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Nagerprobleme und dunkle Schatten auf Vetus Mundus

Mitglied-309006.10.2015, 21:11 Uhr
Heute in Britain:

"Ratten?" Sir Darion zog eine Augenbraue hoch. "Ich dachte, unsere gute Sherry hätte diese Plage ein für alle Mal beendet." Belan zuckte nur die Achseln. "Vielleicht sollten wir mal fragen, wie sie das überhaupt geschafft haben will.", grummelte er. Die Ratten hatten beim letzten Mal die ganze Stadt überrannt und die Burg belagert. Nur durch das heldenhafte Verhalten der Bevölkerung hatten sie überhaupt lange genug aushalten können, bis Sherry befreit war. Die legendäre Maus war daraufhin in aller Stille losgezogen und tatsächlich hatten die Ratten wenig später den Rückzug angetreten.
Darion nickte. "Wende Dich an Loravic und Albert. Letzterer scheint einen besonderen Draht zu Sherry zu haben. Am besten Du lädst sie gleich zu einer gemeinsamen Besprechung ein."
Der Diener nickte. "Natürlich, Sir Darion."

Albert rutschte ein wenig verlegen auf dem Stuhl herum. Im Ratssaal waren die Sitzplätze der Schreiber gewöhnlich am hinteren Ende des Saals, doch nun saß er zur Rechten Sir Darions auf dem Stuhl, der sonst Synaeva, der Abgesandten der Elfen, vorbehalten war. Sherry saß vor ihm auf dem Tisch auf einem kleinen Kissen und sein alter Meister saß ihm direkt gegenüber, dennoch konnte er seine Nervosität nicht abschütteln. "Einen Schluck Wein?", riss ihn Belan aus seinen Gedanken. Er fuhr aus seinen Gedanken hoch. Sir Darions Diener schritt mit geradezu katzenhaften Bewegungen um den Tisch. Nun hielt er Albert die Karaffe hin. "Danke, nein", stieß der junge Schreiber hervor. Loravic schmunzelte und nippte an seinem Glas. Sherry knabberte an einem Stück Käse.
"Nun denn", begann Sir Darion, "unser kleines Zusammentreffen ist nicht nur rein gesellschaftlicher Natur, obgleich diese kleine Würdigung aufgrund eurer Verdienste natürlich in keinster Weise unverdient ist." Er lehnte sich zurück. "Es handelt sich vielmehr um ein Arbeitstreffen... um Himmels Willen, Belan, nimm dir ein Glas und setz' dich, das ist hier ganz informell." Belan verbeugte sich würdevoll. "Sehr wohl, Sir Darion.", deklamierte er in einem Tonfall, den er sonst für offizielle Anlässe reserviert hatte. "Wie Mylord wünschen." Ein leichtes Lächeln spielte um seine Mundwinkel, als er sich einen Stuhl heranzog. Sir Darion verdrehte leicht die Augen und seufzte gespielt. "Nun gut", fuhr er fort, " ein Arbeitstreffen also. In der Stadt sind erneut Rattenspäher aufgetaucht und nach den Erfahrungen der Vergangenheit müssen wir das Schlimmste befürchten. Anstatt zu reagieren, würde ich dieses Mal gerne bereits im Vorfeld planen."

