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ForenübersichtAllgemeinesCall of Cthulhu Forenrollenspiel

Call of Cthulhu Forenrollenspiel

Mitglied-105313.09.2004, 21:07 Uhr
Hallo Leute

Vielleicht hat der ein oder andere von euch ja schon mal etwas von Call of Cthulhu gehört, und vielleicht gibt es unter euch ja auch welche die zur Abwechslung auch gerne mal ein Forenrollenspiel ausprobieren würden.
Ein Forenrollenspiel ist im Prinzip nichts anderes als eine Pen & Paper Runde , mit dem Unterschied, dass eine viel größere Spielerzahl dran teilnehmen kann, das ganze wesentlich langsamer von statten geht ( Die Storie muss sich zwangsläufig langsamer entwickeln, da nicht immer alle Spieler da sind und auch der Spielleiter nicht immer vor Ort ist um direkt auf die Handlung eine Charakters zu reagieren) und die Fertigkeitswürfe aus Kontrollgründen durch den Spielleiter durchgeführt werden

Für alle die, die Cthulhu nicht kennen; Cthulhu ist ein Rollenspiel das in der Realität, standartmäßig im viktorianischen Zeitalter spielt ( um 1920) Neben der Realität existiert aber noch eine grauenvolle zweite Realität die dem Menschen ( gott sei dank) fremd ist und ihn zwangsläufig in den Wahnsinn treibt wenn er zu viel Kontakt mit ihr erhält. Kurz gesagt, Cthulhu basiert auf J.P. Lovecrafts Horrorgeschichten und handelt von grausamen Dämonen, und skrupellosen Kultisten, die die Auferstehung Cthulhus und anderen mächtigen Wesen herbeiführen wollen.

Wenn ihr Lust auf ´diese Spielchen habt, dann schreibt mir doch eine PN und ich werde mit euch einen Charakter auswürfeln. Die Werte dieses Charakters könnt ihr dann in einen Charakterbogen übertragen den ihr auf http://www.pegasus.de bei Spielhilfen für Cthulhu ruterladen könnt.
Ich hoffe auf rege Teilnahme. Ein Spieler hat sich bereits shcon gefunden und wird im Anschluss seine Charstorie hier hin posten.

Gruß Ralf
Mitglied-153613.09.2004, 21:50 Uhr
[mark=burlywood][c=darkblue]Es war ein schöner frischer Herbstmorgen und Heinrich Schwarz kam gerade zurück in seine kleine Wohnung an der Martinstrasse. Da es nur einen Zeitungsschreier in der Nähe seiner Stammkneipe gab, hatte er sich auf den Weg gemacht, um sich eine Tageszeitung zu holen.

Einige Blätter fegten, durch den Wind aufgewirbelt, in sein Wohnzimmer, als er die Tür öffnete und eintrat. Er legte die Zeitung auf die Kommode, während er mit seiner zweiten Hand begann, die Knöpfe seines Mantels zu öffnen und sich diesen zu entledigen. Nachdem er sich rasch in der Küche eine Tasse Tee aufgebrüht hatte, stellte er diese auf den Tisch und nahm sich die Zeitung, um es sich gemütlich zu machen.

Bevor er zu lesen begann, schaute er kurz nach draußen, denn sein Wohnzimmerfenster war direkt an seinem Esstisch und hatte Blick auf die Strasse, auf der nur wenig Verkehr war. Die Sonne fiel schräg ins Zimmer und das Holzflugzeugmodell seines „Fokker Eindecker“, das er in der meisten Zeit seit dem Krieg flog, warf einen langen Schatten über den Tisch und der Dampf der Teetasse stieg langsam auf. Er begann ein wenig zu träumen und dachte zurück an seine letzten Luftkämpfe, die er erfolgreich hinter sich gebracht hatte. Heinrich war ein erfahrener Pilot, der in seiner Laufbahn als deutscher Soldat im 1.Weltkrieg für den Kaiser neun feindliche Flugzeuge, drei Ballons abgeschossen und viele weitere Dienste erledigt hatte. Er befasste sich nicht sehr viel mit Politik und war auch kein aggressiver Mensch, der gerne in den Krieg zog, doch fühlte er sich als Pilot in einem Jagdflugzeug wie berufen. Außerdem erfüllten ihn mit seinen 34 Jahren seine Luftsiege mit Stolz. Doch nach dem Krieg gab es nur noch wenige Einsätze für Leute wie ihn und ausser seinen normalen Überwachungs- und Dienstflügen hatte er oft frei.

