Wie bereits auf unserer HP angekündigt, gibt es nun auch ein Goldwasch-System auf Vetus Mundus. Das Goldwaschen ist an allen flachen Gewässern, also Flüssen, Seen usw. möglich und ähnelt ein wenig dem Gravedigger-System. Eure Fähigkeiten als Miner werden beim Goldwaschen allerdings natürlich nicht benötigt, dieses erfordert vielmehr die Fähigkeit, auch Verborgenes, wie z. B. winzige Nuggets im Flusssand, erkennen zu können.
Die Goldwaschpfannen könnt ihr wie die Gravedigger-Schaufeln durch eine Quest erhalten. Die Vorgeschichte für diese Quest findet ihr hier:
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Mit einer liebevollen Geste strich Loravic über das feine Leder und die goldgeprägten Lettern. Der Buchbinder hatte hervorragende Arbeit geleistet. Da zu seiner Ausbildung vor vielen Jahren auch das Buchbinderhandwerk gehört hatte, wusste er derlei Kunstfertigkeit durchaus zu schätzen.
Aus einem plötzlichen Impuls heraus schlug er die Chronik an einer beliebigen Stelle auf und erkannte Alberts präzise Handschrift. Ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen. Sein ehemaliger Lehrling würde einmal ein hervorragender Hofchronist werden. Ein paar Jahre würde er sich allerdings noch gedulden müssen, trotz allem gab es für den Jungen noch einiges zu lernen und noch fühlte Loravic sich auch zu jung, um in den Ruhestand zu gehen.
Sein Blick fiel auf die Worte, die er selbst verfasst und die Albert so sorgsam zu Pergament gebracht hatte. Er erinnerte sich, als wäre es gestern gewesen:
In den Tagen nach der Invasion von Trinsic hatte er unzählige Gespräche mit den Überlebenden geführt. Soldaten verschiedenster Ränge, Kaufleute und Bauern hatte ihm ausführlich geschildert, was geschehen war. Nun strichen seine Finger über die Worte, deren Geschichte von Hass, Not und Elend, aber auch Heldenmut, Mitgefühl und Hoffnung kündeten.
Diese Arbeit war ihm gut gelungen und er wusste es.
Wer seine Geschichte nicht kennt, ist gezwungen, sie zu wiederholen. Wer hatte das noch einmal gesagt? Auf jeden Fall war es ein schönes Motto für einen Chronisten, fand er. Vielleicht würden zukünftige Generationen dereinst den alten Folianten aus dem Regal nehmen, um aus der Vergangenheit zu lernen und diese ferne Zukunft damit ein klein wenig freundlicher zu gestalten. Damit hätte dann auch er, der er weder ein großer Krieger noch ein Meister des Arkanen war, dazu beigetragen, die Welt ein kleines Stück zu verbessern.
Im Geiste ging er die einzelnen Begebenheiten noch einmal durch. Wie der Dämon Ventarius nach dem Untergang von Haven in die Leere zwischen den Universen geschleudert wurde und nach Jahren der Verbannung eine junge Juka-Magierin namens Luniver mit seiner Macht korrumpiert hatte. Dann die beinahe grenzenlose Geduld, mit der er sie und die Juka getäuscht und beinahe ins Verderben geführt hatte. Die Juka hatten zuerst einen mehr als tollkühnen Angriff auf Trinsic geführt und konnten die Stadt eine ganze Woche halten, bis sie von den Menschen zurückgedrängt wurden. Weder die Menschen noch die Juka hatten zu diesem Zeitpunkt geahnt, dass es Ventarius nur auf die Opfer ankam und er die Lebensenergie der Juka für seine Rückkehr nutzen wollte.
Später dann hatte er die ahnungslosen Echsenwesen auf Ilshenar einen Turm bauen lassen, der ihn wieder in die Welt zurückkehren lassen sollte. Nur mit Mühe konnten die Juka vor der Beendigung ihres unheiligen Rituals besiegt und der Turm geschleift werden.
