnete. Der sah ihn überrascht an. Dieser Tonfall war normalerweise nur für hochoffizielle Anlässe - und Leute, denen sein Meister die Leviten las - reserviert. Sein breites Grinsen wich einem etwas verunsicherten Lächeln. "Meister"?
Loravic schüttelte den Kopf. "Albert", wiederholte er dann und blickte sein Gegenüber missbilligend an. "Wie lange bist du nun schon bei mir?", fragte er und wandte sich ab, damit Albert das verräterische Zucken in seinem Gesicht nicht sah.
"Das...", Albert überlegte kurz, "das müssen jetzt über vier Jahre sein."
Loravic hatte sich mittlerweile wieder unter Kontrolle und wirbelte zu dem jüngeren Mann herum. "Und was ist vor einer knappen Stunde geschehen?" Sein Zeigefinger deutete beinahe anklagend auf den Lehrling. Albert, der immer noch nicht wusste, wie ihm geschah, straffte die Schultern. "Sir Darion ernannte mich zum Zweiten Bibliothekar.", erklärte er förmlich.
"Ganz genau", rief der Hofchronist und riss in einer dramatischen Geste den Zeigefinder in die Luft, eine Geste, die er vor vielen Jahren im Gericht von Yew bei einem Ankläger gesehen hatte. "Du bist also nicht mehr mein Lehrling", fuhr er dann leiser fort, "und dies wiederum bedeutet, dass du - mein verehrter Kollege - künftig auf das Meister verzichten und mich schlicht und einfach Loravic nennen MUSST." Er griff wieder nach seinem Glas und sprach dann lächelnd weiter. "Übrigens etwas, das ich dir schon vor Jahren angeboten habe und das...", er prostete Albert zu, "das Ihr nun unter diesen Umständen keinesfalls mehr ablehnen könnt, Meister Albert, Zweiter Hofbibliothekar zu Britain."
Er nahm einen tiefen Zug aus seinem Glas und genoss den Gesichtsausdruck seines frischgebackenen Kollegen.
Eine Zeitlang stand Albert nur da, während sein Grinsen langsam wiederkehrte. In seinen Augen glitzerte es feucht und er zwinkerte mehrfach, bevor er etwas sagte. "Ich habe mich geirrt, Loravic." Seine Stimme klang belegt. "Die Ernennung war nicht der glücklichste Moment in meinem Leben, dieser hier ist es."
Der alte Mann trat näher und betrachtete ihn mit einem Stolz, den selbst sein Vater nicht stärker hätte empfinden können. Dann legte er ihm die Hand auf die Schulter. "Du hast ihn dir verdient, mein Junge.", meinte er leise.

Dann trag er zurück und nahm in einem der bequemen Sessel Platz, das Glas noch in der Hand. "Habe ich dir eigentlich schon gesagt, dass mich deine Abschlussarbeit sehr beeindruckt hat? Sie ist in jeder Hinsicht ein Meisterstück." Er drehte das leere Glas zwischen den Handflächen. "Gut recherchiert, klare Fakten und doch...", er zögerte, "... man spürt beim Lesen eine Leidenschaft, welche die Figuren geradezu zum Leben erweckt. Aber sag mal, wie bist du nur auf diesen ungewöhnlichen Protagonisten gekommen?"
Albert lachte. "Das war einfach, sie hat mich schon als kleiner Junge fasziniert. Damals war ich noch sehr jung, aber mein Großvater musste mir die Geschichten immer und immer wieder erzählen."


Es war dunkel in Britain, doch der kleine pelzige Späher hatte eine ausgezeichnete Nachtsicht. Der nackte Schwanz zuckte nervös, als er seine spitze Schnauze an die Scheibe drückte und ins Innere spähte. Drinnen lag ein junger Mann im Bett und schnarchte leise. Er hatte sich noch mehrere Stunden mit seinem ehemaligen Meister unterhalten, sie hatten über Geschichte diskutiert, Anekdoten aus seiner Lehrzeit ausgegraben und viel gelacht.
Kleine Knopfaugen, in denen eine unverhohlene Gier glomm, sahen ihn durch die Scheibe an. Nach einiger Zeit wandte der Späher sich ab und stieß ein schrilles Quieken aus. Er wartete. Eine Antwort ertönte aus einer Nebenstraße und ein weiteres Piepsen erklang von einem weiter entfernten Ort. Geschickt kletterte er an der Wand hinunter und verschwand um die Ecke
Albert, der das Fiepen im Schlaf gehört hatte, wälzte sich im Bett herum. "Wie schön. Du bist auch hier, um mir zu gratulieren.", murmelte er im Halbschlaf. Dann schlugen die Wellen des Schlafs wieder über ihm zusammen.


Soweit die Geschehnisse dieser Nacht. Große Ereignisse werfen ihre (zugegebenermaßen noch kleinen) Schatten voraus.