Gerade jetzt hatte er sich eine Woche frei genommen, denn es lag viel an. Gestern feierte sein Vater seinen 50ten Geburtstag und es gab ein großes Familienfest. Heinrich hatte zwei Schwestern, einen jüngeren Bruder und einen Zwillingsbruder. Aber er war schon immer der Kämpfertyp in der Familie gewesen und hatte so auch wieder viel helfen und organisieren müssen.
Während seine Gedanken bei vergangenen Zeiten und der gestrigen Feier waren, fiel ihm ein, dass er unbedingt noch sein Auto kontrollieren müsse.

Er hatte sich einen alten Wagen günstig von einer alten Witwe erstanden. Auch wenn er nun darüber glücklich war, schneller auf Abruf beim Flugfeld zu sein, so machte ihm dieses Stück dennoch immer wieder Schwierigkeiten. Der Wagen war oft kaputt und somit ständig in Reparatur. Glücklicherweise war Heinrich nicht ungeschickt mit den Händen und ein begabter Mechaniker, denn schon zu Hause musste er immer alles reparieren, was seine Geschwister beschädigten. Er überlegte, ob er nachher mal beim Flugfeld vorbei fahren sollte, um sein Auto zu kontrollieren. Da er dort viele alte Freunde hatte und auch der Staffelkommandeuer sich dazu zählte, konnte er sich das gute Werkzeug, welches er sich selbst nicht leisten konnte, vor Ort benutzen.

„Ja, werde ich wohl nach dem Tee machen.“ Sagte er zu sich selbst, nachdem er für sich beschlossen hatte, das Auto im Laufe des Tages zum Flugfeld zu bewegen und es dort durchzuchecken. Er nahm vorsichtig einen Schluck von seinem heißem Tee und öffnete danach die Zeitung. [/c] [/mark]
Mitglied-153613.09.2004, 22:38 Uhr
[mark=burlywood][c=darkblue]**Ein Bild einer Fokker E.1 habe ich hier gefunden und für Interessierte eingebunden:

http://www.theaerodrome.com/aircraft/germany/fokker_ei.html

**[/c][/mark]
Mitglied-6114.09.2004, 11:46 Uhr
\"Bereits um das Jahr 1350 liest man erstmalig von den Rittern von Dudisdorp, amtierender Schöffe von Bonn. Weiter weiß man zu berichten, dass ein Ritter mit dem gleichen Namen genau am 23. Oktober 1428 mehrere Güter an das Cassiusstift in Bonn verkaufte.

Die frühere Wasserburg \"Burg Medinghoven\". Adelssitz in Duisdorf, begüterte bis 1834 den Grafen von Westerhold. Zwischenzeitlich, so mutmaßt man, sei zur Zeit Ludwigs XIV. dieser herrliche Herrensitz zerstört worden.

Der neue Besitzer, Baron Wilhelm von Neuffille, ließ das Gebäude neu errichten. Und in den Jahren 1917 bis 1918 teilte man das rund 500 Morgen große Gut auf: Pächter Josef Böcker, Amtsbürgermeister und später Ehrenbürger von Duisdorf, kaufte den Hof mit den Ländereien sowie die Burg mit dem herrlichen Park, den exotischen Sträuchern und Bäumen, ging in den Besitz des Industriellen Dr. Adolf Spilker über.