Sherrys kleiner Kopf ruckte hoch. "Das kann nicht sein", piepste sie, "die Ratten dürfen Britain für mindestens drei Generationen nicht betreten. Dafür habe ich gesorgt."
Darion nickte ihr aufmunternd zu. "Wollt Ihr uns nicht verraten, wie Ihr das geschafft habt?", fragte er.
Sherry gab ein Piepsen von sich, das durchaus als Kichern sein konnte. "Ich habe den König der Ratten zu einem fairen Duell herausgefordert und besiegt.", erklärte sie feierlich. Die Anwesenden sahen sie einige Zeit sprachlos an. Die Rattenmenschen waren meist keine großen Krieger, ihre Gefahr lag in der Regel eher in der schieren Menge. Dass die kleine Maus aber gegen einen der ihren bestehen konnte, schien völlig unmöglich. Sherry richtete sich auf die Hinterbeine auf und reckte in einer heldenhaften Pose den Kopf. "Ihr müsst wissen, dass ich als Mitglied der großen Familie der Nagetiere durchaus berechtigt bin, eine solche Herausforderung auszusprechen. Nach meinem Sieg habe ich dem König Geis auferlegt, sein Volk für mindestens drei Generationen von Britain fernzuhalten."
"Geis?", wollte Albert wissen. "Ein feierliches Tabu, das nicht gebrochen werden darf.", erklärte Loravic. Sherry nickte. "Das hatte ich auch schon vor Jahren bei der ersten Invasion gemacht. Deshalb hatten die Ratten mich auch entführt und eingekerkert. Als es mir erst einmal gelungen war, mich zum König zu schleichen und die Herausforderung öffentlich auszusprechen, ließ seine Ehre ihm keine Wahl. Die Alternative wäre ein Verlust seiner Herrschaftsanspruchs gewesen. Ratten sind durchaus nicht völlig ehrlich, müsst ihr wissen", erklärte sie, "sie verstehen Ehre nur auf etwas andere Weise als wir.

Belan räusperte sich. "Und in welchen Wettkampf, gute Maus, habt ihr diesen Rattenkönig besiegt?", fragte er.
Erneut ertönte das piepsende Kichern, diesmal länger. "Im Schach, Mensch, im Schach. Ein Wettkampf Verstand gegen Verstand ist nicht schwer zu gewinnen, wenn der Gegner nahezu unbewaffnet ist." Sie kicherte erneut und diesmal fielen die anderen in das Gelächter ein.


"Es scheint aber diesmal nicht so ganz funktioniert zu haben.", warf Loravic ein. Der alte Gelehrte schmunzelte immer noch, hatte aber seine Fassung wiedergewonnen.
"Da habt Ihr wohl recht", stimmt Sherry ihm zu, "und das ist es, was ich nicht verstehe. Chirichadik ist hinterlistig, aber ein Geis würde er nicht brechen." Sie sah die Blicke der Anwesenden. "Oh, Chirichadik ist der Name des Rattenkönigs", kam sie der Frage zuvor.

Sir Darion legte die Fingerspitzen zusammen und überlegte. "Vielleicht wäre es ratsam, mehr über diesen Chirichadik herauszufinden. Das sollte aber wohl auch eher inoffiziell erfolgen, wenn Soldaten von Britain bei ihm einmarschieren, könnte er dies als Kriegserklärung verstehen." "Das ist wahr", gab Sherry ihm Recht, "diese Späher sollten aber warme Stiefel anziehen, ich habe mir beim letzten Mal beinahe Frostbeulen an den Pfoten geholt. "
Mitglied-309024.11.2015, 20:56 Uhr
Vor einiger Zeit

Sherry schüttelte entschieden den Kopf, die kleinen Schnurrhaare zitterten. "Sippenmord?", piepste sie, "das kann und will ich nicht glauben. Selbst wenn Drochadik den Mut zu so einer Rebellion hätte - und den hat er definitiv nicht - wäre er immer noch an das Geis gebunden. Der Bruch des Geis würde ihn seine Stellung als Anführer kosten. Er muss Britain drei..." Sie hielt inne und ihre Knopfaugen schienen noch größer zu werden. Die Anwesenden sahen sie erstaunt an. Loravic schlug sich an die Stirn. "Ich Vollidiot", rief er plötzlich. Der alte Schreiber verzog wütend das Gesicht, dann atmete er tief durch und hatte sich wieder unter Kontrolle. Entschuldigend wandte er sich an Sir Darion: "Verzeiht meinen Ausbruch, aber ich hätte es gleich sehen sollen. Chirichadik." Er hob einen Finger. "Sein Sohn." Ein weiterer Finger. "Sein Enkel." Als er den dritten Finger hob, verstanden auch die anderen. "Drei Generationen", platzte Albert nun heraus. Sir Darion lehnte sich in seinem Sessel zurück und blickte hilfsuchend an die Decke. "Das heißt dann wohl, dass das Geis erfüllt ist und die Ratten wieder frei sind, uns heimzusuchen. Die ganze Sache beginnt also von vorn."
"Und es ist noch schlimmer!" Sherry stand nun auf den Hinterbeinen und gestikulierte wild. "Diesmal haben sie sicher vorgesorgt. Selbst wenn wir wüssten, wo Drochadik sich aufhält, werde ich es wohl kaum schaffen, ihm persönlich gegenüber zu treten. Und die Herausforderung muss persönlich ausgesprochen werden. Das letzte Mal glaubte mich Chirichadik noch im Kerker und ich konnte fast unbehelligt vor seinen Thron schleichen, doch dieses Mal... Drochadik wird kein Risiko eingehen." Sie schüttelte traurig den Kopf. "Keine Chance."