Nähere Informationen folgen.


Viel Vergnügen wünscht

Der Staff von Vetus Mundus
Mitglied-309004.09.2014, 20:09 Uhr
Heute Morgen in Britain:

In der Bibliothek von Britain hatte Fisk plötzlich das Gefühl, beobachtet zu werden. Er schätzte die Ruhe und Einsamkeit der frühen Morgenstunden. Langsam sah er von seinen Notizen auf. Es war niemand zu sehen, doch seine Intuition hatte ihn bislang nur selten getäuscht und bei der Beobachtung der teilweise recht gefährlichen Fauna schon oft sein Leben gerettet. Daher ließ er seinen geschulten Blick durch den Raum schweifen.. Da, auf dem Regal! Zwei Augenpaare beobachteten ihn aufmerksam. Der Naturforscher lehnte sich befriedigt zurück. Sein Gefühl hatte ihn auch dieses Mal nicht getrogen. Er räusperte sich. "Ihr beiden solltet eigentlich nicht hier sein. Weylin ist da ein wenig empfindlich." Allerdings machten die beiden keine Anstalten, die Manuskripte anzuknabbern. Fisk blinzelte und strich sich über den dichten Bart. "Hm, Muroidea, Familie der Muridae, Unterfamilie Murinare, Gattung..."


"Ratten?" Sir Darion schob seinen Frühstücksteller zur Seite. Der Abgeordnete der Händlergilde hatte so aufgeregt geklungen, dass Belan, der sich gerne als seinen Diener bezeichnete, tatsächlich aber faktisch als seine rechte Hand fungierte, den Händler vorgelassen hatte.
Der Händler nickte. "Sie sind überall. Wir haben Beschwerden von mindestens einem Dutzend Mitglieder erhalten. In einer Stadt wie Britain sind natürlich immer einige Exemplare vorhanden, aber die Situation heute ist etwas völlig anderes."

Als der Händler gegangen war, schüttelte Sir Darion ungläubig den Kopf. "Kannst Du Dir das vorstellen, Belan? Sie wollen tatsächlich einen Kopfgeldjäger mit der Rattenplage betrauen." Sein Adjutant nickte, während er das Geschirr schnell und effizient auf das Tablett stapelte. "Ich werde bezüglich der Ratten Erkundigungen einziehen, wenn es Eurer Lordschaft gefällt." Darion lächelte kurz. Er wusste, dass Belan auch dann seine Informanten auf die Sache ansetzen würde, wenn es seiner Lordschaft nicht gefiel. Sein Diener hatte seine ganz eigenen Vorstellungen, was zu seinen Pflichten gehörte und was nicht. "Nur zu", erklärte er, während er bereits nach dem Terminplan für den heutigen Tag griff. Es kann nie schaden, ZU vorsichtig zu sein."
Mitglied-309007.09.2014, 21:12 Uhr
Und schon geht es in die nächste Runde:

Albert sah auf, als Loravic das Arbeitszimmer betrat. "Das war aber eine lange Sitzung.", meinte er nur. Sein ehemaliger Meister legte seine Papiere auf den Tisch und ließ sich dann in seinen Lieblingssessel fallen. "Eine lange Sitzung, fürwahr, das war es.", erklärte er erschöpft, während er nach einem Becher und der Wasserkaraffe griff. Er nahm einen großen Schluck und schüttelte dann müde den Kopf. "Sie wäre noch länger gewesen, wenn Sir Darion die Sitzung nicht vertagt hätte."
"Und gibt es neue Erkenntnisse?", wollte Albert wissen. Loravic lächelte gequält. "Gar nichts, das ist es ja, was ich an derartigen Sitzungen so ermüdend finde. Manche Leute scheinen sich einfach nur gerne reden zu hören." Seine Augen blitzten auf und sein Lächeln wurde breiter. "Der arme Andor war schon nahe daran, in voller Rüstung über den Tisch zu hechten und Sir Auston mit bloßen Händen zu erwürgen. Ich kann es ihm nicht verdenken, er ist ja auch ein Phrasendreher erster Ordnung." Er hob in einer hilflosen Geste die Hände. "Nun, dies war auf jeden Fall der Moment, dass Sir Darion meinte, er habe noch ein Treffen mit dem der Kaufmannsgilde und die Sitzung aufhob."
"Dann gibt es also nichts Neues?" Albert verließ seinen Schreibtisch und nahm nun seinerseits in einem der Sessel Platz.
"Nichts, was wir nicht vorher auch schon gewusst hätten.", meinte Loravic. "Die Ratten richten keinen wirklichen Schaden an, tatsächlich scheinen sie in erster Linie zu beobachten. Von Menschen halten sie sich fern und die wenigsten von ihnen scheinen an Essen interessiert, obwohl die allesamt eher unterernährt wirken, so als hätten sie bereits seit Tagen nicht mehr genug gegessen."
"Hm", überlegte Albert, "vielleicht reicht die Nahrung dort, wo sie herkommen, nicht aus, weil es so viele sind." Loravic zuckte mit den Achseln. "Das wäre ungewöhnlich. Üblicherweise richtet es die Natur so ein, dass nur so viele Tiere geboren werden - oder die Kindheit überleben - wie aufgrund des Nahrungsangebots überleben können." Er nahm noch einen Schluck Wasser, bevor er fortfuhr: "Und sei es nur dadurch, dass die stärkeren Tiere den schwächeren die Nahrung abnehmen und diese dann verhungern. Wir hatten ja auch keinen harten Winter und das Angebot an Nahrung ist in diesem Jahr nicht schlechter als in den Vorjahren, eher das Gegenteil ist der Fall. Und wie gesagt, scheinen diese Ratten trotz ihres eher abgemagerten Zustands auch nur marginal an Nahrung interessiert zu sein." Er sah seinem ehemaligen Gehilfen in die Augen. "Nein, die Natur handelt so nicht. Hier ist eingegriffen worden. Doch zu welchen Zweck?" Nun war es an Albert, mit den Schultern zu zucken. "Ich nehme an, das müssen wir abwarten. Wie sagt ihr immer? Es bringt nichts, Theorien aufzustellen, bevor man nicht alle Fakten kennt." Loravic kicherte. "Sage ich das so oft? Nun, es bewahrt einen zumindest vor voreiligen Schlüssen. Also warten wir ab." Er sah aus dem Fenster, dann wieder zu seinem Kollegen. "Oder noch besser, wir machen Feierabend für heute. Es ist schon spät und morgen ist auch..." Er unterbrach sich, als er laute Stimmen auf dem Flur hörte. Die Tür flog auf und ein Soldat kam beinahe im Laufschritt über die Schwelle.
"Ratten", keuchte er, "sie dringen in die Stadt ein. Sie sind überall." Albert schnaubte verächtlich. "Das ist nun wirklich keine Neuigkeit."
Der Soldat war wieder zu Atem gekommen. "Ihr versteht nicht. Keine einfachen Ratten. Rattenmenschen. Sie greifen Britain an. Der Rat ..."
Loravic, der sich beim Eintreffen des Soldaten bereits erhoben hatte, war bereits auf dem Weg zur Tür. Der Soldat folge ihm auf dem Fuß. Albert sah ihnen nach. "Nun", meinte er langsam, "DAS ist eine Neuigkeit." Dann runzelte er die Stirn. "Humanoide Ratten in Britain? Da war doch was..."

WICHTIGER HINWEIS:
Britain ist in den nächsten Tagen für junge Charaktere oder Crafter nicht ganz ungefährlich. Passt also auf euch auf.
Mitglied-309008.09.2014, 20:35 Uhr
"Haltet die Stellung, Männer, sie versuchen, durchzubrechen!" Hauptmann DeCarighs kräftige Stimme übertönte den Kampfeslärm. "Hier fehlt noch Material für die Barrikade." Er winkte einigen Helfern, die eifrig dabei waren, Fässer und Möbelstücke herbei zu tragen.

Houston, einer der königlichen Bogenschützen, die seit jeher die Ordnung aufrecht erhielten, seufzte vernehmlich. "Ich hätte nie gedacht, dass wir Britain jemals aufgeben und uns im Schloss verschanzen würden. Eine Schande, vor Ratten zu kapitulieren."
DeCarigh nickte. "Das Fass hier herüber!", brüllte er und wandte sich dann an den Bogenschützen. "Und ich hätte nie gedacht, dass Ratten uns solche Probleme bereiten könnten. Und wir HABEN ein Problem, Sergeant." Er stutzte kurz, dann schüttelte er missmutig den Kopf.
"Da drüben bauen auch die Ratten Barrikaden auf. Sie versuchen, Britain abzuschotten."


Im Ratssaal von Britain war die Stimmung keinen Jota heiterer. Loravic las gerade aus einem uralten Pergament vor, das noch aus der Zeit von Lord Britishs Regentschaft stammte.
"Punkt 8: Erhalten der Versorgungslage durch die Magiergilde, sofern Transporte auf üblichem Wege nicht mehr in die Stadt gelangen können." Er sah in die Runde. "Dies dürfte sich schwierig gestalten, da die gängigen Reisezauber nicht mehr zu funktionieren scheinen. Ein Transport von Versorgungsgütern ist auf diesem Wege also nicht möglich. In der Tat scheint es so, als wären wir von der Außenwelt abgeschnitten."
Sir Andor schnaubte. "Da wäre noch der Gang." Alle Köpfe wandten sich ihm zu. "Der Gang?", fragte Darion nach, "Ich fürchte, ich verstehe nicht." Wieder ein Schnauben. "Der Geheimgang!", erklärte Sir Andor auf seine gewohnt beredte Weise, "Endet ja hier im Schloss." Alle sahen ihn zweifelnd an.