Die Römer fanden sehr schnell heraus, dass Duisdorf über reine kalklose Wasserquellen verfügt. Sie leiteten das kostbare Nass in Tonröhren zum damaligen Kastell Bonn. Kurfürst Joseph Clemens (1688 - 1723) ließ die letzte Wasserleitung im Jahre 1715 installieren. Den \"Kurfürstenbrunnen\", wie im Jahr 1910 er heute genannt wird, ziert an der Giebelwand des Backsteinbrunnenhauses das kurfürstliche Wappen in Stein gemeißelt: In der Mitte liegen sich zwei Rautenfelder und zwei nach links springende Löwen gegenüber. Umrahmt ist der Schild von einer Krone, einem Schwert und einem Bischofsstab. 1822 bis 1824 wurde Duisdorf an den Verkehr angeschlossen.\"

Vollkommen von Frust gezeichnet warf Joseph Wackerbauer das Buch auf den ohnehin schon überfüllten Schreibtisch vor ihm und legte die Füße gleich hinterher.

\"Aus den lateinischen Aufzeichnungen des Pfarrers Lessenich\", äffte er den Titel der kleinen Abhandlung nach. Wie sehr er solche Arbeit hasste.

\"Ich bin Privatdetektiv, kein Bücherwurm.\", maulte er und goss aus einer fast leeren Flasche einen großen Schluck Whiskey in sein Glas. Wie konnte er diesen Auftrag nur angenommen haben? Die reiche Witwe die sein kleines Büro im Hinterhof des Hafenviertels besucht hatte, schien leicht verdientes Geld. Natürlich kam es anders, als er dachte. Es kommt immer anders, als man denkt.

Schnell stellte sich während seiner Recherche heraus, dass die gute Gräfin pleite war. Ihr letzter Funke Hoffnung, sich ihren Lebensstandard mit Herrenhaus, Parkanlage und Bediensteten zu erhalten bestand darin, den eventuell bestehenden, alten Anspruch ihrer Familie auf Ländereien in Duisdorf zu beweisen.

Und inzwischen zweifelte Joseph daran, dass dieser Anspruch überhaupt bestand. Dem ersten Teil seiner Arbeit war er noch verhältnismäßig gerne nachgekommen. Es ging darum, alte Chroniken aus einem Archiv zu, sagen wir, borgen. Er mochte den Nervenkitzel, das Adrenalin, er mochte auch die Nacht. Meist arbeitete er Nachts. Doch das Durchforsten der alten Bücher und Aufzeichnungen nach Informationen war nichts für ihn. Es war sogar brechend langweilig. Einzig und allein der Gedanke, nur Geld von der Gräfin zu kriegen, wenn er erfolgreich war, hielt ihn am Schreibtisch.

Zwei weitere Gläser Whiskey später warf er den alten, in Leder geschlagenen Einband erneut weg. Diesmal jedoch nicht auf den Schreibtisch, diesmal direkt in die kreisrunde Ablage darunter. Frustriert schloss er die Augen.

So konnte es nicht weitergehen.

*EDIT* Ich habe weder vom System noch von 1920 großartig Ahnung. Wenn Du Lust hast (und Spieler wirklich verzweifelt suchst *g*), dann bastel mir gerne mal einen Charakter zusammen. Ich kann ihn vorher oder nachher gerne kommentieren und Dir sagen, wie ich ihn mir (ohne Regeln oder Werte zu kennen) prinzipiell vorstelle.

Weiterhin kann ich maximal alle 1-2 Tage posten, manchmal noch weniger. Dafür habe ich Langzeitmotivation. Ist das ok?
Mitglied-105314.09.2004, 21:15 Uhr
ooc @ menion

Ist natürlich kein Problem, ich habe selbst oftmals nur wenig Zeit, aber wenn sich über lage Zeit ne gute spannende Storie entwickelt war es das posten allemal wert. ooc off