Vor drei Tagen

Die Stille in der Ratskammer wurde nahezu unerträglich. Loravic ließ seinen Blick erneut über die versammelten Ratsmitglieder gleiten. Wie auch er machten sie alle einen erschöpften und niedergeschlagenen Eindruck.
Zu Beginn dieser seltsamen Invasion hatten die Wachen die Rattenmänner noch zu vertreiben versucht, doch es war, als würde man einen See mit einem Löffel leeren wollen. Egal, wie viele sie erschlugen, ihre Anzahl schien nie geringer zu werden. Nach wenigen Tagen hatten sie den Versuch aufgegeben und sich darauf konzentriert, die nicht besetzten Teile der Stadt zu beschützen. Andererseits stieg die Anzahl der Ratten auch nicht weiter. Es schien beinahe so, als würde es ihnen genügen, die Osthälfte der Stadt in Angst und Schrecken zu versetzen. Anders als beim letzten Mal hatten die Ratten nicht einmal den Versuch gemacht, die Burg zu belagern oder gar zu erobern. Was dachten sie, damit zu erreichen? Man konnte meinen, sie würden auf etwas warten. Doch was konnte das sein? Missmutig schüttelte der alte Schreiber den Kopf. Diese Fragen hatte er sich in den letzten Tagen und Wochen immer und immer wieder gestellt. Drochadik hatte die Krone an sich gebracht, die Hauptstadt des Reiches angegriffen und jeder hatte erwartet, dass schon bald ein Großangriff erfolgen würde, doch dieser war ausgeblieben. Was konnte nur der Grund für sein Zögern sein? Feigheit? Sherry hatte trotz allem nicht glauben können, dass Drochadik den Mut gehabt hatte, die Krone an sich zu reißen. Dennoch hatte er es getan. Auch der Angriff auf Britain sei, so hatte die Maus gemeint, für eine Ratte seines Charakters absolut untypisch. War sein Mut damit aufgebraucht? Oder war es vielmehr so, dass er auf die Ankunft...
"Wir müssen doch etwas tun können!", quiekte Sir Auston plötzlich, der das Schweigen nicht mehr aushielt und Loravic aus seinen Gedanken riss. Die meisten Ratsmitglieder fuhren erschrocken zusammen, die Stimme hatte noch schriller als üblich geklungen und hatte wie ein Messer durch die Stille geschnitten.
Andor Axtschwinger hab den Kopf und funkelte den kleineren Mann kurz an, winkte dann jedoch mit einem angeekelten Grunzen ab. "Es stimmt doch", schrillte die Stimme des Bürgermeisters von Vesper erneut durch den Raum, "es bringt doch nichts, uns hier anzuschweigen."
Sir Darion erhob sich langsam. "Sir Andor hat Recht, es gibt keinen Grund, diese Sitzung weiter in die Länge zu ziehen. Wir werden uns auf morgen..." Er hielt inne, als draußen im Gang laute Schritte und Stimmen zu hören waren. Er drehte sich gerade um, als die Tür aufging und eine Wache den Sitzungssaal betrat. "Ihr Herren", rief er und salutierte, wobei er sich ein feuchtes Stück Pergament an die Brust schlug, was einen schleimigen Fleck auf seiner ansonsten makellosen Rüstung hinterließ. Er hob die andere Hand, als wollte er den Fleck wegwischen, besann sich dann aber und nahm erneut Haltung an. Er präsentierte das zerfledderte Pergament Sir Darion, der erstaunt nahm. "Diese Botschaft fanden wir bei einem Boten der Ratten. Er fiel mir gleich auf, weil er sich ständig umsah, als er die Kanalisation verließ.", meldete der Soldat. Sir Darion besah da Pergament stirnrunzelnd. "Sehr pfleglich scheint er ja nicht damit umgegangen zu sein." Er drehte das feuchte, dünne Leder zwischen den Fingern. "Nein, Sir Darion", entgegnete die Wache stolz, "er wollte es vernichten, als wir ihn aufgriffen. Wir mussten die Reste nach seinem Tod...ähm... bergen, Sir." Der Ratsvorsitzende sah erneut auf das Pergament und er verzog das Gesicht. "Er hat versucht, es aufzuessen?" "Richtig, Sir" Sir Darion hielt dem Soldaten die Botschaft mit spitzen Fingern wieder hin. "Hier, gebt es Meister Loravic, er ist als Hofschreiber bestens qualifiziert für die Entzifferung." Loravic seufzte leise, als er das Pergament in Empfang nahm. Er legte das Papier vor sich auf den Tisch und strich es glatt. "Nun, dann wollen wir mal sehen... Ein Gutteil der Botschaft wurde vermutlich zerkaut doch einiges ist noch zu lesen. Mein L... Ich kann meine Leute nicht lä... Die Menschen haben ihren W...gänzlich aufgegeben und ver... in ihrer Burg. Mittlerweile b... ich sie ganz allein bezwin... herige Hilfe bin ich überaus d... doch weiteres Zögern w... Vorteil mehr bringen. W... in wenigen Tagen angrei... zeigen, wie stark wir s...adik"
"Ich würde vermuten", erklärte der alte Schreiber langsam, während er sich die Hände verstohlen an seiner Robe abwischte, "dies stellt eine Botschaft an einen Verbündeten dar, auf dessen Hilfe die Ratten gewartet hatten, vielleicht ein anderer Rattenstamm. Da diese noch nicht eingetroffen ist, scheinen sie nun allein einen Angriff wagen zu wollen und dies schon in wenigen Tagen." Er las die Botschaft noch einmal vor. "Sir Darion nickte. Ich denke, Ihr habt Recht, Loravic. Diese Deutung scheint plausibel."