HINWEIS:
Eine neue Quest ist aktiv, dazu müsst ihr in die eingeschlossene Burg von Britain gelangen. Den Weg dorthin weist euch Linette vor der Bank von Vesper. Dieser führt über die Farmlands westlich von Britain direkt in die Burg.
Mitglied-309009.09.2014, 22:31 Uhr
"Die Versorgung ist ja nun gesichert, dank des Geheimgangs", fasste Sherzane an Benlimon die Situation zusammen.
"Ich kann immer noch nicht glauben, dass Ihr uns diesen Gang all die Jahre verschwiegen habt, Andor." Basil Leeland schüttelte den Kopf. Sir Auston wollte mit einem "Ganz meine Meinung!" in die selbe Kerbe schlagen, doch Sir Darion schnitt ihm kurzerhand das Wort ab. "Kommen wir zu den nächsten Schritten, die unternommen werden müssen. Die Gefahr durch die Katapulte ist dank der Hilfe unserer tapferen Bürgerwehr größtenteils gebannt. Doch wir sollten uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, die Stadt ist nach wie vor in der Gewalt der Ratten."
"Befreiungsplan steht schon", brummte Sir Andor und warf Auston einen grimmigen Blick zu. "Wird noch ein paar Tage dauern. Bis dahin müssen wir versuchen, die Ratten einzudämmen." Er hieb auf den Tisch. Die anderen sahen ihn fragend an. "Kanäle!", fügte er dann hinzu, als das Schweigen anhielt. "Stoyan überimmt das. Steht draussen am Brunnen und wirbt Freiwillige an."
Mitglied-309014.09.2014, 13:30 Uhr
Da das Event großen Anklang findet, wird es nicht wie ursprünglich geplant heute enden, sondern erst in einigen Tagen.
Im Laufe des heutigen Tages werden wir deshalb wieder eine neue Quest aktivieren.

Im Anhang schon mal einige Bilder für diejenigen, die nicht dabei sein können oder sich bisher nicht dazu entschließen konnten.

Weiterhin viel Spaß!
Der Staff von Vetus Mundus

[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_01.jpg]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_02.jpg]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_03.jpg]
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[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_07.jpg]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_08.jpg]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_09.jpg]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_10.jpg]
Mitglied-309014.09.2014, 21:31 Uhr
"Ein Versteck der Ratten?" Der Soldat sah seinen Leutnant fragend an. Der zuckte die Achseln. "Befehle", erwiderte er zweifelnd. "Der Rat ist der Ansicht, dass die Ratten ein Versteck, einen Vorposten oder sonst irgendeinen Stützpunkt haben müssen. Die ganze Angelegenheit hat aber auch etwas Gutes", feixte er, "es sind ja nicht WIR, die danach suchen müssen. Ich soll Freiwillige anwerben, die genau dies tun." Und mit diesen Worten wandte sich Leutnant Roger ab und ließ seinen Untergebenen einfach stehen.


HINWEIS:
Eine neue Quest ist aktiv! Da sie eine große Herausforderung darstellt, solltet ihr sie am Besten nur in einer größeren Gruppe in Angriff nehmen. Die Towncrier verkünden mehr dazu.


Viel Spaß!
Der Staff von Vetus Mundus
Mitglied-309021.09.2014, 18:19 Uhr
"Nun gut, dann ist es also soweit. In Kürze starten wir unseren Befreiungsstoß.", fasste Sir Darion die Situation zusammen. "Gibt es noch Fragen?" Er sah die anderen Mitglieder der Ratsversammlung prüfend an.
Jeder der Anwesenden erwiderte seinen Blick, nur die Abgesandte von Heartwood blickte traurig auf die Tischplatte.
Sir Darion zog eine Augenbraue hoch. "Synaeva?", fragte er sanft, "habt ihr einen besseren Plan?"
Die Elfe schüttelte leicht den Kopf. "Nein, es ist nur... Gewalt mit Gewalt zu beantworten ist keine Lösung, die ich leichtfertig billigen kann. Und doch weiß ich nicht, was wir sonst tun könnten." Sie hob hilflos die Arme.
Darion wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, doch Sherzane an Benlimon räusperte sich leise. "Ich verstehe Eure Bedenken, verehrte Synaeva.", erklärte er mit seiner ruhigen, besonnenen Stimme. "Auch für mich als Kaufmann ist Gewalt nicht die bevorzugte Option, doch wenn man mir eine Klinge an die Kehle hält, verteidige ich mein Leben mit allem, was mir zu Gebote steht. Leider scheinen die Rattenmänner Verhandlungen nicht zugänglich."
Synaeva winkte ab. "Ihr habt ja recht, es ist nur..." Wieder zuckte sie hilflos die Schultern.