@ Heinrich Schwarz

Du schlägst die Zeitung auf. Auf den ersten 2 Seiten begrüßen dich die dunklen Prognosen der deutschen Volkswirtschaft die immer noch mit den hohen Reparationskosten des letzten Krieges zu kämpfen hat. Erst ab der dritten Seite findest du Berichterstattung der gesamten restlichen Welt.
Interessant sagst du dir, die Franzosen haben wohl ein neues Flugzeug rausgebracht, dass den deutschen Flugzeugen ebenbürtig sein soll. Dieser Bericht interessiert dich sehr und du liest ihn skeptisch, dennoch aufmerksam durch.
Gerade als du die Zeitung zuschlagen willst, weil dein Tee langsam erkaltet ist hörst du das dumpfe klopfen der Haustürschlägels. Seltsam, so früher Besuch, wer kann das wohl sein ?
Mitglied-153614.09.2004, 22:26 Uhr
[mark=burlywood][c=darkblue]Heinrich legt die Stirn in Falten, während er umständlich in seiner Tasche nach seiner Taschenuhr kramt. Als er diese an dem langen Kettchen hervorgeholt hat, um die Zeit zu kontrollieren, steht er langsam auf.. Während er die Tür mit einer Hand öffnet, lässt er mit der Anderen die Uhr wieder in seine Hosentasche zurückfallen. [/c] [/mark]
Mitglied-105314.09.2004, 22:38 Uhr
Als du die Tür nur einen Spalt weit geöffnet hast, wirst du schon von einem ruhigen, aber kräftig klingenden guten Tag Herr Schwarz begrüßt. Du öffnest die Tür ein wenig weiter und stehst einem adrett wirkendem Mann höheren Alters gekleidet in schwarzem Samtanzug gegenüber. Auf den Anzug trägt er ein weißes Rüschenhemd das am Kragen mit einer schwarzen Samtfliege verziert ist. Mit der rechten Hand stützt der Mann auf einem edlen Gehstock mit goldenem Löwenknauf. Im Hintergrund kannst du eine dunkle schwarze Limousine erkennen ( Wissenswurf erforderlich) . Sie sind doch Herr Heinrich Schwarz oder? \". Mit einem dezent gehaltenen Lächeln schaut der Mann dich prüfend an
Mitglied-153614.09.2004, 22:54 Uhr
[mark=burlywood][c=darkblue]Sichtlich verwirrt dreht Heinrich seinen Kopf kurz zu dem Platz, wo er eben noch in Ruhe gesessen hatte. Seine Gedanken sind noch halb bei dem interessantem Artikel über dieses aussergewöhnliche Flugzeug \"Wie schnell es wohl mit dieser Flügelkonstruktion ist..? Ob es wohl die Geschwindkeit auch in die Kurven mitnehmen kann? ...\"

Aber jetzt stand dieser Fremde vor ihm. Heinrichs Blick streift den Fremden nochmal kurz und fokusiert dann die Limousine im Hintergrund. \"Ein Düsenberg A, 88PS..\" murmelt Heinrich vollkommen fasziniert vor sich hin. Solche prachtvollen Limousinen in dieser Gegend sind sehr selten.

Wenige Sekunden später erhärtet sich seine Miene ein wenig und er ist wieder bei der Sache, nämlich dem Fremden vor seiner Tür. \"Wer sind Sie? Kennen wir uns? Kann ich Ihnen helfen?\" Auf die Frage, ob sie sich kennen, meint Heinrich sich sicher zu sein, das dem nicht so ist. [/c] [/mark]