"Dann werden sie angreifen. Was sollen wir tun?", rief Sir Auston. "Es bleiben uns nur noch Tage." Andor Axtschwinger lachte. "Was wir tun?", dröhnte er. "Wir reißen diesem schleimigen Drochadik den Kopf ab, das tun wir."
Sir Auston räuspert sich empört. "Und warum, wenn ich fragen darf, habt Ihr das nicht schon längst getan." Er wedelte mit der linken Hand in Richtung der großen Streitaxt, die hinter Andor an der Wand lehnte. "Zu mehr scheint Ihr ja auch nicht gut zu sein." Der Angesprochene stand auf und schlug auf den Tisch, worauf Sir Auston zurückzuckte. Der große Mann lachte nun jedoch nur noch lauter. "Weil ich nicht wusste, wo sich dieser eklige Wurm versteckt hält. Wir haben alle Löcher der Ratten durchsucht, doch er war nicht aufzufinden, der Feigling." "Und nun wisst Ihr es?", fragte Sir Auston verwirrt.
"Erklärt es ihm, Loravic", rief Andor, während er sich wieder in seinen Stuhl fallen ließ und sich die Hände rieb. Acht Augenpaare richteten sich auf den Schreiber, während Sir Andor vergnügt zur Decke blickte.
"Nun ja", begann der Schreiber, "die Botschaft stammt aller Wahrscheinlichkeit nach vom König der Ratten und der Bote kam aus der Kanalisation. Das legt einen gewissen Schluss nahe, meint ihr nicht?"

Vor zwei Tagen

"Haben wir Freiwillige, die die Kanalisation durchsuchen?", fragte Darion, während Belan ihm Tee einschenkte. Die Sitzung hatte noch einige Zeit gedauert, doch zum ersten Mal seit langer Zeit hatte Darion gut geschlafen und genoss nun sein Frühstück. Endlich würde diese zermürbende Pattsituation ein Ende nehmen. "Ja, Sir, Hauptmann D'Carigh kümmert sich darum.", erwiderte sein Adjutant. "Sehr gut, Belan. Dann werden wir wohl sehr bald sehen, ob der Optimismus der Ratten gerechtfertigt ist." Belan hob eine Augenbraue. "Das bezweifle ich sehr, Sir." Darion kicherte leise und griff nach dem Besteck.