Zur Überraschung aller, war es Sir Andor, der sich dazu mit ungewohnt sanfter Stimme äußerte: "Krieg ist immer schrecklich. In einer Schlacht darf es kein Mitleid geben, kein Zögern. Wir können es uns nicht leisten, diese Schlacht zu verlieren. Doch wo es möglich ist, werden wir im Sieg Milde zeigen."

Synaeva schenkte ihm ein dankbares Lächeln. "Mehr kann niemand verlangen."

Sir Andor räusperte sich verlegen. "Dann lasse ich nun die Truppen im Hof antreten." Er griff nach seiner Axt und verließ wortlos den Saal.


HINWEIS:
Heute um 18:30 Uhr beginnt das Abschlussevent. Wir wünschen allen viel Spaß!

Der Staff von Vetus Mundus
Mitglied-309023.09.2014, 01:02 Uhr
Es wurde unter allen Teilnehmern des Schlussevents ein Luna (Miet-)Plot ausgelost. Der Gewinner hat eine Scroll in sein Backpack gelegt bekommen und kann sich bei uns melden. Gratulation!
Vielen Dank, dass ihr so toll mitgemacht und tapfer durchgehalten habt. Wir freuen uns schon auf das nächste Event mit euch!

Der Staff von Vetus Mundus
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Ein Video des Abschluss-Events ist bereits in Arbeit, vorab haben wir aber schon einmal einige Bilder für euch:

[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_11.png]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_12.png]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_13.png]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_14.png]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_15.png]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_16.png]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_17.png]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_18.png]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_19.png]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_20.png]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_21.png]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_22.png]
[externes Bild: http://download.vetus-mundus.org/bilder/events/BritainInvasion2014/BritainInvasion2014_23.png]
Mitglied-309023.09.2014, 01:06 Uhr
Und es geht weiter:


Sir Andor ließ seinen Blick über das Schlachtfeld schweifen, das noch vor wenigen Tagen die blühende Hauptstadt Britannias gewesen war.
"Wir haben gesiegt!", dröhnte er. "Die Ratten sind vertrieben und die Aufräumarbeiten haben bereits begonnen. Bald schon wird wieder Normalität eingekehrt sein." Mit dieser, für ihn erstaunlich wortreichen Bemerkung wandte er sich dem Hofschreiber zu, der neben ihm auf die Mauer gestiegen war und ebenfalls auf die Stadt hinuntersah.
"Hm-mm", pflichtete Loravic ihm halbherzig bei. Er wünschte, er hätte auch einen Sieg sehen können, doch noch war das vergangene Gemetzel zu allgegenwärtig.
Der riesige Krieger sah seinen alten Freund lange an, dann legte er ihm die Hand mit einer Sanftheit auf die Schulter, die man ihm kaum zugetraut hätte. Loravic sah ihm ihn die Augen und rang sich ein Lächeln ab. "Ja, wir haben gesiegt.", erklärte er mit aller Zuversicht, die er aufbringen konnte. Doch Andor kannte ihn zu gut, zu lang, um sich davon täuschen zu lassen.
"Was bedrückt Dich, Federkiel?", fragte er mit leiser Stimme. Nun lächelte Loravic wirklich. "Diesen Spitznamen haben ich seit Jahrzehnten nicht mehr gehört." Sein Lächeln wurde noch etwas breiter. "Stahlschädel", fügte er dann grinsend hinzu.
"Haaah, diesen Beinamen mochte ich fast noch lieber als Axtschwinger!" Sir Andor hieb ihm auf die Schulter. "Zumindest", fügte er wieder etwas leiser hinzu, "solange es ein alter Freund ist, der mich so nennt." Loravic schüttelte den Kopf. "Du schwingst eine Axt, aber in Deinem Kopf geht weitaus mehr vor als in einem Klumpen Stahl, alter Freund." Er wich einen Schritt zurück, als Andor ihm erneut auf die Schulter klopfen wollte. Andor lachte. "Nun, zumindest hilft mir mein Ruf, Leute wie diesen Schwätzer Auston relativ schnell zum Schweigen zu bringen. Was mich daran erinnert, dass ich noch die letzten Berichte lesen muss." Er sah so bekümmert drein, dass Loravic nun wirklich lachen musste. "Dann geh und tue Deine Pflicht wie ein braver Soldat!", frotzelte er. "Nein, im Ernst, es geht mir gut. Es ist nur, dass Kämpfe nicht meine Welt sind", fügte er ernster hinzu, "es reicht mir schon, wenn ich sie in der Chronik niederschreiben muss, ich muss sie nicht auf noch erleben. Ich gehe mal nachsehen, wie Albert zurecht kommt und Du wendest Dich besser Deinen Berichten zu."
Nachdem Sir Andor gegangen war, warf er noch einen letzten Blick auf die Straße vor der Burg, wo gerade einige Körper von Rattenmenschen auf einen Wagen geladen wurden. "Wie viele mögen es gewesen sein?", fragte er sich. Dann wandte er sich ab und ging zurück in seine Bibliothek.