**Hier mal ein Link, für Leute, die mit \"Düsenberg\" überhaupt nichts anfagen können, auch wenn es vielleicht kein Typ A ist: Düsenberg (http://www.auto-salon-singen.de/Duesenberg_SJ_Boattail.htm)**
Mitglied-105314.09.2004, 23:06 Uhr
\"Nun, Herr Schwarz entschuldigen sie meine schlechte Etikette. Da sie mich schon fragen werde ich mich ihnen natürlich vorstellen. Graf Friedrich Wilhelm von Schaumburg. Sie werden sich nun sicherlich fragen warum ich sie aufsuche und offensichtlich bei ihrem Frühstück störe\" Er schaut dir etwas belustigt ins Gesicht. Offensichtlich ist dort etwas nicht so wie es sein sollte. Dann verfliegt sein Lächeln aber wie von einem Sturm eilig hinweggeblasen und seine Mine wird wieder ernst. Nun ich selbst bin es nicht der etwas von ihnen wünscht, dennoch sah ich es als meine Gentlemanpflicht höchstpersönlich dafür zu sorgen dass ein Brief von Gräfin Bernadette von Hohenstein an sie ausgehändigt wird. Ich darf sie wohl davon unterrichten, dass sie den Inhalt dieses Briefes streng vertraulich zu behandeln haben. \" Dabei schaut er dich ernst und prüfend an. ( verborgenes erkennen Wurf erleichtert um 20 erforderlich)
Mitglied-153614.09.2004, 23:21 Uhr
[mark=burlywood][c=darkblue]Irgendwie noch immer schwer verwirrt, nickt Heinrich dem Mann nur einige Male langsam zu. Dabei fällt sein Blick auf den wachsversiegelten Brief in dessen Tasche. \"Herr.. von Schaum..burg .. das ist eine wirklich sehr freundliche Gestik, aber ich denke, das ich keine Baronin Bernadette - oder wie ihr Name noch gleich war - kenne. Kann es sein das Ihr Euch in der Straße geirrt habt?\"
Kurz nachdem er seine Worte ausgesprochen hat, ärgert es Heinrich ein wenig, denn seine Neugier bezüglich der Fremden wurde bereits durch das glamuröse Auto geweckt. Nur zu gerne würde er mehr erfahren, wer in Besitz eines solchen Fahrzeugs ist und vor allem dann noch einen Dienstboden darin fahren lässt..[/c][/mark]
Mitglied-105314.09.2004, 23:32 Uhr
Die Mine des Mannes wirkt plötzlich etwas steifer, fast scheint es so als wäre er ein wneig verärgert. \"Gräfin\" betont er schroff \"Gräfin Bernadette von Hohenstein. Und die Gräfin irrt sich nie. Ihr seid doch Herr Heinrich Schwarz, Sohn von Wilhelm Schwarz, der widerum der Sohn von Klaus Georg Schwarz war oder wollt ihr das abstreiten ? Wenn dem so ist, wird euch die Gräfin nicht mehr mit ihrem durchaus wichtigen Anliegen behelligen, allerdings werdet ihr dann auch niemals erfahren, welch großem Geheimnis ihr Großvater auf der Spur war.
Mitglied-153615.09.2004, 00:02 Uhr
[mark=burlywood][c=darkblue]Etwas erschocken über die plötzliche Bars chheit des Mannes, versucht Heinrich die Lage schnell zu korrigieren: \"Bitte verzeiht, ich hatte nicht vor Euch - geschweigedenn die Gute Gräfin 'Bernadette' (er versucht die Aussprache, der des Herrn v.Schaumburg möglichst anzupassen) zu kränken. Heinrich Schwarz, ja - das ist mein Name.\" Während er die Worte ausspricht, verwirrt die Merkwürdige Art des Fremden und dessen Wissen über Heinrich und seiner Vorfahren ihn abermals. Dennoch macht er nun eine einladende Gestik.. \"Vielleicht wollt Ihr eintreten? Ich kann Euch nicht viel anbieten..\"

Heinrich versucht sichtlich freundlich zu sein, denn eigentlich ist es eher seine Art zuvorkommend zu sein. Selbst als manchmal skeptischer Mensch, sollte er in seiner Militärlaufbahn doch wissen, das vor allem wohlständige Personen meist weit mehr wert auf Formalitäten und Höfflichkeiten legen. [/c] [/mark]
Mitglied-105316.09.2004, 21:57 Uhr
Nein tut mir leid, aber die Gräfin und ich haben noch wichtige Termine, die wir unbedingt wahrnehmen müssen. Lesen sie sich den Brief genauestens durch. und selbst wenn ihnen einiges am Anfang ungewöhnlich erscheinen mag, lassen sie sich nicht davon verleiten ihre Entscheidung davon beeinflussen zu lassen. Es wird sich auch für sie rentieren. Aber das wichtigste ist unbedingte Diskretion. Ich hoffe wir haben uns verstanden, Gentleman.