Übrigens, der Hauptmann erwartet euch im Castle in Britain. Viel Vergnügen.
Mitglied-309025.11.2015, 21:56 Uhr
Hauptmann D'Carigh hatte seinen Bericht beendet und starrte nun auf einen Punkt an der Wand hinter Sir Darions Schreibtisch. Eine militärische Haltung hatte auch Vorteile, befand er wieder einmal. Es geht doch nichts über eine Hab-Acht-Stellung, wenn es darum ging, Verlegenheit zu überspielen. Der Vorsitzende des Rats zu Britain schwieg nun schon eine volle Minute und D'Carigh wurde zunehmend unbehaglich zumute. Endlich brach Sir Darion das Schweigen: "Die Tür in der Kanalisation?" Er hob eine Augenbraue. "Hinter dieser befindet sich dieser Rattenkönig?" Hauptmann D'Carigh nickte knapp. Der Ratsherr seufzte. "Dass niemand auf die Idee gekommen, spricht ja nicht gerade für die Intelligenz unserer Wache." D'Carigh verzog das Gesicht. "Ihr hättet hören sollen, was Andor dazu zu sagen hatte. Als er mit den Verantwortlichen fertig war, konnten Sie den Raum praktisch durch den Türschlitz verlassen ohne diese vorher zu öffnen, so kleinen waren sie."
Der Gedanke heiterte den Ratsherrn sichtlich auf. "Nun gut, Schwamm drüber. Wie bekommen wir diese Tür denn nun auf?" Gedankenverloren nahm er eine Schreibfeder auf und drehte sie zwischen den Fingern.
"Anscheinend handelt es sich um ein spezielles Schloss, wie es bei Menschen völlig ungebräuchlich ist und das auch von Ratten nur extrem selten verwendet wird. Unseren Schlossknackern ist es leider bislang nicht gelungen, die Tür zu öffnen.", erklärte der Hauptmann.

"Vielleicht kann ich in dieser Angelegenheit behilflich sein, Sir." Belan war unbemerkt in den Raum getreten. In seinen Händen befand sich ein Tablett mit einer dampfenden Kanne Tee sowie einer einzelnen Tasse. Verflixt, wie macht der Kerl das nur? Der junge Hauptmann hatte gute Ohren und normalerweise war es beinahe unmöglich, ihn zu überraschen, doch Belan schien beinahe durch den Raum zu schweben.

Sir Darion forderte ihn mit einer Handbewegung auf, weiterzusprechen. Belan stellte das Tablett auf dem Schreibtisch ab und begann zu erklären: "Ich kenne einen jungen Mann, dessen Leben sich beinahe nur um die verschiedenen Schließmechanismen und deren Öffnung dreht. Wenn irgendwer dieses seltsame Schloss öffnen kann, dann dürfte er es sein."

"Nun gut." Sein Arbeitgeber schien erfreut. "Lasst diesen jungen..." "Dedric, Sir.", half Belan beflissen aus. Darion nickte. "Lasst diesen jungen Dedric sofort in die Burg rufen."
Belan verbeugte sich leicht. "Sehr wohl, Sir. Er wohnt mit seinem alten Vater in der Nähe von Skara Brae. Ich werde mich umgehend darum kümmern."
Beinahe ebenso schnell und lautlos, wie er den Raum betreten hatte, verließ er ihn wieder.

P. S.: Ihr habt es eventuell bereits erraten, Belan erwarten den geneigten Quester im Castle in Britain. Diese Quest ist völlig ungefährlich, daher auch für Handwerker oder andere Nicht-Kämpfer geeignet.
Mitglied-309028.11.2015, 18:59 Uhr
Das Ratten-Event nähert sich dem (vorläufigen) Ende. Die letzte Quest ist nun auch aktiv. Erneut ist es Belan, der euch mit einer heiklen Aufgabe betrauen wird. Ihr findet ihn an der gewohnte Stelle im Castle von Britain.

Am Sonntag (also morgen) um 18 Uhr wird der Rattenkönig zur Rechenschaft gezogen. Viel Vergnügen.
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