Albert sah an seinem Schreibtisch, vor ihm lagen mehrere Dokumente, doch der Zweite Bibliothekar kaute an seiner Schreibfeder und starrte ins Leere.
Loravic zog sich einen Stuhl heran und setzte sich neben seinen ehemaligen Schüler. "Bei Dir will auch keine rechte Siegesstimmung aufkommen, oder?" Albert schüttelte den Kopf. "So viel Tod und Zerstörung, wer mag da von einem Sieg sprechen?"
Sein alter Lehrer nickte. "In Kriegen gibt es Überlebende, aber Sieger...?", murmelte er, "Die so genannten Sieger bauen ihre Gebäude wieder auf und die Verlierer - sofern sie noch am Leben sind - ziehen sich zurück, um über das Unrecht zu brüten, das ihnen angetan wurde. Gewonnen hat am Ende keiner, nur hat eben einer weniger verloren." Beide schwiegen lange.

"Ihr meint, es ist vorbei?", fragte Albert schließlich. Loravic seufzte. "Albert, mein Junge, ich wollte, ich wüsste es." "Es ist nur...", begann der Jüngere und brach dann hilflos ab. Loravic seufzte erneut. "Du denkst an die letzte Invasion? Als die Juka Trinsic einnahmen und dies nur der Beginn einer noch größeren Gefahr war?" Albert sah ihn erstaunt an und schüttelte dann vehement den Kopf. "Nein, Meister, ich denke an die letzte Invasion von Ratten in Britain." Nun war es an Loravic, überrascht dreinzublicken. Dann weiteren sich seine Augen. "Das hatte ich beinahe vergessen, aber Du hast Recht, die alten Chroniken berichten darüber. Eine solche Invasion ist schon einmal vorgekommen, nicht wahr?" Albert nickte. "Und die Ratten kamen wieder und wieder, beinahe schneller, als die Menschen sie abschlachten konnten. Sie konnten sie wieder und wieder abwehren, doch einen endgültigen Sieg konnten sie nicht erringen."
Loravic stand so hastig auf, dass der Stuhl umkippte. "Du hast Recht, jetzt erinnere ich mich wieder- Wir müssen sofort den Rat informieren." Er hastete Richtung Tür, blieb aber nach wenigen Schritten stehen und wandte sich wieder Albert zu. "Wie haben die Menschen damals die Invasion aufgehalten? Ich glaube nicht, dass dies in der Chronik erwähnt wurde." Der frischgebackene Zweite Bibliothekar sah ihn an und holte tief Atem. "Es steht auch nicht in der Chronik", erklärte er, "doch mein Großvater hat mir davon erzählt. Letztendlich war es nur eine Heldin, welche die Ratten zum Rückzug zwingen konnte. Diese Geschichte wird in meiner Familie seit Generationen weitererzählt. Mein Urgroßvater war nämlich Hilfskoch und hat sie oft in der Küche gesehen, wenn sie ihre Mahlzeiten eingenommen hat. Einmal hat sie ihm von dieser alten Geschichte erzählt."
Loravic Augen weiteten sich, als er erriet, von wem Albert sprach. "Komm", rief er, "Du als Experte wirst in der Ratssitzung sehr von Nutzen sein."