Mit diesen Worten macht der Graf einen leichten Ausfallschritt nach vorne und übergibt mit einer galanten Handbewegung, die fast schon den Anmut einer geschmeidigen Katze besitzt, den versiegelten Umschlag an Heinrich. Leben sie wohl mein Herr, und treffen sie die richtige Entscheidung.
Mitglied-153616.09.2004, 22:47 Uhr
[mark=burlywood][c=darkblue]Nickend nimmt Heinrich den versiegelten Brief an sich. \"Sehr wohl, Herr von Schaumburg. Eine gute Heimreise!\" Mit diesen Worten sieht Heinrich zu, wie der Mann zurück zum Auto geht und einsteigt.
Als der Motor beim Anlassen mit einem kräftigem dumpfen Brummen anspringt, hebt der Herr von Schaumburg nochmal seine Hand und verschwindet dann wenige Sekunden später aus dem Blickfeld am Strassenende.

Heinrich steht noch in der Tür seines Hauses und merkt erst jetzt, dass er die Hand immernoch zum Abschied leicht gehoben hat. Die fortschrittliche Technik dieses Autos hatte sein Mechanikerherz fast neidisch aufspringen lassen.

Als er wieder das Haus betritt und die Tür hinter sich schließt, begutachtet er das Siegel des Briefes.

Er legt den Brief auf den Tisch und möchte mit seiner Tasse neuen Tee aus der Küche holen. Doch er hält inne noch bevor er die Küche erreicht hat und holt den Brief vom Tisch und steckt ihn in seine Hosentasche. Erst als frischer Tee und ein Brieföffner geholt sind, setzt er sich erwartungsvoll hin.

Vorsicht ritzt er das Kuvert auf und holt den Brief hervor..[/c][/mark]
Mitglied-105317.09.2004, 20:03 Uhr
Sehr geehrter Herr Schwarz,

Sicherlich werden sie sich mehr als nur wundern, warum ich, Gräfin Bernadette von Hohenstein ihnen diesen Brief in so geheimnisvoller Art und Weise habe zukommen lassen. Der Grund ist eigentlich recht simpel, wenn auch etwas umständlich zu erklären.
Nun, ich komme wohl nicht darum herum ihnen mitzuteilen, daß meine Bonität trotz meines hohen Adeltitels zur Zeit sehr eingeschränkt ist, da ich auf perfide Art und Weise um einen großen Teil meines Erbes gebracht wurde. Von daher kann ich ihnen erstmal keine Bezahlung zukommen lassen sondern ihnen nur freie Kost und Logie anbieten.

Ich kann ihnen in diesem Brief leider noch nicht mitteilen um was es genau geht , bitte verstehen sie das, denn ich weiß ja nicht wie weit ich ihnen vertrauen kann. Ich kann ihnen nur sagen, daß sie zu einem reichen Mann werden können, wenn sie mich aufsuchen, doch das liegt ganz alleine bei ihnen. Bitte entscheiden sie sich rasch und suchen mich umgehend auf meinem Landsitz in Hohenstein auf, dann werden sie mehr erfahren. Eine Fahrkarte für die Reichsbahn so wie den benötigten Kartenausschnitt zu meinem Landsitz habe ich ihnen ebenfalls beigefügt.

Ich freue mich von ihnen zu hören.

Hochachtungsvoll,

Bernadette Gräfin von Hohenstein
Mitglied-153617.09.2004, 22:34 Uhr
[mark=burlywood][c=darkblue]Etwas verdutzt über die merkwürdige Mitteilung legt Heinrich den Brief wieder vor sich hin. Obwohl ihm die Dringlichkeit und Geheimhaltung des Inhalts nicht verständlich ist, fällt es ihm nicht schwer sich mit dem Gedanken einen kostenlosen Kurzurlaub auf irgendeinem feinem Landsitz zu machen anzufreunden.