Nachdem mit Lunivers Tod auch seine Macht über die Juka beendet war, nahm er sich die Terathan vor und lockte sie mit dem Versprechen, mit seiner Macht ihren uralten Krieg gegen die Ophidian beenden zu können.
Der Hofschreiber blätterte um, obwohl er die Worte trotz der vergangenen Zeit beinahe auswendig hätte wiedergeben können.
Oh ja, Ventarius hätte den Krieg beendet. Jedoch nicht so, wie die Terathan glaubten. Sein Ziel war die Vernichtung allen Lebens auf der Welt. Für ihn als Mensch war ein so grenzenloser Hass unverständlich, ja, er erschien ihm gar krankhaft, selbst für ein Wesen des Bösen wie einen Dämon.
Nun, letztendlich hatte er sein Ziel, auf die Welt zurückzukehren, erreicht. Mit Hilfe seiner Magie und der reichlich vergossenen Lebensenergie der irregeleiteten Terathan hatte er es nach Jahren des Exils geschafft, sich einen Weg aus der Leere zu bahnen.
Loravic lächelte leicht. Ventarius war zurückgekehrt, doch die Welt war auf ihn vorbereitet gewesen. Der Rat hatte die besten Kämpfer zusammengerufen, die ihn im Terathan Keep bereits erwarteten. Der Dämon war ein mächtiger Gegner gewesen, obgleich ihn der Übertritt in die Welt der Sterblichen geschwächt hatte. Augenzeugenberichten nach war er während des Kampfes in eine Art halbstoffliche Geistform gewechselt, doch auch dies hatte ihm nicht helfen können. Sie hatten ganze Arbeit geleistet und Ventarius würde nie wieder eine Gefahr bedeuten. Jetzt war er nur noch eine Geschichte, die in feinem Leder gebunden vor ihm lag.
Der alte Chronist lächelte. Er mochte es, wenn eine Geschichte gut endete. Und diese Geschichte war zu Ende. Und es war gut.
"Du denkst daran, dass wir nachher noch einen Gast haben?", riss ihn Alberts Stimme aus seiner Erinnerung. "Ich komme ja schon", rief er. Ein Blick auf die Kerzen zeigte ihm, dass er länger als gedacht in seinen Erinnerungen geschwelgt hatte. Er gab sich einen Ruck und schloss das Buch. Sein Lächeln bekam einen wehmütigen Zug, als er ein letztes Mal die Hand über den Einband gleiten ließ. "Luniver." Er kostete den Klang des Namens und lauschte einen Moment dem Nachhall seiner eigenen Stimme, der ihm plötzlich fremd in den Ohren klang. Er fröstelte, als hätte ihn ein kalter Hauch gestreift. Einen Moment stand er still da, dann schüttelte er den Kopf und wandte er sich ab, um Albert bei den Vorbereitungen für ihre Besucherin zur Hand zu gehen.
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Der See und die Lichtung lagen im Dunkeln, nur die beiden Monde spendeten ein spärliches Licht. Die Lichter von Trinsic waren bestenfalls als fahler Schein über den Baumkronen zu erkennen.
Ein Reh graste friedlich. Der Wind strich sanft die Wasseroberfläche, die sich sanft kräuselte.
Das Reh hob den Kopf. Die durchsichtige Gestalt hatte eben noch nicht da gestanden. In einer verzweifelten Geste hob sie die durchscheinenden Arme. „Wasss habe ich getan?“, zischelte sie, beinahe unhörbar. Dann sank sie zu Boden, als würde sie von einer schweren Last niedergedrückt. „Ich wollte doch nur das Bessste für mein Volk.“, flüsterte die Gestalt, die einmal Luniver gewesen war. Dann begann sie tonlos zu schluchzen.
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Wir wünschen Euch viel Spaß mit dem neuen System. Sowohl die Quest als auch das Goldwaschen selbst sind auch auf Felucca möglich. Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen.
Der Staff von Vetus Mundus

