Nicht alle Ratsmitglieder nahmen die Störung wohlwollend auf. Nach den Aufregungen der letzten Woche hatten sich mehrere auf ein paar ruhige Tage mit ihren Familien gefreut. Loravic und Albert waren zuerst zu Sir Andor gegangen, dem jede Entschuldigung recht zu sein schien, das Studium der Berichte noch eine Zeitlang aufschieben zu können. Gemeinsam hatten sie den Vorsitzenden des Rates aufgesucht. Sir Darion brauchte ebenfalls keine lange Überredung, zu gut kannte er seinen Hofschreiber. Loravic würde nicht "Feuer" rufen, wenn es nicht wirklich brannte. So kam es, dass nur eine Kerzenlänge später eine außerplanmäßige Sitzung begann.
Loravic fasste die Geschichte der ersten Invasion kurz zusammen. "Ihr seht also, es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dies noch nicht das Ende unserer Probleme ist."
Sherzane an Benlimon hob eine Augenbraue. Auch er hatte mit einer baldigen Heimkehr nach Nujel'm gerechnet. "Wo sollen diese ganzen Ratten denn herkommen?", fragte er. "Nicht, dass ich die Worte unseres hochverehrten Hofchronisten bezweifle, doch die Leichenberge in den Straßen unserer Hauptstadt sprechen eine deutliche Sprache.
Loravic sah Sir Darion an, der eine auffordernde Handbewegung machte. Der Schreiber räusperte sich. "Nun, was diese humanoiden Ratten angeht, liegen uns kaum Informationen vor, wohl aber zu den gewöhnlichen Ratten: Ein einziges Weibchen kann pro Wurf etwa acht Nachkommen zu Welt bringen, die nach ungefähr vier Monaten..." Er unterbrach sich und stellte schnell eine kurze Rechnung an. "Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass ein Weibchen unter günstigen Bedingungen nahezu 2000 Kinder und Kindeskinder pro Jahr bedeutet, unter weniger günstigen Bedingungen können es immerhin noch 500 sein. Bei den Rattenmenschen mag es ein wenig anders sein, dennoch dürfte ihre Vermehrungsrate sehr hoch sein..." Er zuckte die Achseln.
An Benlimon erbleichte. "Das heißt, wir können sie abschlachten, bis unseren Kämpfern die Arme abfallen und sie würden immer noch weiter gegen und vordringen?".
"Wir wissen es nicht.", gab Loravic zu. "Das ist zumindest in der Vergangenheit geschehen."
Der Lärmpegel im Ratssaal stiegt gewaltig an, als plötzlich alle durcheinander redeten. Sir Darion hob die Hände und wollte die anderen zur Ordnung rufen, als Andor Axtschwingers Hand auf des Tisch krachte und ein Riss in der massiven Tischplatte erschien. "RUHE!", brüllte er mit einer Stimme, die sogar Bäume hätte entlauben können.
Als die anderen Räte ihn erschrocken ansahen, wandte er sich Loravic zu. "Was tun wir?", fragte er nur.

Loravic leckte sich verlegen über die Lippen. "Nun, das ist ein kleines Problem. Albert," wandte er sich an seinen Kollegen, "wie wäre es, wenn Du erklärst, was getan werden muss."
Mitglied-309023.09.2014, 20:53 Uhr
"Seid Ihr von Sinnen?", brauste Sir Nigel auf.

Wie von Loravic verlangt, hatte Albert die ganze Geschichte erzählt, von der ersten Invasion der Ratten in Britain, wie sie immer und immer wieder gegen die Burg angestürmt waren und wie dann eine tapfere, kleine Heldin dem Schrecken ein Ende gemacht hatte. All dies hatten die Ratsmitglieder mit zunehmender Sorge zur Kenntnis genommen. Zumindest, bis Albert zur Identität der Heldin gekommen war. Weibliche Helden waren nichts ungewöhnliches, schon vor langer Zeit hatte die Druidin Jaana an der Seite des Königs für die Tugenden gestritten und die Abenteuer der mutigen und schönen Gwenno waren weithin bekannt. Der Name dieser speziellen Heldin hatte die Räte jedoch bis ins Mark erschüttert: Sherry, die Maus.

So kam es, dass der Verwalter von New Haven von seinem Platz aufgesprungen war und seinem Ärger Luft machte. „Habt Ihr uns hier zusammengerufen, damit wir uns Märchen anhören?“, rief er, während er mit einer Hand wild in der Luft herumwedelte.
„Sir Nigel.“ Darions Stimme war vollkommen ruhig, doch die Schärfe darin ließ den Angesprochenen zusammenfahren. Sofort ging er in die Defensive. "Ihr wollt mir doch nicht erzählen, dass Ihr diesen bodenlosen..."
"Sir Nigel." Der Tonfall des Ratsvorsitzenden wurde eisig und der Verwalter verstummte und sank auf seinen Stuhl zurück. "Ich verstehe, dass Ihr Eure Zeit lieber zu Hause verbringen würdet als hier in dieser Ratskammer. Doch Ihr solltet zwei Dinge wissen. Erstens." Sir Darion hob einen Finger. "Sherry ist keine Märchengestalt, sondern eine historisch belegte Person, die nicht weniger real ist als Ihr oder ich. Zweitens." Ein weiterer Finger. "Unser Hofchronist ist ein ebenso gelehrter wie besonnener Angestellter der Krone, der keinesfalls zu übereilten Vorschlägen oder Hirngespinsten neigt." Er warf Loravic und Albert, die mit steinernen Mienen dastanden, ein beruhigendes Lächeln zu, bevor er sich wieder an Sir Basil wandte. Sein Lächeln nahm einen leicht spöttischen Zug an, während seine Stimme sich weiter abkühlte. "Zumindest seit Ihr lange genug ein Mitglied dieses Rates, dass Ihr dies wissen solltet."
Er lehnt sich zurück und gab den beiden Schreibern ein Zeichen, fortzufahren. Doch bevor einer der beiden etwas sagen konnte, hatte sich Sir Nigel wieder von seinem Stuhl erhoben und räusperte sich. "Meister Loravic, ich muss mich bei Euch entschuldigen. Was Sir Darion sagte, ist wahr. Euer Wissen und Eure Besonnenheit haben dem Reich bereits mehrfach gute Dienste geleistet und ich hätte Euch nicht so anfahren dürfen." Er wandte sich an Albert. "Auch Euch gilt meine Entschuldigung. Ich bin sicher, Meister Loravic hat Euch hervorragend ausgebildet." Er verbeugte sich steif in Richtung der beiden Schreiber, räusperte sich verlegen und setzte sich wieder.
"Nun gut", meinte Sir Darion leicht amüsiert. "Nachdem dies geklärt ist, müssten unsere Gelehrten uns nur noch erklären, wie diese Maus zu finden ist."
Jetzt war es an den beiden Schreibern, verlegen dreinzublicken.
Mitglied-309028.09.2014, 10:51 Uhr
Es war dunkel und feucht und sie fühlte sich furchtbar. Sie seufzte. Wie hatte es nur soweit kommen können? Sie war so dumm gewesen. Wie ein Junges war sie ins Verderben gerannt. Als sie von der Invasion in Britain gehört hatte, war sie sofort dorthin geeilt, um ihre Hilfe anzubieten. Doch sie war zu spät gekommen. Die Ratten hatten die Stadt abgeriegelt und als sie aus dem Moongate trat, hatte eine Horden von ihnen bereits auf sie gewartet. Bevor sie reagieren konnte, wurde sie auch schon gepackt. Die Rattenmenschen hatten kurz Bericht erstattet und waren dann sofort mit ihr aufgebrochen. Wieder war es durch das Gate gegangen. Als sie sah, wohin die Ratten sie bringen würden, könnte sie sich nicht mehr beherrschen. Sie errötete jetzt noch bei dem Gedanken. Sie, eine persönliche Vertraute von Lord British, wie konnte sie sich nur derart gehen lassen... Unverzeihlich.