Entspannt lehnt er sich auf seinem Stuhl zurück. Eigentlich wollte er so oder so gerne über einige Tage fort fahren, nur hatte er sich noch für kein Ziel entscheiden können.
Nach wie vor ist Heinrich der Ansicht, das es sich wohl trotz der genauen Angaben zu seiner Person irgendwie um ein Missverständnis handeln müsse, denn wie könne er schon dieser Gräfin eine große Hilfe sein?

Obwohl kein genaues Datum auf dem Brief vermerkt ist, klingt der Brief irgendwie dringend. So beschliesst Heinrich seine Sachen zu packen und gleich am nächsten Morgen oder spätestens Übermorgen abzureisen.

Nachdem er noch am selbigem Tag am Bahnhof sich die Fahrzeiten besorgt hat, packt Heinrich gegen Abend seine Tasche. Er hatte sich noch am Flugfeld nach Neuigkeiten erkundigt und alle sonst wichtigen Angelegenheiten erledigt, um beruhigt abreisen zu können.

Bevor er das Haus am nächsten Morgen verlässt, öffnet Heinrich noch die Schublade an seiner Kommode und zieht seine \"Mauser c96\" hervor. \"Man weiss ja nie..\" geht es ihm durch den Kopf und verstaut die Pistole in seiner Jacke. Mit seiner ledernen Fliegertasche in der Hand, in der er das nötigste für zwei bis drei Tage gepackt hat, verlässt er das Haus und macht sich auf den Weg Richtung Bahnhof.

Dort angekommen erwartet ihn sein Zug. Noch freundlich den Schaffner gegrüßt, steigt er ein und setzt sich in ein leeres Abteil. Als sich die Bahn in Bewegung setzt, lehnt er sich wieder entspannt zurück. Kurze Zeit später sieht man ihn mit der Zeitung vom Vortag dort sitzen, gespannt über den Artikel des neuen Flugzeugs und auf dem Weg zum Landsitz der Gräfin.. [/c] [/mark]
Mitglied-153620.09.2004, 22:11 Uhr
[c=darkblue][mark=burlywood]Mit einem leichtem Quietschen, das in einem leichtem Knall endet schliesst die Tür des Abteils und das Rauschen und Klappern des Zuges verschwindet zu einem dumpfen Geräusch im Hintergrund. Heinrich streckt sich mit ausgestreckten Armen und schaut aus dem Fenster. Die Landschaft zieht langsam aber stetig vorbei.

Gelangweilt gähnt er nach einigen Minuten und setzt sich wieder
hin. Zwar fühlt er sich erleichtert nachdem er das Bordklo aufgesucht hat und seine Füsse ein wenig vertreten hat, aber allmählich ist ihm das Zugfahren zu wider. Er freut sich schon auf ein Glas Whiskey. Ob er wohl noch in die Stadtkneipe gehen muss oder ob so etwas von der Gräfin ebenfalls in der Verköstigung enthalten ist.

So döst Heinrich vor sich hin und wartet auf das Ende dieser Fahrt.[/mark][/c]
Mitglied-105321.09.2004, 21:10 Uhr
Du bist kurz davor in Tiefschlaf zu fallen als du ein leises schürfendes Geräusch vernimmst (horchen 24 gewürfelt), dass so gar nicht zu dem gemütlichen Traum passt der gerade beginnen wollte. Irgendwer scheint die Tür deines Abteils vorsichtig aufgeschoben zu haben. Noch hast du die Augen geschlossen.
Mitglied-153621.09.2004, 21:22 Uhr
[mark=burlywood][c=darkblue]Nichts böses ahnend, aber dennoch leicht erzürnt über die unhöfliche Art einfach reinzuplatzen, blinzel ich mit einem Auge, um ein raschen Eindruck des Eindringlings zu bekommen.[/c][/mark]
Mitglied-105321.09.2004, 21:37 Uhr
Als du dein eines Auge leicht öffnest, erblickst du eine weibliche Gestalt die dein Herz in schnelleren Schlägen schlagen lässt. Vor dir steht eine etwas verunsichert wirkende, junge, hübsche Frau, mit wohlgeformten weiblichen Rundungen. \" Ist hier noch ein Platz frei \", fragt sie dich eingeschüchtert, ob des etwas mürrischen Blickes, mit dem du aus deinem Schlaf erwacht bist.
Mitglied-153621.09.2004, 21:49 Uhr
[c=darkblue][mark=burlywood]Nach kurzem Überlegen, entscheide ich mich meine Tasche und die Zeitung vom gegenüberliegendem Sitz zu nehmen und verstaue sie mit wenigen Handgriffen oben in die dafür vorgesehene Ablage.
Danach deute ich der Frau sich doch zu setzen.

Bevor ich mich wieder in den Sitz zurückfallen lasse, schaue ich sie nochmal an und frage: \"Soll ich Ihre Tasche ebenfalls oben ablegen, junge Frau?\" Bei diesen Worten deute ich mit meiner Hand auf ihre weisse Handtasche. Da ich meine, einen leicht französischen Akzent bei Ihrer Frage zuvor gehört zu haben, verwende ich bewusst meinen stark deutschen Akzent, der in der Vergangenheit immer charmante Wirkung auf Frauen zeigt.. und lächel freundlich.
\"Du hast Urlaub\" .. geht mir durch den Kopf. [/mark] [/c]

[Anm.: Char.Besonderheit - starker Akzent ;-) ]
Mitglied-105321.09.2004, 21:57 Uhr
\" Oh, das wäre sehr charmant Monsieur \" lächelt sie dich nach wie vor leicht verlegen an, und übergibt dir ihre Handtasche nachdem sie aus dieser ein seidenes Tuch entnommen hat, mit dem sie den soeben freigemachten Sitz ein wenig abwischt. Dafür ist sie gezwungen sich ein wenig hinunter zu beugen, wodurch sich deutlicher ihre überaus reizvollen weiblichen Formen unter dem doch sehr eng anliegenden Kleid hervor zeichnen.
Mitglied-153622.09.2004, 00:01 Uhr
[c=darkblue][mark=burlywood]Als Mann in seinen besten Jahren geniesse ich für einen Moment den Anblick der schönen jungen Dame mit einem schelmischen Grinsen.
Ich warte bis sie sich wieder umgedreht hat, berühre sie \"versehentlich\" leicht mit einem fast gleichzeitigem, gekonntem \"Entschuldigung\", während wir uns in dem engem Abteil wieder hinsetzen. \"Wie kommt es, das Sie erst jetzt einen Sitzplatz aufgesucht haben, wo doch der letzte Halt schon eine Weile zurück liegt?\", versuche ich ein Gespräch zu beginnen.[/mark][/c]
Mitglied-105322.09.2004, 06:13 Uhr
Sie schaut nervös ins Zugabteil. Nunja Monsieur, daß ist so nicht ganz richtig. Ich hatte einen Platz, aber dort fühlte ich mich alles andere als wohl. Aber ich möchte eigentlich nicht darüber reden. Schon wieder wandert ihr Blick nervös aus eurer Kabine heraus.
\" Ihr habt doch nichts dagegen wenn ich hier bei euch bleibe oder ?\"
Mitglied-153622.09.2004, 09:16 Uhr
[mark=burlywood][c=darkblue]\"Aber gewiss nicht..!\" antworte ich rasch. Schliesslich ist das in keinster Weise gelogen, denn die bisherige Zugfahrt zieht sich schon so lange hin, und etwas Gesellschaft tut da richtig gut.
\"Wo geht es denn hin?\" versuche ich das Gespräch weiterzuführen, um sie etwas von Ihrer Nervosität zu nehmen. \"Wissen Sie wie weit es noch bis Hohenstein ist?\"[/c][/mark]
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