Und nun saß sie in einer Zelle und wartete auf das Ende. Der Herrscher der Ratten konnte sie nicht einfach töten, das wäre gegen die Regeln gewesen, doch das würde der Hunger besorgen, wenn ihr nicht bald etwas einfiel. Die Gitter waren stabil und ein ganz klein wenig zu eng, doch bei den Wachen, die stets vor ihrer Zelle standen, hätte es auch nichts genützt, wenn die Tür offen gewesen wäre. Wasser war kein Problem, von den feuchten Wänden konnte sie genug Wasser lecken, doch die paar Krümel altbackenen Brotes, die sie in einer Ecke der Zelle gefunden hatte, waren längst verspeist und es war kaum damit zu rechnen, dass die Wachen für Nachschub sorgen würden.

In wenigen Tagen würde sie... Nein, so durfte es nicht enden. Vielleicht hatten der Kaufmann oder der Mensch mit dem Bogen den Rattentrupp ja gesehen und würden...Würden was? Sie retten kommen? Sie schniefte verächtlich. Vermutlich hatten die sie nicht einmal bemerkt, klein wie sie war. Nein, jetzt nur nicht aufgeben! Britain brauchte sie. So durfte es nicht enden!


Zur gleichen Zeit in Britain:

"Es gibt Neuigkeiten, Sir Darion.", erklärte Belan. Seine Stimme klang ruhig wie immer, doch Darion kannte ihn lange genug, um seinem Adjutant die Aufregung anzumerken. Er ließ den Bericht sinken und bedeutete Belan, fortzufahren. "Ein Zeuge hat sich gemeldet, der Sherry gesehen haben will. Leider war er mit den anderen aus der Stadt geflohen und erst gestern wieder zurückgekehrt. Laut seiner Aussage ist eine Maus kurz nach Beginn der Invasion aus dem Moongate getreten. Doch dieses war bereits von den Ratten besetzt und so wurde sie gefangen genommen. Ein ganzer Trupp die humanoiden Nagetiere hat sie durch das Gate geschleppt. Mehr konnte der Zeuge aus verständlichen Gründen nicht beobachten. Er wäre kurz darauf beinahe entdeckt worden und nahm, wie man so sagt, die Beine in die Hand und machte, dass er die Stadt verließ."
Sir Darion, der geduldig zugehört hatte, schlug triumphierend mit der Faust auf den Tisch. "Endlich eine Spur. Lass umgehend den Rat benachrichtigen und sage auch Loravic Bescheid. Die Jagd beginnt."

Nachtrag:
Sollte jemand bei der Suche noch Sherry auf die Zahl "142" stoßen: Die ist systembedingt und hat absolut nichts zu bedeuten.

Die ersten drei Helden / Heldinnen haben es übrigens heute Nacht schon geschafft. Glückwunsch! Lang lebe die Maus! ;-)


Viel Spaß wünscht
Der Staff von Vetus Mundus
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